Vor mehr als 13 Milliarden Jahren
Eine andere Folge der Reihe, Die kosmische Zeitmaschine, beschäftigt sich mit der Entwicklung des James-Webb-Weltraumteleskops, das nach dem zweiten Leiter der Nasa benannt wurde. Es war mehr als 20 Jahre in der Entwicklung und kostete mehr als zehn Milliarden US-Dollar.
Dabei ist es nicht nur ein Triumph der Technik und ein Beweis dafür, wozu der menschliche Geist fähig ist, sondern auch ein totaler Glücksfall. "Failure is not an option", ist das Motto der Nasa, aber vor allem ist es ein guter Werbespruch. Denn das Versagen war beim James-Webb-Teleskop auf jedem Schritt der Reise möglich.
Tatsächlich gab es mehr als 300 sogenannte Single Points of Failure – das sind Risikopunkte im Design, beim Zusammenbau, der Implementierung des Systems, dem Start und dem Zusammenbau des Teleskops im All. Mehr als 300 Möglichkeiten des Versagens also. Darum heißt es hier auch sehr treffend: "Ein Ingenieur, der nach einer erfolgreichen Mission sagt, dass kein Glück im Spiel war, ist entweder dumm oder er lügt."
Die Dokumentation ist gut darin, innerhalb recht kurzer Laufzeit die Entwicklung, die Hürden und die Inbetriebnahme des Weltraumteleskops zu beschreiben. Die Bilder, die es liefert, sind am Ende zu sehen – sie sind nicht weniger als spektakulär und traumhaft schön. Bilder, die Galaxien, Nebel und Sterne in einem Detailreichtum zeigen, der einzigartig ist.
Ursprünglich rechnete die Nasa damit, dass das James-Webb-Weltraumteleskop fünf Jahre im Einsatz sein würde, jetzt geht man von eher zehn aus. Die Hoffnung ist, etwas zu entdecken, mit dem man gar nicht gerechnet hätte. Weil bisher jedes Teleskop, zum Beispiel auch Hubble, Erkenntnisse mit sich brachte, die nicht erwartet wurden.
Die Unbekannt-Dokumentationen sind gut gemacht, die Themen variieren, treffen aber sicher nicht alle Geschmäcker. Killerroboter und Die kosmische Zeitmaschine sind für Technik- und Weltraum-Interessierte aber sehenswert – die eine, weil sie im Grunde von einer Dystopie erzählt, die andere, weil sie zum Träumen einlädt.
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| Dokureihe: Zum Träumen - und zum Gruseln |
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Wenn man die Geschichte des JWST nur ein bisschen im Web verfolgt ha über die Jahre...
Mein Gott schau halt nicht hin. Man kann es sich aber auch schwer machen lol
Naja so ungefähr. Es ist halt aus der Sicht der Wissenschaftler erzählt, die sind dann...