Dobrindt: Deutschland bekommt doch ein flächendeckendes Gigabit-Netz

Nun haben sich Bundesregierung und Netzbetreiber doch auf ein flächendeckendes Gigabit-Netz geeinigt. Der Ausbau soll 100 Milliarden Euro kosten. Um ein Glasfasernetz im ganzen Land geht es aber nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Netzallianz stellt neue Ziele auf.
Die Netzallianz stellt neue Ziele auf. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Bis zum Jahr 2025 soll Deutschland ein flächendeckendes konvergentes Gigabit-Netz bekommen. Das sagte Bundesminister Alexander Dobrindt am 7. März 2017 nach einer Sitzung der Netzallianz Digitales Deutschland. Für das Gigabit-Netz müssten 100 Milliarden Euro investiert werden, erklärte der Minister. 80 Milliarden sollen aus der Industrie kommen, der Bund werde weitere Milliarden beisteuern.

Gemeint ist aber kein flächendeckender Glasfaserausbau in Deutschland. Dobrindt bezieht das künftige 5G-Mobilfunknetz, das ab dem Jahr 2020 entsteht, in den Ausbau mit ein: "Dafür bauen wir jetzt die Breitbandnetze der nächsten Generation und führen die modernsten Technologien zusammen, die es gibt: zum Beispiel Glasfaser und den künftigen Mobilfunkstandard 5G."

"Das geht nicht ohne ein Glasfasernetzwerk", erklärte Bitkom-Präsident Thorsten Dirks zum 5G-Ausbau. Dirks betonte die Technologieneutralität des Ausbaus. Eine Zusage, dass jeder Haushalt tatsächlich mindestens 1 GBit/s erhält, wollte er nicht machen. "Vielleicht reichen für den einen oder anderen auch 500 oder 600 MBit/s." Der Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) hatte am 1. März erklärt: "Ein reiner Glasfaseranschluss wird einem 5G-Anschluss in puncto Leistungsfähigkeit und Qualität immer überlegen bleiben. Ob und inwiefern es einen flächendeckenden 5G-Rollout geben wird, ist darüber hinaus derzeit ebenso offen wie die konkreten Leistungsparameter."

Die Deutsche Telekom hatte noch im November 2016 in der Netzallianz eine Festlegung auf echte Gigabit-Ziele für Deutschland verhindert. Die Formulierung für "weitgehend flächendeckenden Ausbau von gigabitfähigen Anschlüssen bis zum Jahr 2025 " aus dem ursprünglichen Entwurf, der Golem.de vorlag, wurde entfernt. Laut Telekom hätten die konkurrierenden Netzbetreiber "in den Beratungen der Netzallianz nicht aufzeigen können, wie sie die Ziele erreichen wollen und auch keine höheren Investitionen in Aussicht gestellt".

Ziele werden laut Dobrindt vorfristig erreicht

Dobrindt sagte heute: "Wir haben ein Verbot des Ausbaus von Kupfer in neuen Wohnbaugebieten. Wir haben das untersagt, wir wollen nicht, dass das weitergeht." Sonst gebe es eine Förderung, um den Asphalt später wieder aufzureißen und Glasfaser zu verlegen. Dies sei nicht gewünscht.

Die Ziele der Bundesregierung für den Ausbau bis zum Jahr 2018 würden erreicht, ja sogar vorfristig, betonte Dobrindt. Der Breitbandplan der Bundesregierung sieht vor, dass bis Ende 2018 in ganz Deutschland Internetzugänge mit mindestens 50 MBit/s geschaffen werden. Insgesamt stehen für diese Breitbandförderung vier Milliarden Euro an Bundesmitteln bereit.

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neocron 15. Mär 2017

irrelevant ... das Geld wird bei der Ausschreibung bereitgestellt um das Interesse der...

Dwalinn 10. Mär 2017

Nein sicherlich nicht, eher ein paar Fakten mit sehr viel Vermutungen vermischt. Hier...

Dwalinn 09. Mär 2017

Und warum sollten dir Telekom und co. Geld auszahlen? Bei den 20 Mrd die durch Steuern...

sneaker 09. Mär 2017

Normalerweise wird dort auch das wahrscheinliche DSL-Profil angezeigt, zumindest wenn...



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