Dokumentenkonverter: Pandoc 3.0 ist komplett umgebaut
Der unter der GNU-GPLv2-Lizenz stehende Markup-Dokumentenkonverter Pandoc(öffnet im neuen Fenster) wurde für das Epochale Release 3.0(öffnet im neuen Fenster) ziemlich komplett renoviert. Aus dem Programm sind drei Pakete geworden, dazu gibt es neue Features, vor allem im Themenbereich der komplexen Abbildungen, und viele der von Haus aus unterstützten Formate haben Verbesserungen erfahren, sowohl in den lesenden als auch in den schreibenden Komponenten.
Dass Pandoc 3.0 so viele Änderungen enthält, ist nicht zufällig. Das Projekt folgt der Haskell Package Versioning Policy(öffnet im neuen Fenster), die nicht so sehr der modernen Sichtweise folgt, dass jede Änderung immer möglich sein muss, sondern lieber auf aussagekräftige Versionsnummern setzt.
Dabei ist die Wertigkeit immer im Format EPOCH.MAJOR.MINOR.PATCH angegeben. Da einfache inkompatible Updates (also so genannte breaking Updates) nach diesem Schema nur ein Update in der Major-Version benötigen, kann man davon ausgehen, dass für eine Version mit Änderung in der Epoch-Stelle noch grundlegendere Umstellungen zu erwarten sind.
Pandoc 3.0 besteht aus drei Paketen statt nur einem
Eine solche grundlegende Umstellung ist, dass Pandoc 3.0 in drei Pakete aufgeteilt wurde. Die neuen Pakete tragen die Namen pandoc-server, pandoc-cli und pandoc-lua.
pandoc-lua besteht aus der bisherigen Komponente, mit der Nutzer weitere Dokumentenformate zur Nutzung in Pandoc implementieren – in der Programmiersprache Lua. pandoc-server ist das richtige Paket, um Pandoc 3.0 als Server aufzusetzen, während pandoc-cli (das cli steht für Command Line Interface) das normal ausführbare Programm mit Kommandozeilenparametern darstellt.
Das hat sich auch noch geändert
An den eigentlichen Optionen für die Kommandozeile gibt es diverse Änderungen, einige kamen dazu, andere fielen weg. Innerhalb der lesenden und schreibenden Komponenten für die einzelnen Formate gibt es auch einige Änderungen, als roter Faden durch alle Formate aber ist die Integration komplexer Abbildungen zu nennen. In der Revisionshistorie ist das mit "Unterstützung von komplexen Abbildungen" vermerkt. "Es gibt jetzt einen eigenen Figure-Block-Konstruktor für Abbildungen. Der alte Trick, eine Abbildung als Para [...] darzustellen, wurde fallen gelassen", heißt es dort.
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