Abo
  • Services:
Anzeige
Donald Trump bei seinem Treffen mit Firmenchefs des Silicon Valley, darunter Peter Thiel und Tim Cook
Donald Trump bei seinem Treffen mit Firmenchefs des Silicon Valley, darunter Peter Thiel und Tim Cook (Bild: Drew Angerer/Getty Images)

Donald Trump: Ein unsicherer Deal für die IT-Branche

Donald Trump bei seinem Treffen mit Firmenchefs des Silicon Valley, darunter Peter Thiel und Tim Cook
Donald Trump bei seinem Treffen mit Firmenchefs des Silicon Valley, darunter Peter Thiel und Tim Cook (Bild: Drew Angerer/Getty Images)

Der neue US-Präsident ist ein klassischer Dampfplauderer. Welche Auswirkungen die Politik Donald Trumps auf die IT-Wirtschaft haben könnte, lässt sich derzeit nur erahnen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

Wer geglaubt hatte, der 70 Jahre alte New Yorker Bauunternehmer und Fernsehmoderator Donald Trump würde sich mit der Wahl zum US-Präsidenten über Nacht in einen versöhnlicheren Staatsmann und Politiker verwandeln, ist in den vergangenen Wochen eines Besseren belehrt worden. Dazu reicht es völlig aus, sich seine teils chaotische Pressekonferenz in New York anzuschauen oder das lange Interview mit der Bild-Zeitung zu lesen. Seine wirren und in sich widersprüchlichen Äußerungen ließen Beobachter in den Tagen vor seiner Amtsführung am heutigen Freitag rätseln, was Trump wirklich vorhat und tatsächlich umsetzen würde. Auch für die IT-Wirtschaft sind Prognosen schwer zu treffen.

Bisweilen argumentiert Trump offenbar ohne Kenntnis der wirtschaftlichen Fakten und Zusammenhänge. Beispiel BMW und Mexiko: "Ich liebe Mexiko, ich mag den Präsidenten, ich mag alle Leute - aber ich würde BMW sagen, wenn sie eine Fabrik in Mexiko bauen und Autos in die USA verkaufen wollen ohne eine 35-Prozent-Steuer, dann können sie das vergessen", sagte er der Bild-Zeitung. Offenbar weiß Trump nicht, dass BMW in den USA jährlich mehr als 400.000 X-Modelle produziert, aber nur 365.000 Autos importiert. Das Werk in Spartanburg exportierte 2014 mehr Autos als jede andere US-Fabrik von GM, Ford oder Fiat Chrysler.

Anzeige

Trump will "großartige Deals" statt Politik

Warum sollte BMW mit hohen Einfuhrzöllen bestraft werden, wenn es künftig seine 3er-Modelle statt in Südafrika in Mexiko bauen lässt? Es ist ja nicht einmal so, dass das Unternehmen seine Produktion aus den USA verlagern möchte. Trumps Drohungen sind daher im Grunde völlig sinnfrei und entbehren jeder Grundlage.

Das alles scheint dem neuen US-Präsidenten völlig egal zu sein, solange er den Eindruck erwecken kann: Ich kümmere mich um Jobs in den USA und sorge dafür, dass Globalisierung und Strukturwandel für meine Wählerklientel künftig nicht mehr so große Nachteile bringen. Dazu will er "großartige Deals" aushandeln. Um die Wirtschaft anzukurbeln, verspricht er geringere Unternehmenssteuern und einen Abbau von Regulierung. Gleichzeitig will er den Zugang von Ausländern zum US-Arbeitsmarkt erschweren.

Droht eine Gefälligkeitsökonomie?

Seine Pläne dürften sich daher auch auf die US-amerikanische IT-Wirtschaft auswirken. So drängt Trump beispielsweise Apple-Chef Tim Cook dazu, iPhones in den USA bauen zu lassen. Zuletzt behauptete Trump in einem Interview, Cook habe dafür "ein offenes Auge" und werde wahrscheinlich "etwas Großes" für sein Land tun. Warum sollte aber ausgerechnet das liberale Silicon Valley seine Unternehmenspolitik ändern, um einem reaktionären Politiker einen Gefallen zu tun? Beobachter befürchten dennoch, dass sich die USA hin zu einer Gefälligkeitsökonomie entwickeln könnten.

