Abo
  • Services:

Docker, Kubernetes, Cloud Foundry: Suse versucht den Frontalangriff

Dank geschickter Übernahmen und einer Konsolidierung rund um die Container-Orchestrierung Kubernetes bietet der Linux-Distributor Suse Produkte, die eine klare Kampfansage an das Cloud-Geschäft von Konkurrent Red Hat sind - und auch seinen eigenen Partnern langfristig das Geschäft abgraben könnte.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Das Chamäleon ist das Maskottchen von Suse.
Das Chamäleon ist das Maskottchen von Suse. (Bild: William West/AFP/Getty Images)

In den vergangenen Jahren hat es danach ausgesehen, als habe der in Deutschland gegründete Linux-Distributor Suse die großen IT-Trends der Cloud- und Container-Technologie ein wenig verschlafen und sich zu sehr auf seinen Enterprise-Server fokussiert. Hauptkonkurrent Red Hat investierte dagegen früh in die neuen Techniken wie Docker und pflegt seit mehreren Jahren mit Openshift ein Cloud-Container-Angebot. Suse positioniert nun jedoch neue Produkte, die als klare Kampfansage an Red Hat mit Openshift zu verstehen sind, auch wenn das die Verantwortlichen wohl nie so direkt benennen würden.

Inhalt:
  1. Docker, Kubernetes, Cloud Foundry: Suse versucht den Frontalangriff
  2. Von Suse nichts Neues?
  3. Zentralstelle Kubernetes
  4. Großes Cloud-Geschäft dank Zukäufen

Zu seiner Hausmesse Susecon, die derzeit in Prag stattfindet und das 25. Firmenjubiläum feiert, stellt das Unternehmen Version 2 seiner Container-as-a-Service-Plattform (CaaS) vor und kündigt zudem die Suse Cloud Application Platform an, eine eigene Distribution der Platform-as-a-Service-Technologie (PaaS) Cloud Foundry. Die Cloud Application Platform soll noch vor Ende dieses Jahres kommerziell verfügbar sein.

Container und Kubernetes als Grundbausteine

Bei CaaS handelt es sich nicht um eine spezielle Technik, sondern um einen generischen Ansatz, bei dem verschiedene Initiativen zusammengeführt werden. Dazu gehören ein spezielles Mini-Linux, die Container-Runtime von Docker und die Orchestrierung Kubernetes. Grundlage bildet das Community-Projekt Kubic.

Die nun verfügbare zweite Version von CaaS erscheint nur knapp drei Monate, nachdem das Produkt erstmals bereitgestellt wurde. Neu ist die Unterstützung des Kubernetes-Paketmanagers Helm, mit dem containerisierte Anwendungen reproduziert gebaut und verwaltet werden können.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Darüber hinaus hat Suse sein MicroOS für die Container aktualisiert, das auf auf der Enterprise-Server-Distribution basiert, Kubernetes ist ebenso aktualisiert worden und wird nun in Version 1.7 genutzt. Laut dem zuständigen Product Manager, dem langjährigen Suse-Angestellten Andreas Jäger, soll CaaS künftig möglichst nah an den Veröffentlichungszyklus von Kubernetes angelehnt werden, auch weil sich die Technik derzeit noch sehr schnell weiterentwickelt. Vereinfacht hat das Team mit Version 2 außerdem die Verwendung von CaaS auf den Cloud-Angeboten von Amazon, Google und Microsoft.

Ähnliche Angebote wie CaaS von Suse bietet auch Red Hat mit der Openshift Container Platform, die ebenso Kubernetes und Docker nutzt wie die sogenannten Atomic Hosts als kleine Container-Distro. Die beiden altehrwürdigen Linux-Distributoren sind hier aber einer viel größeren Konkurrenz ausgesetzt als in dem klassischen Betriebssystem-Bereich. Das liegt vor allem an der neuartigen Technologie und deren extrem schnelle Weiterentwicklung.

Von Suse nichts Neues? 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)

jayjay 01. Okt 2017

Das ein Vorgeschmack für YaST.


Folgen Sie uns
       


Alienware Area-51m angesehen (CES 2019)

Das Area-51m von Dells Gaming-Marke Alienware ist ein stark ausgestattetes Spielenotebook. Das Design hat Dell überarbeitet und es geschafft, an noch mehr Stellen RGB-Beleuchtung einzubauen.

Alienware Area-51m angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Schwerlastverkehr: Oberleitung - aber richtig!
Schwerlastverkehr
Oberleitung - aber richtig!

Der Schwerlast- und Lieferverkehr soll stärker elektrifiziert werden. Dafür sollen kilometerweise Oberleitungen entstehen. Dass Geld auf diese Weise in LKW statt in die Bahn zu stecken, ist aber völlig irrsinnig!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Elektromobilität Toyota und Panasonic wollen Akkus für Elektroautos bauen
  2. Ducati-Chef Die Zukunft des Motorrads ist elektrisch
  3. Softwarefehler Lime-Tretroller werfen Fahrer ab

Zweite Staffel Star Trek Discovery: Weniger Wumms, mehr Story
Zweite Staffel Star Trek Discovery
Weniger Wumms, mehr Story

Charakterentwicklung, weniger Lens Flares, dazu eine spannende neue Storyline: Nach dem etwas mauen Ende der ersten Staffel von Star Trek: Discovery macht der Beginn der zweiten Lust auf mehr. Achtung Spoiler!
Eine Rezension von Tobias Költzsch

  1. Discovery-Spin-off Neue Star-Trek-Serie mit Michelle Yeoh geplant
  2. Star Trek Ende 2019 geht es mit Jean-Luc Picard in die Zukunft
  3. Star Trek Captain Kirk beharrt auf seinem Gehalt

Datenschutz: Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen
Datenschutz
"Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen"

Zur G20-Fahndung nutzt Hamburgs Polizei eine Software, die Gesichter von Hunderttausenden speichert. Schluss damit, sagt der Datenschutzbeauftragte - und wird ignoriert.
Ein Interview von Oliver Hollenstein

  1. Brexit-Abstimmung IT-Wirtschaft warnt vor Datenchaos in Europa
  2. Österreich Post handelt mit politischen Einstellungen
  3. Digitalisierung Bär stößt Debatte um Datenschutz im Gesundheitswesen an

    •  /