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Donald Trump bei seinem Treffen mit Firmenchefs des Silicon Valley, darunter Peter Thiel und Tim Cook
Donald Trump bei seinem Treffen mit Firmenchefs des Silicon Valley, darunter Peter Thiel und Tim Cook (Bild: Drew Angerer/Getty Images)

Konflikte mit Silicon Valley zu erwarten

Doch Apple blieb bekanntlich standhaft. Um Hintertüren in Verschlüsselungsprogrammen zu erzwingen, müsste Trump daher wohl entsprechende Gesetze erlassen. Das könnte sich für die USA aber als sehr schlechter Deal erweisen, denn offizielle oder inoffizielle Hintertüren in IT-Produkten wirken nicht gerade verkaufsfördernd.

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Von der versprochenen Deregulierung dürften die großen Netzbetreiber am ehesten profitieren. Bürgerrechtsorganisationen wie die EFF befürchten schon, dass die 2015 verabschiedeten Regeln zur Netzneutralität wieder gelockert werden könnten. Wenn Trump hingegen nicht mehr will, dass "die USA von jedem gehackt werden", müsste er wohl die Anforderungen für die IT-Sicherheit von Produkten erhöhen.

Verteidigt Trump die Lkw-Fahrer vor autonomen Trucks?

Wenig Verständnis dürfte Trump auch für die Datenschutzbedenken der Europäer aufbringen. Es sind in seinen Augen sicher keine guten Deals für die USA, wenn die großen IT-Konzerne ihre Rechenzentren nach Europa verlagern, um beispielsweise die Daten vor dem Zugriff der US-Behörden zu schützen. Microsoft hat nicht ohne Grund seine Server in Irland vor dem Zugriff der US-Ermittler geschützt. Die IT-Konzerne wollen sich von Trump sicher nicht das boomende Cloudgeschäft in Europa kaputtmachen lassen.

Nicht ganz unproblematisch für die neue US-Regierung dürften zudem die Entwicklungen beim autonomen Fahren werden. Wird Trump tatenlos dabei zusehen, wenn Millionen Berufskraftfahrer durch autonome Lkw, Taxis und Lieferdrohnen ersetzt werden? Vor allem, wenn diese Lkw und Autos nicht in den USA hergestellt werden? Ein solcher Strukturwandel lässt sich nicht dadurch kompensieren, dass ein paar neue Fabriken im Land gebaut werden. Zwar stehen auch andere Staaten vor solchen Herausforderungen, doch Trump hat explizit einen Wahlkampf für solche Wähler geführt, die sich von den ökonomischen Folgen von Globalisierung und Digitalisierung abgehängt fühlen.

Entwickler wehren sich gegen Muslim-Registrierung

Die größte Gefahr für das Silicon Valley dürfte sicherlich für den Fall bestehen, dass Trump tatsächlich die Hürden für ausländische Arbeitnehmer in den USA deutlich höher setzt. Das wird in diesem Fall nicht durch den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko beeinflusst. Das Silicon Valley profitiert eher davon, dass viele talentierte Studenten, Akademiker und Programmierer aus Asien und Europa dorthin strömen. Schon jetzt haben sich fast 3.000 Entwickler und andere IT-Mitarbeiter aus dem Valley gegen die Pläne für eine Registrierung von Muslimen gewandt. Vielleicht übernimmt ja Trumps IT-Berater Peter Thiel mit seinem Unternehmen Palantir diesen sehr fragwürdigen Job. Es wäre sicherlich ein schlechter Deal für die USA, wenn viele gute Programmierer nun nach Europa oder Asien abwanderten.

Derzeit ist völlig unklar, was Trump von seinen Ankündigungen umsetzen wird. Bezeichnend dafür sind Aussagen aus dem Interview mit der Bild-Zeitung: "Das werde ich nicht so sagen, ich will nicht so sein wie Obama. (...) Ich werde nicht sagen, was ich mit dem Iran-Abkommen machen werde. Ich will mir nicht in die Karten gucken lassen. Schauen Sie, ich bin kein Politiker, ich gehe nicht raus und sage: 'Ich werde dies tun, ich werde das tun.' Ich muss tun, was ich tun muss."

Gemessen an der Logik, dass er bislang seine wahren Intentionen gar nicht offengelegt hat, könnte er auch in einigen Wochen gekränkt den Büttel hinschmeißen und sich vom Weißen Haus wieder in den Trump Tower zurückziehen. Schließlich sagte er in dem Interview mit der Bild-Zeitung: "Das Weiße Haus ist etwas ganz Besonderes, es gibt so viel zu erledigen, ich werde nicht oft weggehen. Ich werde im Weißen Haus sein und arbeiten, meine Aufgaben erfüllen, wer will schon das Weiße Haus verlassen." Übersetzt könnte das bedeuten: "Oh mein Gott, was habe ich mir da für eine Arbeit aufgehalst? Wie komme ich aus der Nummer schnell wieder raus?"

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

 Donald Trump: Ein unsicherer Deal für die IT-Branche

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Mauw 31. Jan 2017

An sich absolut richtig. m.leonberger hat es schon schön getroffen. Ein Putin z.B. ist...

GottZ 25. Jan 2017

flushen ist immer wichtig! sonst regt sich der nächste prozessbesitzer noch auf und...

slemme 23. Jan 2017

Vielen zumindest Trump hegt jedenfalls keinen Hass gegenüber Latinos, Moslems oder...

Noppen 21. Jan 2017

Ja, sicher. Er ist schnell mit dem Mund und da kommt auch gerne Blödsinn raus. Aber...

tonictrinker 21. Jan 2017

"Warum sollte BMW mit hohen Einfuhrzöllen bestraft werden, wenn es künftig seine 3er...



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