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Donald Trump: Tiktok bleiben 45 Tage bis US-Verbot

US-Präsident Donald Trump sieht in Tiktok eine Bedrohung der nationalen Sicherheit. Er setzt der beliebten Video-App offiziell eine Frist für ein Verbot.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump (Bild: OLIVIER DOULIERY/AFP via Getty Images)

Mit einer neuen Verfügung gegen Tiktok will US-Präsident Donald Trump offenbar den Verkauf des US-Geschäfts der beliebten chinesischen Video-App erzwingen. Mit der Verfügung, die in 45 Tagen greifen soll, verbietet Trump US-Bürgern, Geschäfte mit Bytedance, dem Eigentürmer der App, zu machen. Die App stelle eine Bedrohung der nationalen Sicherheit dar, heißt es in der am 6. August 2020 veröffentlichten Verfügung. Die App sammle große Mengen an Nutzerdaten und könne es der kommunistischen Partei Chinas ermöglichen, Amerikaner auszuspionieren.

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Trump hatte jüngst auf einen Verkauf des US-Geschäfts der App an ein US-Unternehmen gedrängt. Falls der Erlass nicht von einem Gericht für ungültig erklärt werden sollte, soll Tiktok in den USA in 45 Tagen nicht mehr verfügbar sein.

Zudem ging der US-Präsident gegen die chinesische App Wechat vor. Die Aktion markierte eine neue Eskalationsstufe in den angespannten Beziehungen mit China.

Microsoft will US-Geschäft übernehmen

Microsoft brachte sich nach dem politischen Druck aus dem Weißen Haus in Stellung, das US-Geschäft der Video-App zu übernehmen. Das Unternehmen will bis Mitte September 2020 eine Übernahme mit dem privaten chinesischen Eigentümer aushandeln. Auch der Tiktok-Betrieb in Kanada, Australien und Neuseeland solle Teil der Vereinbarung sein, erklärte Microsoft in einem Blogeintrag in der Nacht zum 3. August 2020. Europa wurde nicht erwähnt. Microsoft will nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass alle persönlichen Daten von US-Bürgern in die USA übertragen und nur dort gesammelt werden.

Das Weiße Haus zitierte Berichte, wonach die App in den USA 175 Millionen Mal heruntergeladen worden sei. Tiktok verzeichnet rasantes Wachstum und gilt schon länger als beliebte Plattform bei jüngeren Leuten. Die App hat hunderte Millionen Nutzer weltweit.

Tiktok-Daten der US-Nutzer sollen in den USA gespeichert sein

Tiktok-Eigentümer Bytedance bemüht sich seit einiger Zeit, seine internationale Plattform von der chinesischen Version zu trennen. Tiktok versichert, Chinas Regierung habe keinen Zugriff auf Nutzerdaten, und habe dies auch nie verlangt. Die Daten von US-Nutzern würden sowieso in den USA gespeichert und verarbeitet. In China selbst gibt es nur die zensierte Version der App, Douyin.

In einer weiteren Verfügung verbat Trump US-Bürgern auch, Geschäfte mit der chinesischen Social Media App Wechat oder deren Eigentümern zu machen. Das Verbot werde aus Gründen der nationalen Sicherheit ebenfalls in 45 Tagen in Kraft treten, hieß es. Die Verfügung könnte zu einem Verbot der App in den USA führen, die dort allerdings kaum verbreitet sein dürfte.

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kazhar 09. Aug 2020 / Themenstart

Weil es uns allen auf den Kopf fallen wird? Wir hocken halt nicht mehr in einer Hütte...

Volkhardt 07. Aug 2020 / Themenstart

Abwarten. Unter Nadella ist MS ja richtig aufgeblüht und steht stärker denje da. So...

ManuPhennic 07. Aug 2020 / Themenstart

Schöne Ablenkung von dem eigentlichen Schlamassel den Mr. Potato-Head vermutlich täglich...

Esquilax 07. Aug 2020 / Themenstart

Wieso? Das sind doch die Guten! ;-)

yoyoyo 07. Aug 2020 / Themenstart

Fairerweise muss man allerdings anfügen, dass China damit angefangen hat. Jeder westliche...

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