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Docsis 3.1: Magenta Telekom bringt Gigabit im Kabelnetz

In Österreich ist die Telekom Kabelnetzbetreiber und bietet nun in Niederösterreich Docsis 3.1. Ab Ende Januar geht es für 10.000 Haushalte los. Doch den Tiefbau vom Pressebild gab es gar nicht.
/ Achim Sawall
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v.l.nr.: Purkersdorf Bürgermeister Stefan Steinbichler, Stadtamtsdirektorin Claudia Winkler-Widauer und Magenta-Telekom-CTIO Volker Libovsky. (Bild: Magenta/Hinterramskogler)
v.l.nr.: Purkersdorf Bürgermeister Stefan Steinbichler, Stadtamtsdirektorin Claudia Winkler-Widauer und Magenta-Telekom-CTIO Volker Libovsky. Bild: Magenta/Hinterramskogler

Das Koaxialkabelnetz von Magenta Telekom in Österreich wird mit Docsis 3.1 ausgebaut. Das gab das Unternehmen am 14. Januar 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Für über 10.000 Haushalte und Betriebe bedeutet dies eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu einem Gigabit pro Sekunde. Der Upload beträgt bis zu 50 MBit/s.

In Niederösterreich erhalten Breitenfurt, Gablitz, Kaltenleutgeben, Laab im Walde, Mauerbach, Purkersdorf und Untertullnerbach ab dem 27. Januar 2020 das Upgrade.

Laut der Bebilderung der Presseinformationen(öffnet im neuen Fenster) durch Magenta Telekom mit Schutzhelm und Glasfaserkabel war für den Ausbau des Koaxialnetzes in Niederösterreich Tiefbau nötig. Der Ausbau auf Docsis 3.1 kommt jedoch in der Regel(öffnet im neuen Fenster) mit sehr wenig oder gar keinem Tiefbau aus. Wenn es erforderlich ist, wird bei einer Segmentierung Koaxial- gegen Glasfaserkabel ausgetauscht. An den Übergabepunkten (Schaltkästen) an den Straßenecken werden aktive Bauteile getauscht. Sie sind notwendig, um die mit DOCSIS 3.1 möglichen höheren Bandbreiten zu übertragen.

Um den Ausbau nutzen zu können, müssen Kunden einen Gigabit-Tarif buchen und benötigen einen neuen Router.

Österreichweit investiert Magenta Telekom nach eigenen Angaben von 2018 bis 2021 rund eine Milliarde Euro, um sein Kabel- und Mobilfunknetz auszubauen.

Unternehmenssprecher Lev Ratner sagte Golem.de: "Ein Tiefbau war nicht notwendig. Nachdem wir letztes Jahr in Wien erstmals Gigabit-Internet eingeführt haben, folgen nun die genannten Gemeinden, die im Umland Wiens liegen. Weitere von dem Magenta-Kabelnetz versorgte Regionen in Österreich folgen schrittweise. "

Der Mobilfunkbetreiber T-Mobile Austria hatte im Dezember 2017 den Kabelnetzbetreiber UPC Austria für 1,9 Milliarden Euro gekauft. UPC Austria war eine Tochter von Liberty Global, dem weltgrößten Kabelnetzbetreiber. Die Europäische Kommission hatte die Übernahme ohne Auflagen genehmigt , weil sie wettbewerbsrechtlich unbedenklich sei und sich die Tätigkeiten und die Vermögenswerte weitgehend ergänzten.


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