Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Document Foundation: Libreoffice schwärzt und archiviert besser

Die Document Foundation hat eine neue Version von Libreoffice veröffentlicht. Die bringt insbesondere einen Geschwindigkeitsgewinn beim Öffnen von großen Dokumenten. Außerdem ist es möglich, Dokumente professionell zu schwärzen.
/ Andreas Sebayang
22 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Damit wertvolle Schriftstücke für die Zukunft erhalten bleiben, beherrscht Libreoffice PDF/A-2. (Symbolbild) (Bild: Menahem Kahana/AFP/Getty Images)
Damit wertvolle Schriftstücke für die Zukunft erhalten bleiben, beherrscht Libreoffice PDF/A-2. (Symbolbild) Bild: Menahem Kahana/AFP/Getty Images

Libreoffice 6.3(öffnet im neuen Fenster) ist fertig. Die neue Version bringt vor allem Verbesserungen für Anwender, die mit komplexen Daten arbeiten müssen. So wurden die Komponenten Writer und Calc laut der Foundation deutlich beschleunigt, wenn große Dateien geöffnet werden müssen. Machbar wurde das, weil die Entwickler von der Community besonders schwer zu öffnende Dateien gespendet bekommen haben und damit optimieren konnten. In einigen Sonderfällen gelang es, die Ladezeiten um 99 Prozent zu reduzieren. Dabei geht es vor allem um Dateien, die mehrere Minuten zum Öffnen gebraucht haben. Der reguläre Nutzer mit einfachen Dokumenten wird von der Beschleunigung vermutlich nicht viel merken. Der Nutzer großer Tabellenkalkulationen hingegen schon. Beschleunigt wurde zudem das Speichern als .xls-Datei.

Optimiert wurde zudem der Export von Dateien, die unter die Langzeitarchivierungspflicht fallen. PDF/A wird mit Libreoffice 6.3 auch in der PDF/A-2-Version unterstützt. PDF/A-1 wird weiterhin unterstützt. Eine Schwärz-Funktion gibt es in Libreoffice jetzt auch. Das soll vor allem die klassischen Anwenderfehler erschweren, in denen etwa Schrift einfach nur mit einem schwarzen Balken übermalt wird, die Schrift aber beispielsweise aus einem Dokument noch, schlimmstenfalls per Copy & Paste, herausextrahiert werden kann.

Neu ist außerdem ein "ordentlicher" Konsolenmodus für Windows-Nutzer. Die Document Foundation verspricht dadurch eine verbesserte Batch-Bearbeitung von mehreren Dokumenten, etwa zur reihenweisen Konvertierung. In Impress ist es möglich, mehrere Animationen per Drag-and-Drop neu zu positionieren. Libreoffice 6.3 ermöglicht außerdem das Öffnen von Visio-Dateien. Diese können aber nur gelesen und nicht bearbeitet werden.

Für Neulinge, aber auch erfahrene Nutzer gibt es zudem den Tagestipp. Der soll wertvolle Ratschläge liefern, die aus der Community kommen und die nicht jeder kennen dürfte, wie aus dem Blogeintrag hervorgeht(öffnet im neuen Fenster) . Wie üblich wurde auch eine große Anzahl von Fehlern beseitigt. Weitere Informationen finden sich in den ausführlichen Release Notes(öffnet im neuen Fenster) .

Libreoffice 6.3 kann auf den Seiten der Document Foundation heruntergeladen werden(öffnet im neuen Fenster) .


Relevante Themen