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Doch kein Rückzieher: VoIP-Verweigerern droht die Telekom weiterhin mit Kündigung

Vielen Kunden droht die Deutsche Telekom weiterhin mit Kündigung, weil sie keinen neuen Vertrag mit VoIP-Anschluss wollen. Eigentlich hatte die Telekom zugesichert, solche Kündigungen für zwei Jahre auszusetzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Telekom geht weiterhin gegen VoIP-Verweigerer vor.
Telekom geht weiterhin gegen VoIP-Verweigerer vor. (Bild: Tobias Schwarz/AFP/Getty Images)

Entgegen dem Versprechen der Deutschen Telekom geht es dieses Jahr mit den Kündigungen weiter: Kunden droht der Verlust ihres Festnetzanschlusses, wenn sie sich nicht bereiterklären, einen neuen Vertrag abzuschließen. Denn die Deutsche Telekom will bis Ende 2018 das eigene Netz in Deutschland komplett auf IP-Technik umstellen, und damit alle Altanschlüsse.

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Als im September 2014 erste Berichte von Kündigungen bekanntwurden, machte die Telekom einen Monat später einen Rückzieher. Sie versprach, die Kündigungen auszusetzen: Vor 2017 würden "bis auf einige wenige Ausnahmen" keine mehr ausgesprochen, wenn Kunden nicht auf einen VoIP-Anschluss wechseln wollten, sagte Ingo Hofacker, der Leiter Privatkundenmarketing bei der Deutschen Telekom.

Aktuelle Fälle

Nach Berichten des Berliner Tagesspiegels, des Münchner Merkur und der Münchner Abendzeitung wurde jetzt dennoch Kunden mit der Stilllegung des Festnetzanschlusses gedroht, wenn sie keinen neuen Vertrag mit VoIP-Technik unterzeichnen wollen.

Der Merkur berichtet von einem Kunden, der seinen ISDN-Anschluss nicht aufgeben und wechseln wollte; aufgrund dieser Weigerung kündigte die Telekom ihm den Anschluss. Die Abendzeitung berichtet von mehreren tausend Kündigungen, die zurzeit liefen. Betroffenen Kunden sei die Kündigung des Anschlusses innerhalb der nächsten vier Wochen angedroht worden, wenn sie nicht innerhalb dieser Zeit auf einen VoIP-Anschluss wechselten.

"Hauruck-Aktion überfordert Kunden"

Der Landtagsabgeordnete Florian von Brunn von der SPD äußert sein Unverständnis über das Vorgehen. Seiner Ansicht nach überfordert eine solche "Hauruck-Aktion" viele Kunden komplett, etwa ältere Menschen. Er fordert: "Die Telekom muss massenhafte Kündigungen von Telefon- und Internetanschlüssen stoppen!"

Die Telekom hält dagegen und sagt, dass gar nicht innerhalb von vier Wochen eine Kündigung drohe. Der Prozess sei vierstufig und die Kunden würden innerhalb von vier Monaten viermal kontaktiert, bis es zur Kündigung komme. Mit dieser Rechtfertigung bestätigt die Telekom allerdings die Kündigungen, die eigentlich gar nicht mehr durchgeführt werden sollten.

Nach dem Bericht des Tagesspiegels hat der Kunde Besuch von einem Telekom-Mitarbeiter erhalten. Dieser hat demnach gesagt, dass der Anschluss noch in diesem Monat umgestellt werden müsse. Allerdings sieht der Zeitplan der Telekom vor, dass alle Anschlüsse erst Ende 2018 umgestellt werden müssen - also in fast vier Jahren.

Kein Druck durch die Bundesnetzagentur

Die Telekom hatte ihr Vorgehen im September 2014 damit begründet, dass es Regulierungsvorgaben der Bundesnetzagentur gebe. Dem widersprach allerdings die Bundesnetzagentur laut Spiegel Online: Wilhelm Eschweiler, Vizepräsident der Bundesnetzagentur, sagte, es gebe keine regulatorischen Vorgaben für die Umstellung der Telekom. Die VoIP-Umstellung erfolge nur aufgrund der Entscheidung der Telekom, sagte Eschweiler.



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crazypsycho 14. Jan 2015

Am Liefertermin muss man zuhause sein. Der Anruf erfolgt ja ebenfalls tagsüber. Und da...

niemandhier 14. Jan 2015

Äh nein. Nur Theoretisch. Erstmal ist die Sprachqialität schlechter als ISDN. Es gibt...

niemandhier 14. Jan 2015

Für 30 Euro bekommt VDSL mit 50mbit ohne Drossel bei Vodafone + gratis Router. Oder...

SiD67 14. Jan 2015

Wie würdest Du es denn machen wenn Dir die TCom im Vorfeld verspricht alles gar kein...

sneaker 13. Jan 2015

Ja, AnnexJ ist bekannt, ist aber ein Begriff aus dem ADSL2+-Bereich. Bei VDSL (egal ob...


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