Stärkste Unterstützung ist uns schon fast zu viel
Die Eco-Einstellung entspricht der ersten von vier Stufen und bietet eine moderate Unterstützung. Bei der Boost-Plus-Einstellung laufen die Motoren mit der stärksten Kraft, entsprechend stark ist die Unterstützung. Für unseren Geschmack ist das für Bewegungen außerhalb sportlicher Aktivitäten schon zu viel.
Beim normalen Laufen merken wir die Unterstützung des Z1, allerdings ist sie unserer Meinung nach nicht so wirkungsvoll wie die des Bein-Exoskeletts X1 oder des Hypershell. Das Z1 ist für die Senkrechte gedacht, also um Steigungen besser bewältigen zu können beziehungsweise dabei die Knie zu entlasten.
Das funktioniert gut, wie wir beim ersten Treppensteigen direkt gemerkt haben. Unsere Beine werden dank des Umstandes, dass die beiden Motoren mit den jeweils drei Halterungen um unsere Knie herum montiert sind, bei den Steigbewegungen unterstützt. Das funktioniert auch auf einer Wanderung, bei der es etwas bergauf geht.
Bremsen beim Bergabgehen
Fast noch besser finden wir, wie das Z1 uns beim Bergabgehen und beim Treppenhinunterlaufen unterstützt. Die Motoren arbeiten nicht nur nach vorn, also um Hebebewegungen der Knie zu unterstützen, sondern auch in die andere Richtung. Dadurch bremsen sie die Bewegungen beim Hinabsteigen und entlasten dadurch die Knie.
Wie stark diese gegenläufige Unterstützung ist, merken wir, wenn wir mit dem angelegten Z1 in die Knie gehen. Wir werden dann zwar nicht so stark gehalten, dass wir quasi in der Luft sitzen können, vor allem im stärksten Modus sind die Motoren aber sehr gut zu spüren. Dabei sind sie auch gut zu hören: Leise bewegt man sich mit dem Z1 nicht voran.
Die Unterstützung des Z1 wird durch Prozessoren gesteuert, der Hersteller Dnsys spricht (wie im Grunde alle Hersteller heutzutage) in diesem Zuge natürlich auch von KI. Beim Tragen haben wir das Gefühl, dass das Exoskelett mitunter ein, zwei Schritte braucht, um die Bewegung zu erkennen – darin unterscheidet es sich nicht vom Hypershell. Machen wir "Ausreißerbewegungen", also etwa unerwartet hohe Bewegungen mit dem Bein, müssen wir mitunter etwas gegen den Motor ankämpfen.
Das führt vor allem bei schnellem Treppensteigen dazu, dass uns das Z1 ein-, zweimal aus dem Tritt gebracht hat. Bei der Nutzung des Exoskeletts sollte man entsprechend gut zu Fuß sein, um der Unterstützung gegebenenfalls entgegenwirken zu können. Dnsys verspricht, dass das Z1 eine Fallerkennung hat und bei einem Sturz die Motoren ausgeschaltet werden.
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