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Das Ende von Doge

Musk könnte sich auch daran gestört haben, dass die US-Flugsicherung darauf verzichtet, das Satellitenkommunikationssystem Starlink von Musks SpaceX zu verwenden. Als Reaktion auf Musks Äußerungen sagte Trump, er sei sehr enttäuscht von Elon. Auf Spekulationen Trumps, Musk habe seinen Abschied aus dem Weißen Haus nicht verkraftet, regierte Letzterer mit der trotzigen Aussage: "Ohne mich hätte Trump die Wahl verloren" .

Auf die Drohung des US-Präsidenten , Musks Firmen alle Subventionen und staatlichen Verträge zu entziehen, entgegnete dieser, Donald Trumps Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein öffentlich zu machen.

Musk verliert politische Machtspiele

Nach weiteren Eskalationsstufen stellten sich viele Berichterstatter die Frage, ob jemand mit mehr Geld oder jemand mit mehr Macht dem jeweils anderen mehr Schaden zufügen könnte. Den Kampf um den politischen Einfluss, verlor Musk am Ende allerdings , da sich die Mitglieder der republikanischen Partei auf die Seite ihres Präsidenten stellten.

Nur sechs Tage nach dem verbalen Schlagabtausch entschuldigte sich Musk für sein Verhalten und schrieb in einem Beitrag auf X, dass er einige seiner Beiträge über Trump bedauere und diese zu weit gegangen seien. Die Phase des Bedauerns hielt aber nur bis zum 30. Juni 2025, als Musk erneut anfing, das geplante Haushaltsgesetz mit harschen Worten zu kritisieren.

Dabei attackierte er Trump zwar nicht persönlich, drohte aber Abgeordneten der Republikaner damit, Gegenkandidaten zu unterstützen, sollten sie für das Gesetz stimmen. Auch hierauf reagierte Trump wieder mit der Drohung , Subventionen zu kürzen, die Musks Firmen beträfen und wendete Doge mit den Worten "Vielleicht sollten wir das Doge bitten, sich das einmal genau anzusehen?" gegen den Unternehmer. Nachdem das Steuergesetz am 1. Juli 2025 verabschiedet wurde, gaben Trump und Musk bekannt, den Streit nicht weiter eskalieren zu wollen.

Doge existiert nicht mehr

Unterdessen zeigen sich die Auswirkungen der unkontrollierten Massenentlassungen von Regierungsmitarbeitern, von denen auch Tech-Beamte , IT-Experten und Cybersecurity-Spezialisten im Staatsdienst betroffen waren. Nicht nur forderte die US-Regierung Beamte dazu auf, nach deren fast sieben Monate andauernden Freistellung wieder an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren , mit einem groß angelegten Rekrutierungsprogramm ist man zudem auf der Suche nach ITlern , die dabei helfen sollen, die wichtigsten technischen Herausforderungen der US-Regierung lösen.

Am 24. November 2025 sagte der Direktor des Office of Personnel Management (OPM), Scott Kupor, der Nachrichtenagentur Reuters: "Das Doge existiert nicht mehr" und gab damit acht Monate vor dem Auslaufen des Mandats das Ende von Doge bekannt.

Dessen Aufgaben und Mitarbeiter seien von anderen Bundesbehörden übernommen worden und auch die Zielvorgaben für den Personalabbau existierten nicht mehr, sagte Kupor. Der Aufgabe, die Verschwendung von Regierungsgeldern aufzudecken, wolle Trump auch ohne Doge weiter nachkommen.

Verschwendung tief im System verwurzelt

Für Elon Musk ist diese Verschwendung allerdings tief im System verwurzelt, wie er in einem Interview mit der ehemaligen Doge-Beraterin Katie Miller sagte. Er glaube außerdem nicht, dass eine Arbeit das Chaos wert war und bezeichnete seine Tätigkeit für Doge als "ein bisschen" erfolgreich.

Er kritisierte zudem, dass das Stoppen von Zahlungen, die seiner Meinung nach auf politische Korruption zurückzuführen seien, zu sehr starken Gegenreaktionen geführt hätten. Zudem sei er nach wie vor der Ansicht, dass eine geringstmögliche Menge an Regierungsarbeit zu begrüßen sei. Eine Aufgabe wie die bei Doge würde er allerdings nicht noch einmal übernehmen, sagte der Unternehmer.

Während die Tesla-Aktie nun wieder neue Rekorde erreicht, führen Musks Aussagen zu Kernfusion und Rechenzentren im Weltall zu Stirnrunzeln. Ob er sich endgültig aus der Politik zurückgezogen hat, bleibt abzuwarten.


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