Doge, die paramilitärische Bürokratieeinheit
Aggressiv und mit hoher Geschwindigkeit tauchten Doge-Teams in immer mehr US-Behörden auf und folgten dem Plan des Project 2025 , eine schnelle Übernahme der gesamten Exekutive vorzunehmen. Als paramilitärische Bürokratieeinheit, die sich nicht an gesetzliche Prozesse hält, setzte Doge unter der Leitung von Elon Musk Entscheidungen direkt um, umging Transparenzgesetze und entließ, beziehungsweise ersetzte jeden, der sich gegen den Kurs stellte.
Zwar reagierten US-Gerichte schnell mit der Anordnung von Einschränkungen, es wuchs aber die Sorge, ob sich Trump und Musk überhaupt an richterliche Anordnungen halten würden.
Kein Angestellter der US-Regierung
Einen Höhepunkt der Doge-Aktivitäten stellte die Auflösung der Behörde für Entwicklungshilfe USAID dar. Am 18. März 2025 erließ ein US-Bezirksgericht eine einstweilige Verfügung, in der die Auflösung von USAID als mehrfacher Verstoß gegen die Verfassung der USA bezeichnet wurde.
Nachdem Musks Doge auch die Verbraucherschutzbehörde für Finanzen demontiert , Chaos bei der Behörde für Atomsicherheit verursacht und auch Einrichtungen für Veteranen sowie die Parkbehörde gegen sich aufgebracht hatte, verlangte die US-amerikanische Öffentlichkeit Klarheit darüber, wer die Verantwortung für all das trägt.
In einem vor Gericht eingereichtem Schreiben erklärte die US-Regierung, dass Musk den Status eines besonderen Regierungsangestellten habe , kein Angestellter des Department of Government Efficiency sei und auch keine Entscheidungsbefugnisse habe. An anderer Stelle wurde die kaum in Erscheinung getretene Amy Gleason als Verwalterin von Doge benannt.
Nur Vorteile, aber keine Verpflichtungen
Den Versuch, die Frage zu klären, welche Rolle Musk innehat, fasste eine Richterin mit folgenden Worten zusammen: "Es handelt sich im Wesentlichen um einen Privatmann, der eine Organisation, die keine Bundesbehörde ist, anweist, Zugang zur gesamten Arbeitsweise der Bundesregierung zu haben, zu feuern, einzustellen, zu kürzen, Verträge abzuschließen, Programme zu beenden, und das alles offenbar ohne jegliche Kontrolle durch den Kongress."
Auch wurde immer deutlicher, dass die Trump-Regierung versuchte, den Status von Doge als Behörde, Gremium oder Regierungseinrichtung unklar zu lassen, was laut einem weiteren Richter "dem Wunsch zu entspringen scheint, den Verpflichtungen zu entgehen, die mit dem Status einer Behörde einhergehen [...] und gleichzeitig nur die Vorteile auszukosten."
Weitere Gerichtsurteile untersagten Doge den Zugriff auf nicht anonymisierte Daten der US-Steuerbehörde und persönliche Daten von US-Bürgern bei der Sozialversicherungsbehörde . Generalstaatsanwälte der US-Bundesstaaten wurden zudem nicht müde, Musks Befugnisse aufzuklären und gaben in ihren Klagen gegen die US-Regierung an , dass "Präsident Trump praktisch unbegrenzte Befugnisse ohne eine ordnungsgemäße gesetzliche Ermächtigung durch den Kongress und ohne eine sinnvolle Aufsicht über seine Aktivitäten an Herrn Musk delegiert" habe.



