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Doodle: Google baut Moog-Synthesizer als Web-App nach

Zu Ehren des 78. Geburtstages des Synthesizer-Pioniers Robert Moog ziert heute ein Nachbau eines analogen Synthis die Homepage von Google. Mit dem "Goog" genannten Instrument kann jeder eigene Sounds und Stücke erstellen, aufzeichnen und weitergeben.

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Goog macht Moog.
Goog macht Moog. (Bild: Google)

Das Doodle ist eine Marketingtradition von Google: Zu besonderen Anlässen ziert nicht das Logo des Konzerns, sondern eine mehr oder weniger stark verfremdete Version davon die Seite Google.com. Jetzt gibt es ein neues Doodle. Am 23. Mai 2012 wäre Robert Moog 78 Jahre alt geworden. Der Pionier elektronischer Klangerzeugung starb 2005. Ihm zu Ehren hat Google den "Goog" als recht umfangreiche Web-App auf seine Homepage gestellt.

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Es handelt sich um einen virtuellen Analog-Synthi mit 24 Tasten. Diese können per Mausklick gespielt werden, der größte Reiz liegt aber wie bei klassischen elektronischen Instrumenten in den Drehknöpfen.

Mit diesen kann man, wie Musiker sagen, "am Sound herumschrauben". Während des Spielens eines Stücks kann der Klang verändert werden, indem die Parameter für Hüllkurve, Oszillator, Filter und Mixer verändert werden. Auch andere Elemente wie das Pitchrad funktionieren.

Alle Regler und Tasten lassen sich auch mit der Pfeiltaste des PCs bedienen, während man mit der Maus die Klaviatur spielt. Das klappt mindestens mit Chrome und Firefox 12 unter Windows sowie Safari unter Mac OS X, andere PC-Browser haben wir nicht ausprobiert. Wenn die Klaviatur des Goog angeklickt ist, kann sie auch mit den Buchstabentasten des PCs gespielt werden. Weitere Erklärungen zur Bedienung finden sich im Google-Blog sowie bei der bis heute existierenden Firma Moog.

Vierspur-Rekorder mit Linktausch

Besonders reizvoll am Goog ist der rechts angeschlossene Vierspur-Rekorder, der ebenso wie das Instrument an die Funktionsweise aus den 1970er Jahren erinnert. Anfang 1970 erschien der erste Minimoog, dem der Goog nachempfunden ist. Der Rekorder des Doodle nimmt auf, was der Nutzer gerade spielt. Danach können auf vier weiteren Spuren weitere Stimmen eingespielt werden - beispielsweise eine Bassfigur, welche die Melodie unterstützt. Ausgewählt werden die Spuren über die vier Pegelanzeigen des Rekorders.

Die Aufnahmen lassen sich auch weitergeben, denn sie werden von Google gespeichert - wer gerade die Idee für einen Jahrhunderthit hat, sollte ihn also vielleicht mit einem anderen Instrument einspielen. Alle anderen können die Aufnahme des Rekorders über den Link-Button des Goog verteilen. Wir haben uns in Eile an einem der bekanntesten Riffs der 1970er Jahre sowie einem der einfachsten Kinderlieder versucht.

Eine Eigenheit hat der Goog übrigens auch von seinen historischen Vorbildern geerbt: Er ist ein monophoner Synthesizer, kann also nur einen Ton auf einmal erzeugen. Das gibt beim Spielen über die PC-Tastatur lustige Effekte, wenn eine Taste gehalten, eine zweite angeschlagen und wieder losgelassen wird - ganz wie beim Original.



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AdmiralAckbar 24. Mai 2012

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booyakasha 23. Mai 2012

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=N7AHvrKCTlA Das Tolle an diessem...


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