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Docsis 3.1: Unitymedia bereitet erste Gigabit-Stadt vor

Unitymedia will vor Vodafone Kabel die ersten Zugänge mit Docsis 3.1 anbieten. Diese bieten bei vollem Ausbau bis zu 10 GBit/s im Downstream und bis zu 1 GBit/s im Upstream.
/ Achim Sawall
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Arris, ein wichtiger Partner von Liberty/Unitymedia (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Arris, ein wichtiger Partner von Liberty/Unitymedia Bild: Achim Sawall/Golem.de

Unitymedia wird den Netzwerkstandard Docsis 3.1 einführen und nach erfolgreichen Tests bald sehr hohe Datenraten anbieten. Unitymedia-Sprecher Helge Buchheister sagte Golem.de nach der Ankündigung von Vodafone zum Giga-Ausbau in Bayern im Jahr 2019 mit Docsis 3.1: "Einen ersten großen Feldtest mit Kundenbeteiligung planen wir für 2017, im Anschluss wollen wir dann – sofern die Voraussetzungen erfüllt sind – die erste Giga-City Deutschlands ans Netz bringen, das heißt ein GBit-Angebot für die dort ansässigen Kabelkunden verfügbar machen."

Mit voll ausgebautem Docsis 3.1 lassen sich in Koaxialnetzen Datenraten von bis zu 10 GBit/s im Downstream und bis zu 1 GBit/s im Upstream erzielen. Unitymedia bereitet nach eigenen Aussagen bereits den Roll-out von Docsis 3.1 in seinem Netz vor. Unitymedia nennt Docsis 3.1 Gigasphere.

Koaxial ist kein Glasfaser

Jedoch ist das TV-Kabelnetz meist nur in den Ballungszentren ausgebaut. Schwachstellen des Koaxialkabels sind zudem der Upload und die schwachen Ping-Zeiten.

Laut Buchheister erweitert Unitymedia zurzeit in vielen Regionen das Netz in der Fläche und erschließt bisher nicht versorgte Gebiete. "Dabei verlegen wir bis zum Kunden Glasfaser. Parallel zur Einführung von Gigasphere, den Netzausbau in der Spitze für höhere Geschwindigkeiten, treiben wir die Netzentwicklung weiter voran: Netzsegmente werden fortlaufend durch Nodesplits verkleinert und die Glasfaser immer näher zum Kunden gebracht."

Für Gigabit-Zugänge in ganz Deutschland sei ein Technologiemix aus Glasfasernetzen, Kabelnetzen auf Basis von Docsis 3.1. und dem Mobilfunknetz der 5. Generation nötig, meinte Buchheister. "Das HFC-Netz ist dabei unverzichtbar, denn es hat dabei einen entscheidenden Vorteil und Vorsprung: Es liegt bereits im Boden und ist die einzige Infrastruktur, die zeitnah Gigabitgeschwindigkeiten im Massenmarkt etablieren kann, also Gigabit-Internet nahezu flächendeckend für Endverbraucher verfügbar machen kann." Denn über 70 Prozent der Haushalte seien ans HFC-Netz und darüber an gigabitfähige Netze angeschlossen, doch nur 7 Prozent mit FTTB/H (Fiber To The Building/Fiber To The Home).


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