Don Daglow: "Das Geschäftsmodell 'bessere Grafik' steht vor dem Ende"

Die Spielebranche hat ihre Kunden falsch erzogen: Das jahrzehntelange Versprechen von immer schönerer Grafik funktioniere kaum noch, sagt Entwicklerlegende Don Daglow. Neue Geschäftsideen müssten her.

Artikel veröffentlicht am ,
Don Daglow auf der Quo Vadis 2015
Don Daglow auf der Quo Vadis 2015 (Bild: Golem.de)

Es gibt Computerspieler, die wegen noch schönerer Grafik viel Geld für leistungsstarke PCs, die aktuellste Konsole oder hochauflösende Bildschirme ausgeben - noch. Der Entwickler und Produzent Don Daglow ist jedoch überzeugt, dass die Hersteller von Games und Hardware ein Problem haben. Sie hätten ihre Kundschaft über Jahrzehnte zu sehr daran gewöhnt, dass neue Spiele auf den tollsten Geräten immer besser aussehen.

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Auf der Entwicklerkonferenz Quo Vadis 2015 zeigt Daglow ein paar Screenshots aus Sportsimulationen der vergangenen Jahre. Und tatsächlich können wohl nur Kenner ein Fifa 13 auf den ersten Blick von einem Fifa 14 oder 15 unterscheiden. Früher war das natürlich anders: Daglow zeigt Bilder aus älteren Baseballspielen. Viele hat er selbst mitentwickelt, und natürlich hat die Grafik in den Anfangstagen der Games rasante Fortschritte gemacht, die heute so nicht wiederholbar sind.

"Wir haben einen Endpunkt erreicht, weil es keine spürbaren Verbesserungen mehr geben kann", sagt Daglow. Das sei nicht für die ganze Branche ein Problem, aber doch für einen großen Teil. Denn die Grafik sei - oft unterschwellig - eine Kernbotschaft gewesen. Heute müssten die Publisher und Entwickler lernen, ihr Geschäft weiter zu fassen. Er selbst spreche meist auch nicht mehr davon, dass es um Spiele gehe, sondern um "Electronic Fun". Was zumindest im Ansatz auch Plattformen wie Smartphones und Tablets sowie neue Erfahrungen wie Touch- und Bewegungssteuerung einbeziehe.

Zweifel an Virtual Reality

Kritisch sieht Don Daglow übrigens auch Virtual Reality, Augmented Reality und ähnliche Technologien. Und das sogar im wahrsten Sinne: Auf der Quo Vadis erzählt Daglow, dass er seit seiner Geburt auf einem Auge blind sei und deshalb nicht stereoskopisch sehen könne. Gerade deshalb habe ihn das Thema seit längerem interessiert.

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Er verweist darauf, dass alle Technologien, die dezent an Oculus Rift erinnerten, nur in recht kleinen Nischen erfolgreich waren. Gemeint sind Geräte von den Zwei-Augen-Apparaturen aus dem 18. Jahrhundert über die Stereoskopie-Pappscheiben aus den 50er und 60er Jahren bis hin zu den aktuellen, mit Milliardenaufwand geförderten 3D-Fernsehern. Die Investition von Mark Zuckerberg in Oculus Rift hält er für einen Fehler. VR werde ebenfalls ein Nischenthema bleiben. Aber immerhin räumt auch Daglow ein: Wenn Headsets je eine Chance hatten, dann tatsächlich wohl jetzt.

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Astorek 29. Apr 2015

Wenn du mir Moon Patrol auf x86 zeigst, glaub ichs dir gerne. Das war eher eine...

Neogine 28. Apr 2015

Also was der Herr da erzählt halte ich für Schwachsinn! Die Entwicklung kann eigtl gar...

irata 26. Apr 2015

Du hast immer noch nicht verraten, worauf du hinaus willst? Was gehört (deiner Meinung...

janitor 25. Apr 2015

Ich weiß nicht, wie lange du FC3 gespielt hast. Für mich zählt FC3 zu einem der besten...



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