Der Markt für kompakte Elektroautos ist in den vergangenen anderthalb Jahren in Deutschland deutlich interessanter geworden. Modelle wie der Inster von Hyundai bieten Elektromobilität vor allem für die kurzen Entfernungen zu Preisen von teilweise deutlich unter 25.000 Euro.
In dem Marktsegment der Klein- und Kleinstwagen möchte auch BYD mitmischen und hat seit diesem Sommer mit dem Dolphin Surf ein Elektroauto mit zwar komischem Namen, aber guten Leistungsdaten im Portfolio. Der Dolphin Surf ist ab 23.000 Euro erhältlich und verfügt bereits in dieser Einstiegsvariante über einige interessante Funktionen.
Unser Testfahrzeug jedoch ist die Topversion Comfort, die einen größeren Akku, reichlich Kameras, beheizte Sitze und weitere Komfortfunktionen hat. Dafür werden dann aber auch 31.000 Euro fällig – lohnt sich der Dolphin Surf zu diesem Preis noch? Und wie schlägt er sich gegenüber dem Inster?
Guter Wendekreis und angenehme Länge
Der Dolphin Surf ist 3.990 mm lang, 1.720 mm breit und 1.590 mm hoch, unsere Comfort-Version wiegt 1.390 Kilogramm. Mit diesen Maßen geht das Manövrieren auch in engeren Straßen problemlos, wozu auch ein guter Wendekreis beiträgt – offiziell liegt der Wenderadius bei 4,95 m.
Vom Design her ist der Dolphin Surf relativ unaufgeregt. Bei der Vorstellung des Wagens hat uns das Aussehen durchaus gefallen, nach zwei Wochen sind uns aber ein paar Dinge aufgefallen, die wir weniger schön finden. Aber zunächst das Positive: Die Front gefällt uns gut, bei unserem schwarzen Modell fällt auch der praktische Kunststoff-Bumper nicht sofort auf.
Bild 1/33: Der BYD Dolphin Surf hat ein 7 Zoll großes Fahrdisplay, auf dem alle wichtigen Informationen angezeigt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 2/33: Das Cockpit des Dolphin Surf ist übersichtlich, in der Mitte ist ein 10,1 Zoll großes Infotainment-Display eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 3/33: Der Dolphin Surf hat einen recht großen Spoiler am Heck. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 4/33: Die Fenster der hinteren Türen werden zum Heck hin sehr schmal - das führt zu etwas unproportional wirkenden Türgriffen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 5/33: Der Dolphin Surf verfügt über Kameras und Sensoren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 6/33: Die Comfort-Variante hat zudem noch Kameras an den Seiten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 7/33: Die Bedienelemente entsprechen denen des BYD Seal, die Buttons wirken aber etwas preiswerter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 8/33: Die Außenspiegel lassen sich über physische Buttons einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 9/33: Auch unter dem zentralen Display gibt es eine Reihe von physischen Tastern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 10/33: In der Mittelkonsole ist in der Comfort-Version ein Ladepad für Smartphones verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 11/33: Unter der Mittelkonsole gibt es ein kleines Staufach, ansonsten ist der Stauraum eher begrenzt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 12/33: Die Sitze lassen sich elektrisch verstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 13/33: Im Dolphin Surf lässt sich bei zurückgeklappten hinteren Sitzen eine Menge verstauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 14/33: Unterhalb des Kofferraumbodens ist Platz für Kleinkram. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 15/33: Der Kofferraum fasst 308 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 16/33: Einen Frunk hat der Dolphin Surf nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 17/33: Die Rücksitze sind einfach, aber durchaus bequem auf nicht allzu langen Strecken. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 18/33: Die vorderen Plätze im Dolphin Surf (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 19/33: Die Kniefreiheit hinten ist durchschnittlich, auch für den Kopf ist Platz. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/33: Passagiere im Fond haben eine kleine Aufbewahrungsschale. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/33: Auch hinten gibt es elektrische Fensterheber. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/33: Die obere Abdeckung des Armaturenbrettes ist vom Design her gewöhnungsbedürftig; uns gefällt der 3D-Drucker-Look nicht so gut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/33: Das Display in der Mitte lässt sich wie bei BYD üblich auf Knopfdruck drehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/33: Die Comfort-Variante des Dolphin Surf hat sehr gute Kameraansichten inklusive einer 3D-Ansicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/33: Der Gangwahlschalter ist ebenfalls in der Mitte eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/33: Etwas ungewohnt und versteckt: Die Auswahltaste für den Parkmodus ist an der Seite eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/33: Das Fahrdisplay zeigt alle wichtigen Informationen an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/33: Die Lampen im Fahrzeughimmel sind Touch-gesteuert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/33: Die Warntöne für Tempoüberschreitungen lassen sich per Shortcut deaktivieren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 30/33: Der Dolphin Surf hat Keyless Entry und Keyless Go. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 31/33: Auch auf der Autobahn fährt sich der Dolphin Surf angenehm - bis 125 km/h auch mit Lenkassistent.
Bild 32/33: Der Dolphin Surf hat ein recht sportliches Design. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 33/33: An der Seite zieht sich eine Linie quer bis zum Heck. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die relativ kurze Motorhaube ist zu den Seiten hin leicht erhöht, zusammen mit den LED-Scheinwerfern gibt das eine fast schon sportliche Front. An beiden Seiten zieht sich eine Linie in der Karosserie von den vorderen Radkästen hoch zum Heckspoiler. Dieses Designelement führt zum ersten Detail, das uns weniger gut gefällt.
Durch die schräge Linie werden die Fenster der hinteren Türen nach hinten hin sehr schmal. Das führt dazu, dass die Griffe der Türen optisch so wirken, als seien sie viel zu tief – wenngleich sie auf der gleichen Höhe sitzen wie die der vorderen Türen. Das führt zu einer eigenartigen Optik, die den sportlichen Look etwas stört. Wohl aus Kostengründen hat BYD beim Dolphin Surf klassische Türgriffe verbaut und keine, die in der Karosserie versenkt werden.