Unwahrscheinlich erscheint zumindest, dass Apple und andere Konzerne wie Facebook oder Google dem neuen US-Präsidenten beim Thema Überwachung jeden Gefallen tun werden. Denn dabei steht auch die Glaubwürdigkeit der Unternehmen auf dem Spiel. So hat Trump vor gut einem Jahr Apple dafür kritisiert, der US-Bundespolizei FBI keinen Zugang zum Handy eines Attentäters verschafft zu haben. Sogar zu einem Boykott von Apple rief er auf.

Konflikte mit Silicon Valley zu erwarten 

eye home zur Startseite
Mauw 31. Jan 2017

An sich absolut richtig. m.leonberger hat es schon schön getroffen. Ein Putin z.B. ist...

GottZ 25. Jan 2017

flushen ist immer wichtig! sonst regt sich der nächste prozessbesitzer noch auf und...

slemme 23. Jan 2017

Vielen zumindest Trump hegt jedenfalls keinen Hass gegenüber Latinos, Moslems oder...

Noppen 21. Jan 2017

Ja, sicher. Er ist schnell mit dem Mund und da kommt auch gerne Blödsinn raus. Aber...

tonictrinker 21. Jan 2017

"Warum sollte BMW mit hohen Einfuhrzöllen bestraft werden, wenn es künftig seine 3er...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Schwarz Business IT GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. SmartRay GmbH, Wolfratshausen
  3. über Hanseatisches Personalkontor Mannheim, Mannheim
  4. Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH, Gärtringen


Anzeige
Top-Angebote
  1. 14,99€ + 1,99€ Versand (für alle die kein NES Classic ergattern konnten)
  2. 10% Rabatt auf ausgewählte Top Gaming Artikel mit dem Gutscheincode: PICKYOURLOOT
  3. 649,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Nvidia

    Keine Volta-basierten Geforces in 2017

  2. Grafikkarte

    Sonnets eGFX Breakaway Box kostet 330 Euro

  3. E-Commerce

    Kartellamt will Online-Shops des Einzelhandels schützen

  4. id Software

    Quake Champions startet in den Early Access

  5. Betrug

    Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Youporn-Mahnungen

  6. Lenovo

    Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust

  7. Open Source Projekt

    Oracle will Java EE abgeben

  8. Apple iPhone 5s

    Hacker veröffentlicht Secure-Enclave-Key für alte iPhones

  9. Forum

    Reddit bietet native Unterstützung von Videos

  10. Biomimetik

    Drohne landet kontrolliert an senkrechter Wand



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mercedes S-Klasse im Test: Das selbstfahrende Auto ist schon sehr nahe
Mercedes S-Klasse im Test
Das selbstfahrende Auto ist schon sehr nahe
  1. Autonomes Fahren Fiat Chrysler kooperiert mit BMW und Intel
  2. 3M Verkehrsschilder informieren autonom fahrende Autos
  3. Waymo Autonomes Auto zerstört sich beim Unfall mit Fußgängern

LG 34UC89G im Test: Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
LG 34UC89G im Test
Wenn G-Sync und 166 Hertz nicht genug sind
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  3. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel

Windows 10 S im Test: Das S steht für schlechtes Marketing
Windows 10 S im Test
Das S steht für schlechtes Marketing
  1. Microsoft Neugierige Nutzer können Windows 10 S ausprobieren
  2. Surface Diagnostic Toolkit Surface-Tool kommt in den Windows Store
  3. Malware Der unvollständige Ransomware-Schutz von Windows 10 S

  1. Re: Deshalb braucht man Konkurrenz

    cuthbert34 | 07:39

  2. Re: Relocation

    maverick1977 | 07:16

  3. wieviel strom bekommt man mit 1200m²??

    fafi | 06:26

  4. Re: so ein akku auto ist auch nicht gerade co2 frei

    Rulf | 03:57

  5. Re: Öffnungszeiten Online einführen!

    Schrödinger's... | 00:43


  1. 17:56

  2. 16:20

  3. 15:30

  4. 15:07

  5. 14:54

  6. 13:48

  7. 13:15

  8. 12:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel