Abo
  • IT-Karriere:

Donald Trump: USA "müssen Rennen um 5G gewinnen"

Die USA wollen den Ausbau des Mobilfunkstandards 5G mit neuen Frequenzversteigerungen vorantreiben. Dabei setzt die FCC weiter auf hochfrequente Millimeterwellen.

Artikel veröffentlicht am ,
US-Präsident Donald Trump (r.) und FCC-Chef Ajit Pai (l.) im Weißen Haus
US-Präsident Donald Trump (r.) und FCC-Chef Ajit Pai (l.) im Weißen Haus (Bild: Carlos Barria/Reuters)

Die US-Regulierungsbehörde FCC will weitere Frequenzbereiche aus dem hochfrequenten Millimeterspektrum versteigern. "Die Versteigerung von Wellenbereichen in dem oberen 37-GHz-, 39-GHz- und 47-GHz-Band ist die größte Versteigerung von Frequenzbändern in der Geschichte der USA", teilte die FCC am 12. April 2019 mit (PDF). Die Bereitstellung dieses Spektrums an Millimeterwellen solle die Entwicklung des neuen Mobilfunkstandards 5G, des Internets der Dinge und anderer Mobilfunkdienste fördern, hieß es weiter. Bei der Ankündigung der Versteigerung sagte US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus: "Das Rennen um 5G ist ein Rennen, das Amerika gewinnen muss."

Stellenmarkt
  1. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg
  2. hubergroup Deutschland GmbH, Kirchheim bei München

Die FCC will die Frequenzen in Blöcken von 100 Megahertz-Bereichen versteigern. Laut FCC-Chef Ajit Pai sind im Bereich des 39-GHz-Bandes bereits zwei Drittel der Frequenzen vergeben, die sich aufgrund ihrer geringen Bandbreite von 50 MHz oder geographischer Überschneidungen nicht für 5G eignen (PDF). Diese Frequenzen sollen mit der Versteigerung für 5G tauglich gemacht werden. Frequenzinhaber sollen dabei Anreize erhalten, auf 5G umzusteigen oder ihre Bereiche abzugeben.

Die Versteigerung soll am 10. Dezember 2019 beginnen und 3.400 MHz an Spektrum in den drei Bändern frei machen. Eine Versteigerung im 28-GHz-Band wurde mit Erlösen von 700 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Bei der aktuellen Versteigerung im 24-GHz-Band liegen die Gebote laut Fierce Wireless bei 1,9 Milliarden US-Dollar. Die FCC hat in ihrem 5G-Plan den Schwerpunkt auf die hochfrequenten Bereiche gelegt.

Erste Tests auch in Deutschland

Millimeterwellen sollen im Gegensatz zu bisher genutzten Mobilfunkfrequenzen höhere Übertragungsraten ermöglichen. Dem stehen jedoch Nachteile wie höhere Streckenverluste und besondere Ausbreitungseigenschaften gegenüber. In Deutschland experimentieren Anbieter ebenfalls mit Millimeterwellen im 26-GHz-Bereich. So erzielte der Telekommunikationsanbieter Telefónica damit bei einem jüngst abgeschlossenen Versuch in Hamburg Übertragungsraten von 1 Gigabit pro Sekunde für sogenannte Fixed-Wireless-Anschlüsse, die einen Festnetzanschluss ersetzen können. Die Technik dazu lieferte der südkoreanische Hersteller Samsung Electronics.

US-Präsident Trump legt jedoch großen Wert darauf, dass US-Anbieter ebenfalls die erforderliche Technik liefern können. "Wir dürfen es keinem anderen Land erlauben, die USA bei dieser mächtigen Zukunftsindustrie auszustechen", sagte Trump und fügte hinzu: "Wir sind so viel in so vielen unterschiedlichen Industrien dieser Art führend, und wir dürfen das nicht geschehen lassen." Fast gleichzeitig wurden am 4. April 2019 in den USA und Südkorea die ersten öffentlichen 5G-Netze eingeschaltet.

Drei Millionen neue Jobs erwartet

Trump zitierte dabei Einschätzungen, dass die Mobilfunkbranche etwa 275 Milliarden US-Dollar investieren wolle. Dabei würden schnell drei Millionen Arbeitsplätze geschaffen und 500 Milliarden US-Dollar an Wirtschaftsleistung generiert. Laut Trump wollen die USA den 5G-Aufbau vor allem der Privatwirtschaft überlassen. "Die Regierung muss da nicht viel Geld ausgeben", sagte er weiter. Dennoch kündigte FCC-Chef Pai an, einen Fonds mit 20,4 Milliarden US-Dollar aufzulegen, um bis zu vier Millionen Haushalte im ländlichen Raum mit dem schnellen Internet zu versorgen.

In Deutschland werden seit Mitte März die ersten Frequenzen für 5G versteigert. Allerdings nicht im Millimeterspektrum, sondern in den Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz. Zuvor hatte es politische Diskussionen gegeben, ob der chinesische Ausrüster Huawei am Aufbau des 5G-Netzes beteiligt werden kann. Um dies zu ermöglichen, schlug die Bundesnetzagentur höhere Sicherheitsanforderungen an Provider und Ausrüster vor. Nach Ansicht des IT-Branchenverbands Bitkom müssen diese jedoch noch präzisiert werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-25%) 44,99€
  2. 25,99€
  3. 4,99€
  4. 15,99€

schnedan 15. Apr 2019

Lass mich raten,... diese "Armeen" bindet man dan wieder mit Kabeln an? D.h. man hat...

schnedan 15. Apr 2019

so wie die USA einst die Sowjets? Lustig wärs!

medium_quelle 14. Apr 2019

Solange ich kein DSL oder Kabelanschluss buchen kann, würde ich sofort zuschlagen.

Oh je 14. Apr 2019

Thanks! I would appreciate taking your money.

GwhE 14. Apr 2019

Eigentlich nur im Physikunterricht nicht aufgepasst.


Folgen Sie uns
       


Hyundai Kona Elektro - Test

Das Elektro-SUV ist ein echter Langläufer.

Hyundai Kona Elektro - Test Video aufrufen
Faire IT: Die grüne Challenge
Faire IT
Die grüne Challenge

Kann man IT-Produkte nachhaltig gestalten? Drei Startups zeigen, dass es nicht so einfach ist, die grüne Maus oder das faire Smartphone auf den Markt zu bringen.
Von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Smartphones Samsung und Xiaomi profitieren in Europa von Huawei-Boykott
  2. Smartphones Xiaomi ist kurz davor, Apple zu überholen
  3. Niederlande Notrufnummer fällt für mehrere Stunden aus

Mobile Payment: Mit QR-Code-Kooperation zum europäischen Standard
Mobile Payment
Mit QR-Code-Kooperation zum europäischen Standard

Die Mobile Wallet Collaboration will ein einheitliches QR-Format als technische Grundlage für ein vereinfachtes Handling etablieren. Die Allianz aus sechs europäischen Bezahldiensten und Alipay aus China ist eine ernstzunehmende Konkurrenz für Google, Apple, Facebook, Amazon.
Von Sabine T. Ruh


    Harmony OS: Die große Luftnummer von Huawei
    Harmony OS
    Die große Luftnummer von Huawei

    Mit viel Medienaufmerksamkeit und großen Versprechungen hat Huawei sein eigenes Betriebssystem Harmony OS vorgestellt. Bei einer näheren Betrachtung bleibt von dem großen Wurf allerdings kaum etwas übrig.
    Ein IMHO von Sebastian Grüner


        •  /