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Dobrindt: 80 Millionen Euro für Testfelder von autonomen Fahrzeugen

Für die Entwicklung von autonomem Fahren in Deutschland will der Bund 80 Millionen Euro investieren – und damit Teststrecken ausbauen. Die bisherigen Erfahrungen bewertet Verkehrsminister Dobrindt positiv.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Alexander Dobrindt interessiert sich für autonomes Fahren. (Bild: Audi)
Alexander Dobrindt interessiert sich für autonomes Fahren. Bild: Audi

Das Bundesverkehrsministerium will rund 80 Millionen Euro für den Ausbau von neuen Teststrecken für automatisiertes und vernetztes Fahren in Deutschland bereitstellen. Das sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am 18. Oktober 2016 in Berlin.

Positive Zwischenbilanz zu bisherigen Tests

Dobrindt stellte eine Zwischenbilanz zum "Digitalen Testfeld Autobahn" auf der A9 in Bayern zwischen Nürnberg-Ost und München-Nord vor. Dort fahren seit einem Jahr Autos und Lkw mit automatisierten Systemen. Die Erfahrungen mit dem Testfeld seien durchweg positiv, erklärte Dobrindt. "Jetzt nehmen wir die komplexen Verkehrssituationen auf den Landstraßen und im Stadtverkehr in den Blick."

Dafür sei neben Versuchen in Hamburg, München, Dresden, Ingolstadt, Braunschweig und Düsseldorf auch ein digitales Testfeld in Berlin geplant. Das Verkehrsrecht solle weiter auch an computergesteuerte Fahrsysteme angepasst werden. "Mit unserem Gesetzentwurf zum automatisierten Fahren machen wir es möglich, dass der Computer dem menschlichen Fahrer gleichgesetzt wird" , sagte der CSU-Politiker.

Der Entwurf legt weitere rechtliche Voraussetzungen zur Haftung fest. So soll in den Fahrzeugen eine Art Blackbox aufzeichnen, wann der Computer gesteuert hat und wann der Mensch. Geplant ist auch eine Ethik-Kommission zum Thema .

Audi stellt neue Versuchsprojekte vor

Auf der A9-Teststrecke engagiert sich unter anderem der deutsche Automobilhersteller Audi. Insgesamt sechs neue Projekte für das Testfeld hat der Hersteller jetzt vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) ; drei davon konzentrieren sich auf bauliche Maßnahmen, drei auf Kommunikationsstrategien. So soll das Projekt "Car2Infrastructure" das Auto mit Verkehrsanzeigen wie Tempolimits vernetzen.

In einem zweiten Projekt werden die Datenübertragungsmodule der Fahrzeuge über die künftige Mobilfunktechnologie LTE-V miteinander verbunden. Beim dritten Kommunikationsprojekt sollen zwei Abschnitte der A9 präzise vermessen werden, um eine besonders genaue Karte zu erstellen.


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