Domain: Richard Gutjahr pfändet Compact-online.de

Wegen ausstehender Kosten für eine einstweilige Verfügung hat Richard Gutjahr die Domain Compact-online.de pfänden lassen. Das Magazin hatte wahrheitswidrige Behauptungen über den Journalisten verbreitet.

Artikel veröffentlicht am ,
Richard Gutjahr auf der Republica 2017.
Richard Gutjahr auf der Republica 2017. (Bild: Sandro Halank/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 3.0)

Der Journalist Richard Gutjahr hat die Domain des Magazins Compact Online pfänden lassen. Gutjahr berichtet seit Jahren auch über Technik-Themen. Compact wird von dem Publizisten Jürgen Elsässer herausgegeben und vom Rechtsextremismusforscher Alexander Häusler als "rechtes Querfrontmagazin" bezeichnet. Auch Gutjahrs Anwalt schreibt in einer Mitteilung, man habe die "Rechte an der Domain eines rechtspopulistischen Verlags pfänden lassen."

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Eine baldige Abschaltung des Portals ist damit aber nicht zu erwarten. Vielmehr ging es bei dem Beschluss des Amtsgerichts Potsdam um die bislang nicht erfolgte Erstattung von Verfahrenskosten, für eine Unterlassungserklärung, wie Gutjahrs Anwalt Markus Kompa auf Anfrage mitteilte. In einem zweiten Schritt könnte Gutjahr eine Versteigerung der Domain beantragen, falls Compact weiterhin nicht zahlen sollte. Die Pfändung räumt Gutjahr also kein eigenes Verwendungsrecht der Domain ein, sondern ist lediglich Mittel zur Eintreibung der festgelegten Gebühren. Mittlerweile sollen die Gebühren beglichen sein.

Kosten einer einstweiligen Verfügung nicht bezahlt

Das Magazin habe im vergangenen Jahr wahrheitswidrig behauptet, dass Gutjahr von dem Anschlag in Nizza und dem Amoklauf in München vorab gewusst habe. Die Compact-Magazin GmbH habe "die vom Gericht festgesetzten Kosten einer einstweiligen Verfügung nicht bezahlt", sagte Kompa. Die Pfändung wird beim Denic eingetragen und bedeutet zunächst eine Art Sperrvermerk, sodass der bisherige Eigentümer die Domain nicht verkaufen darf. Compact Online hat eine Anfrage für eine Stellungnahme über die Webseite des Magazins bislang nicht beantwortet.

Gutjahr selbst beschrieb seine Auseinandersetzungen mit zahlreichen Verschwörungstheoretikern in einem Ted-Talk und einem Artikel in seinem Blog. Seit mehreren Monaten geht er juristisch gegen verleumderische Behauptungen vor und äußerte dabei auch Kritik an Google und anderen Plattformbetreibern, weil diese meist nur zögerlich gegen Falschbehauptungen vorgehen würden.

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Der Held vom... 25. Jan 2018

Ich sehe durchaus den Unterschied. Du weigerst dich lediglich, das Ganze rational zu...

qq1 25. Jan 2018

danke für eure hilfen. hab grade gesehen, dass man für die domain bieten kann. kenne mich...

redmord 25. Jan 2018

Genau das sehe ich ebenfalls nicht gegeben.

myDCL 24. Jan 2018

Ich glaube nicht so sehr, dass es immer mehr werden. In jedem Dorf gab es einen oder...



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