Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Dnsys Z1 im Test: Ein Exoskelett für beschwingtes Treppensteigen

Dnsys' Exoskelett arbeitet mit Motoren an den Knien. Das hilft beim Treppensteigen und Wandern, weniger beim Radfahren.
/ Tobias Költzsch
8 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Das Exoskelett Dnsys Z1 im Einsatz (Bild: Martin Wolf/Golem)
Das Exoskelett Dnsys Z1 im Einsatz Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. Dnsys Z1 im Test: Ein Exoskelett für beschwingtes Treppensteigen
  2. Akkustecker rutscht bei uns manchmal heraus
  3. Stärkste Unterstützung ist uns schon fast zu viel
  4. Radfahrmodus bringt uns nicht viel
  5. Dnsys Z1: Verfügbarkeit und Fazit

Der Hersteller Dnsys hat zwar keinen sonderlich gut auszusprechenden Namen, dafür aber zwei Exoskelette mit unterschiedlichen Funktionsweisen. Wir konnten uns das Bein-Exoskelett X1 und das Knie-Exoskelett Z1 bereits kurz auf der CES 2026 anschauen. Das Modell Z1 konnten wir nun ausgiebig testen: Der erste gute Eindruck hat sich dabei bestätigt. Die beworbene Radfahrunterstützung allerdings hat uns nicht überzeugt.

Das Z1(öffnet im neuen Fenster) besteht aus drei Teilen: einem Gürtel und zwei Beinschienen, die über einen magnetischen Stecker mit dem Gürtel verbunden werden. Im Gürtel sitzt der Akku, in den Schienen jeweils ein Motor mit 450 Watt Leistung. Insgesamt beträgt die Leistung entsprechend 900 Watt, in beiden verfügbaren Versionen des Z1.

Die Motoren sind mit Halterungen verbunden, die unser Bein an drei Stellen rund ums Knie stützen – eine sitzt vorn, zwei hinten. Durch die Motorbewegung kann das Z1 unsere Knie quasi mitbewegen oder bremsen. Darin besteht der große Unterschied zum Schwestermodell X1(öffnet im neuen Fenster) oder auch zum Hypershell, deren Unterstützung auf den Oberschenkel wirkt und die Beine quasi nach vorn schieben.

Zweimal 450 Watt für die Unterstützung der Kniebewegungen

Uns steht die Standardvariante des Z1 zum Test zur Verfügung. Sie unterscheidet sich von der Pro-Version in den verwendeten Materialien. Zum Einsatz kommen eine Aluminiumlegierung und Kohlenstofffaser, während es bei der Pro-Version eine Titanlegierung und Kohlenstofffaser sind. Die Leistungsdaten und die Funktionen sind hingegen identisch.

Wie wir bereits bei unserem Hands-on auf der CES gemerkt haben, ist es etwas aufwendiger, das Z1 anzulegen – verglichen mit Exoskeletten, die die Oberschenkel bewegen. Dnsys legt allerdings eine Anleitung bei, die zusammen mit Tutorial-Videos das erste Anlegen erleichtert. Der Gurt etwa muss nicht nur auf die richtige Länge eingestellt werden, es müssen auch die Halterungen für die Beinschienen korrekt ausgerichtet und alles mit Klettbändern fixiert werden.

Die Beinschienen müssen ebenfalls angepasst werden – in der Länge und an den Pads, die auf den drei Halterungen aufliegen. Die Länge lässt sich einfach über ein Drehrädchen an jeder Seite regulieren, die Befestigungsbänder der Beinschienen über Klettverschlüsse. Das dauert beim ersten Anlegen alles etwas, wir müssen die Einstellungen aber nur einmal vornehmen. Befestigt werden die Halterungen der Beinpolster mit Gummibandverschlüssen.

Die Beinschienen werden in magnetische Stecker am Gürtel eingehängt, dann sind wir so weit, das Z1 anzuschalten. Der Einschalter ist am Stecker verbaut, der den Akku mit dem System verbindet. Auch er ist über den gleichen magnetischen Stecker befestigt, der an dieser Stelle allerdings nicht unproblematisch ist. Der Stecker ist so konstruiert, dass er sich kaum versehentlich herausziehen lässt, solange Zug nach unten auf ihn wirkt – wie bei den Beinschienen.


Relevante Themen