Domain-Registrierung: Mehrheit widerspricht Icann-Plan zur .org-Preiserhöhung

Die für die Verwaltung von Domainnamen zuständige Organisation Icann überlegt, die bisherigen Preisschranken aufzuheben. Begonnen werden soll damit für die TLD .org. Die öffentlichen Kommentare dazu sind bisher fast ausschließlich negativ.

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Die Icann verwaltet als Dachorganisation die Vergabe von Domainnamen weltweit.
Die Icann verwaltet als Dachorganisation die Vergabe von Domainnamen weltweit. (Bild: Ricardo, flickr.com/CC-BY 2.0)

Die Verwaltungsorganisation für Domainnamen, Icann, verhandelt derzeit den Vertrag mit dem Betreiber der TLD .org. Der neue Vertrag sieht vor, die bisher gültigen Beschränkungen für Preiserhöhungen der Endkunden aufzuheben, was zu einer Vielzahl negativer Kommentare geführt hat. Die TLD gilt abseits der bekannten Länder-TLDs als eine der wohl bekanntesten und am weitesten verbreiteten überhaupt. Betrieben wird .org von dem nicht gewinnorientierten Unternehmen Public Interest Registry, richtet sich an gemeinnützige Organisationen und wird von vielen Open-Source-Projekten genutzt.

Die Registrys haben eine Art natürliches Monopol, da nur diese letztlich Domainnamen für ihre jeweilige TLD vergeben können. Über sogenannte Registrare, die als eine Art Vermittler oder Wiederverkäufer auftreten, werden die Domains schließlich an Kunden für eine meist jährliche Gebühr verkauft. Die Preiserhöhung beim Erneuern der Domains ist bisher auf maximal 10 Prozent beschränkt.

Diese Beschränkung soll in dem neuen Vertrag aufgehoben werden. Ähnliche Verträge werden derzeit auch für die TLDs .info oder .biz verhandelt. Der Registrar Namecheap weist darauf hin, dass die neuen Vertragsbedingungen eine Anpassung an andere Verträge bringen sollen, die bereits für die sogenannte gTLDs gelten. Dort gibt es keinerlei Beschränkung für die Preise.

Für die Verträge gibt es eine öffentliche Kommentarphase, die am morgigen Montag, den 29. April, beendet werden soll. Bisher sind die Kommentare mehrheitlich negativ. Ob und inwiefern Icann darauf reagieren wird, bleibt abzuwarten. Eile ist aber geboten, immerhin läuft der bestehende Vertrag am 30. Juni dieses Jahres aus.

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