Donald Trump: Apple kündigt 100-Milliarden-Investition in US-Fertigung an

Apple hat seine Pläne für eine zusätzliche Investition von 100 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) in die amerikanische Fertigung über die nächsten vier Jahre bekanntgegeben. Die Ankündigung erfolgte bei einem Treffen von Apple-Chef Tim Cook und US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Dadurch steigen Apples geplante Investitionen in den USA bis 2029 auf 600 Milliarden US-Dollar.
Cook stellte Apples American Manufacturing Program vor, das darauf abzielt, Teile der Lieferkette in US-Produktionsstätten zu verlagern.
Mit dem neuen Programm wird Apple die gesamte Displayglasproduktion für iPhone und Apple Watch in die Vereinigten Staaten verlagern. Das Unternehmen plant eine Ausweitung der Partnerschaft mit Corning und die Errichtung der nach eigenen Angaben größten Smartphone-Glasproduktionsanlage der Welt in Harrodsburg im US-Bundesstaat Kentucky.
Die Fabrik soll das Displayglas für alle weltweit verkauften Apple-Geräte herstellen. Apple und Corning beabsichtigen zudem die Eröffnung eines gemeinsamen Innovationszentrums in Kentucky.
Apple erweitert Chipproduktion und Infrastruktur
Das American Manufacturing Program umfasst auch Pläne zur Ausweitung von Apples Halbleiterlieferkette. Apple nannte aber keine Details zu den geplanten Standorten oder zur zeitlichen Umsetzung.
Das Unternehmen kündigte eine erweiterte Vereinbarung mit Coherent an, das VSCEL-Laser für die Face-ID-Technik und andere iPhone- und iPad-Funktionen produziert.
Auch der Bau einer 23.000 Quadratmeter großen Serveranlage in Houston ist geplant. Diese soll die Funktionen Apple Intelligence und Private Cloud Compute unterstützen.
Cook skizzierte, in den USA sollten 20.000 Arbeitsplätze mit Schwerpunkt auf künstlicher Intelligenz, Chip-Engineering und Softwareentwicklung geschaffen werden.
Apple wird auch sein Rechenzentrum in Maiden im US-Bundesstaat North Carolina erweitern und die laufenden Bauarbeiten an Standorten in Nevada, Iowa und Oregon fortsetzen. Das Unternehmen plant zusätzlich die Eröffnung einer Apple Manufacturing Academy in Detroit zur Unterstützung kleiner und mittlerer US-Zulieferer.
Der Aktienkurs Apples stieg nach dem Treffen um etwa fünf Prozent.



