'Fake it till you make it' darf nicht funktionieren
Seit Jahren kommt eine Firma nach der anderen mit solchen und ähnlichen Behauptungen heraus und hofft, irgendwie Geld aus Aufmerksamkeit zu machen. Anschließend werden Boni, hohe Gehälter für CEOs und andere hohe Angestellte ausgezahlt. Vielleicht werden auch Firmenanteile ausgegeben und die damit berechnete Firmenbewertung als Sicherheit für Kredite genutzt.
Dann tauchen angeblich völlig unerwartete Probleme in der Produktion auf und Jahre später werden die Probleme schöngeredet mit der Behauptung, dass man als guter Geschäftsmann doch etwas wagen müsse.
Aber jeder Euro, der in solche Clown-Batterien gesteckt wird, egal ob in der Wirtschaft oder in der Forschung , fehlt für seriöse Entwicklung und Investitionen. Es gibt genug etablierte unabhängige Testlabors, die technische Angaben bestätigen können. Jede Firma, die etwas auf sich hält, kann auch ohne gesonderte Aufforderung die notwendigen Details zur Technik nennen, mit denen die technischen Angaben möglich werden.
Eine Firma, die das nicht tut, sollte bis zum Beweis des Gegenteils als potenzieller Investorenbetrug gelten und außer Spott keine Aufmerksamkeit bekommen.
Fake it and you're out
"Fake it till you make it" darf kein Erfolgsrezept mehr sein. Wenn Falschbehauptungen zur Normalität im Geschäftsbetrieb gehören, dann blüht am Ende nur das Geschäft mit dem Betrug. Das gilt auch dann, wenn der Fake irgendwann doch noch Realität wird, denn andere Firmen hätten zur gleichen Zeit bessere Ideen haben können. Dabei geht es nicht um Anlegerschutz, sondern um die Gesellschaft als Ganzes. Unehrlichkeit von Firmen ist längst zum Normalfall, zur normalen Erwartungshaltung geworden.
Das trifft niemanden so hart wie die seriösen Unternehmen. Denn Anschein zu erwecken, ist immer billiger als echte Arbeit. Wo Betrug mit riesigen Geldsummen zur Normalität gehört, ist der Schaden an der Gesellschaft schon da. Die mit Geld aus dem Silicon Valley an die Macht gebrachte faschistische Regierung der USA zeigt, wohin es führt, wenn Clowns mit viel Geld erfolgreich gemacht werden.
Wenn am Krapfen-Akku irgendetwas dran sein sollte, dann kann das demonstriert und unabhängig überprüft statt nur mit ein paar Zahlen von einer Firma behauptet werden. Das wäre dann der Beweis des Gegenteils, bis zu dem ein solches Unternehmen keinesfalls als seriös einzuschätzen ist.
Es braucht ein neues Motto: "Fake it and you're out."
Wer einfach nur drauflos behauptet, muss als Betrüger behandelt werden.
IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)