Do it yourself: Second Life für alte Laptop- und iMac-Monitore
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Nicht nur der Umstieg von Windows 10 auf Windows 11 kann ein Grund dafür sein, alte Laptops zu entsorgen. Irgendwann reicht die Hardware nicht mehr aus, um aktuelle Softwareprogramme noch sinnvoll nutzen zu können. Und selbst wenn Gehäuse, Motherboard oder Prozessor defekt sind, lässt sich ein solcher Rechner noch ausschlachten. Wie aufwendig es ist, ein funktionierendes Display für ein zweites Leben umzurüsten, haben wir am Beispiel eines defekten Thinkpad 450S und eines ausrangierten iMac ausprobiert.
Anleitungen zum Ausschlachten eines Laptops finden sich haufenweise im Netz(öffnet im neuen Fenster). Gerade bei Laptops mit 15-Zoll-Displays und größer kann es sinnvoll sein, den Monitor weiter zu nutzen. Beispielsweise für einen Raspberry Pi, um damit Daten zu visualisieren oder Inhalte anzuzeigen. Die Tatsache, dass die Anzeige nicht so groß wie ein handelsüblicher Monitor ist, kann dabei durchaus von Vorteil sein.
Neuer Rahmen kann erforderlich sein
Um den Monitor zu nutzen, gibt es in der Regel zwei Optionen: So kann versucht werden, das bisherige Gehäuse weiter zu verwenden, damit der Bildschirm über einen stabilen Rahmen verfügt. Allerdings ist es dazu erforderlich, an die Rückseite des Displays zu gelangen, um das Kabel anschließen zu können. Je nach Gerät ist das mehr oder weniger zerstörungsfrei möglich. Falls das nicht funktioniert, lässt sich ein neues Gehäuse mit einem 3D-Drucker herstellen und dabei gleich auf die eigenen Bedürfnisse anpassen.
In unserem Fall waren die Bildschirmscharniere abgebrochen und der Rahmen bereits verzogen. Der Monitor ließ sich dennoch recht schnell mitsamt der Hintergrundbeleuchtung ausbauen. Über das Typenschild lässt sich dann herausfinden, welcher Controller dafür bestellt werden muss.
Controller für rund 20 Euro
In unserem Fall handelte es sich um den LG Philips LP154W02-TL10 mit 15,4 Zoll Bilddiagonale. Ein passender Controller kostet bei Anbietern wie Aliexpress rund 20 Euro(öffnet im neuen Fenster). Im Preis enthalten sind die Anschlusskabel sowie je eine zusätzliche Platine für die Steuerung und die Hintergrundbeleuchtung.
Nicht enthalten ist hingegen ein 12-Volt-Netzteil für die Spannungsversorgung. Der Bildschirm lässt sich über HDMI, DVI oder VGA ansteuern. Es gibt zusätzlich Ein- und Ausgänge für Audio sowie einen Lautsprecherausgang.
Die Lieferung aus China dauerte nicht einmal zehn Tage. Diese Zeit könnte schon genutzt werden, um ein Gehäuse für den Monitor zu konstruieren und zu drucken.
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