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Do Kwon: Montenegro liefert Gründer von Terra Luna an die USA aus

Do Kwon, Gründer der Kryptowährung Terra Luna, wird ausgeliefert. Lange Zeit ist nicht klar gewesen, wohin.
/ Werner Pluta , dpa
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Do Kwon (2023): Entscheidung nach langem juristischen Hin und Her (Bild: Savo Prelevic/AFP via Getty Images)
Do Kwon (2023): Entscheidung nach langem juristischen Hin und Her Bild: Savo Prelevic/AFP via Getty Images

Do Kwon, international gesuchter Gründer der Kryptowährung Terra, wird an die USA ausgeliefert. Das hat der montenegrinische Justizminister Bojan Bozovic nach langem juristischen Tauziehen entschieden.

Kwon wurde Anfang 2023 in Montenegro verhaftet . Sowohl sein Heimatland Südkorea als auch die USA beantragten eine Auslieferung. Die Strafverfolger beider Länder werfen ihm unter anderem Betrug vor.

Ende 2023 stimmte Montenegro einer Auslieferung Kwons grundsätzlich zu , spezifizierte allerdings nicht, an welches Land. Das oberste Gericht des Landes urteilte zuletzt, dass beide Auslieferungsanträge formell korrekt seien. Der Justizminister musste zwischen beiden Antragstellerstaaten entscheiden und wählte die USA, wie das Ministerium am 27. Dezember 2024 mitteilte (Serbisch)(öffnet im neuen Fenster) .

Terra Luna brach 2022 zusammen

Kwon ist Gründer des Stablecoins Terra. Das Terra-Luna-System brach im Mai 2022 spektakulär zusammen . Als Stablecoin vermarktet, sollte das Kryptowährungstandem Terra und Luna eigentlich fest an den Kurs des US-Dollars gebunden sein – unerwartete Kursschwankungen wie bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen sollten entsprechend ausbleiben.

Nachdem Luna Anfang April 2022 einen Höchststand von 116 US-Dollar erreichte und für gewöhnlich zwischen 50 und 100 US-Dollar lag, stürzte die Währung ab dem 5. Mai 2022 jedoch ab. Binnen einer Woche sank der Kurs fast auf 0 US-Dollar. Der Schaden soll 40 Milliarden US-Dollar betragen haben. Von dem Crash wurden vor allem private Anleger hart getroffen.

Kwon verschwand daraufhin. Interpol erließ einen internationalen Haftbefehl gegen ihn . Nach Gerüchten, er halte sich in Serbien auf , wurde er zusammen mit seinem Geschäftspartner Hon Chand Yun im März 2023 in Montenegro verhaftet, als beide nach Dubai fliegen wollten.

Kwon und Yun hatten gefälschte costa-ricanische und belgische Pässe bei sich. Sie wurden deswegen wegen Dokumentenfälschung zu mehreren Monaten Haft verurteilt und mussten die Haftstrafe vor ihrer Auslieferung absitzen.


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