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Docsis 3.1: Keine Enttäuschung mit 1 GBit/s im Kabelnetz

Docsis 3.1 im Koaxialkabelnetz erreicht meist annähernd die versprochenen Giga-Datenraten. Ein Absturz am Abend wegen überlasteter Nodes findet nicht statt.

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Das Kabelnetz ist besser als sein Ruf.
Das Kabelnetz ist besser als sein Ruf. (Bild: Golem.de Leser)

Die Nutzer von 1-GBit/s-Zugängen im Kabelnetz mit Docsis 3.1 sind zufrieden mit der gebotenen Leistung. Das ergab eine kleine Umfrage unter Lesern von Golem.de bei Facebook und Twitter, von der wir eine Auswahl veröffentlichen. Es erstaunt, dass Vodafone bisher seine Kunden nicht selbst befragt hat und mit den Aussagen an die Öffentlichkeit gegangen ist.

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"Ich habe seit ein paar Monaten einen 1-GBit/s-Anschluss von Vodafone", erfahren wir aus dem relativ ländlichen Standort Heiligenhafen, einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein. Der Router ist das Standardmodell von Arris. "Die Downloadrate schwankt zwischen circa 600 und 900 MBit/s. Meistens bewegt sie sich bei rund 800 MBit/s. 1.000 MBit/s werden nicht erreicht." Die Latenz liegt zwischen 10 und 15ms zu Google- und Vodafone-Servern. Überraschend im Kabelnetz: Es gibt kaum tageszeitabhängige Schwankungen, diese treten eher unerwartet auf.

Bei einem Leser aus Oldenburg in Niedersachsen war im Vodafone-Netz die Datenrate anfangs sehr gut. Auch abends werden 930 MBit/s geliefert, was durch den TP-Link-Router begrenzt war. "Aktuell liege ich am Wochenende oder Abends 'nur' bei etwa 600 bis 700 MBit/s, wobei das für mich noch kein Grund zur Beschwerde ist." Umgestellt wurde der Zugang Mitte Februar von zuvor 200 MBit/s, was ohne Einschränkungen verlief. Die Latenz liegt bei VD/KD Servern in Hamburg bei 8 bis 10ms, alle anderen, schnellen Server liegen bei etwa 15 bis 20ms.

In Mainz erreicht ein Vodafone-Kunde mit einem Anschluss von Vodafone, der 1 GBit/s Download und 50 MBit/s im Upstream verspricht, 920 MBit/s beziehungsweise 49,14 MBit/s. Der Ping liegt bei 9ms. Ein gelegentlich auftretender Packet Lost lässt sich zumeist mit einem Vodafone-Modem-Restart beheben. "Das ist trotzdem ärgerlich und auch durch den Vodafone-Support in vier bis fünf Anläufen nicht behoben worden", kommentiert der Leser.

"Tagsüber und auch nachts habe ich immer über 900 MBit/s, die Latenz schwankt von 6 bis 8 ms nach München. Der Upload ist bei 50 MBit/s gecapped und erreicht meist 40 bis 45 MBit/s", meldet ein Leser aus Landshut, der auch eine 1-GBit-Leitung von Vodafone nutzt. "Bis jetzt gab es über diese Leitung keine Probleme."

Bislang nur ein Einbruch bei der Datenrate

In der kleineren Stadt Pinneberg bei Hamburg wird im Netz von Vodafone mit einem Gigabit-Zugang meist das maximale Tempo 934 MBit/s erreicht, das der Router schafft. "Ich nutze den Router von Vodafone im Bridge Mode und habe meinen eigenen Router von Asus (RT-AC87) dahinter geschaltet." Es gab bisher erst einen heftigeren Einbruch auf 300 MBit/s, doch nach einem Neustart des Vodafone- Routers und -Modems war das Problem gelöst.

Ein Berliner Gigabit-Kunde bei Vodafone berichtet: "Die Datenrate kommt fast immer an, meistens natürlich nur über mehrere Verbindungen. Abends ist der Durchsatz bei mir seltsamerweise besser als tagsüber, obwohl es hier kaum Firmen oder Büros gibt." Der Ping bewege sich zwischen 18 und 23ms zu heise.de.

In Syke, einer Stadt in Niedersachsen, werden mit dem Fritz Kabelmodem 6591 ebenfalls gute Werte zwischen 800 und 951 MBit/s erreicht.

Auch in Dresden läuft bei 1 GBit/s bei Vodafone grundsätzlich alles gut. "Momentan noch mit dem mitgelieferten Modem, welches aber ziemlich bescheiden ist, demnächst mit einer Fritzbox 6591", berichtet der Golem.de-Leser.

Im vierten Quartal haben sich laut Firmenangaben bei Vodafone über 70 Prozent der Kabel-Neukunden für Tarife mit 200 MBit/s oder mehr entschieden, rund 20 Prozent der Neukunden im Gigabit-Ausbaugebiet haben bereits einen Anschluss mit 1 GBit/s gewählt. Vodafone kann am 14. Mai 8,8 Millionen Haushalte mit Gigabit-Anschlüssen bedienen. Angaben zur Anzahl seiner Gigabit-Kunden macht Vodafone nicht.

Aus Österreich hören wir, dass im Netz der Telekom-Deutschland-Tochter Magenta (ehemals UPC), "eigentlich alles perfekt" läuft, so die Erfahrungen seit einer Woche. Der Nutzer erreicht zwar nicht exakt 1 Gigabit pro Sekunde, aber circa 920 bis 970 MBit/s und "das eigentlich zu jeder Uhrzeit". Die Latenz liegt bei ca. 5-7 ms bei Speedtests zu Servern in Wien. Auch dort ist am Abend kein Unterschied zu bemerken.



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tbxi 01:09 / Themenstart

Ok, auch wieder wahr :-) (Trotzdem schon merkwürdig kein 4096QAM zu sehen. Na vielleicht...

rv112 16. Mai 2019 / Themenstart

Eher nicht, denn der Node ist meist auch nicht viel stärker angebunden um alle Kunden gut...

Mimimimimi 16. Mai 2019 / Themenstart

Gibt es seit einigen Monaten. Einfach anrufen.

mainframe 16. Mai 2019 / Themenstart

Hallo Zusammen, ich hab bisher noch nich wirklich herrausgefunden wie die...

mainframe 16. Mai 2019 / Themenstart

Frag doch mal bei Deinem Kabelanbieter nach, wann die neue Fritzbox ausgerollt werden...

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