Abo
  • Services:
Anzeige
Die französische Sicherheitsbehörde ANSSI warnt vor einer DNS-Sicherheitslücke.
Die französische Sicherheitsbehörde ANSSI warnt vor einer DNS-Sicherheitslücke. (Bild: ANSSI)

DNS-Server: Sicherheitslücke in BIND, Unbound und PowerDNS

Die französische Sicherheitsbehörde ANSSI warnt vor einer DNS-Sicherheitslücke.
Die französische Sicherheitsbehörde ANSSI warnt vor einer DNS-Sicherheitslücke. (Bild: ANSSI)

Durch geschickt konfigurierte DNS-Records lassen sich DNS-Resolver in eine Endlosschleife versetzen. Dieselbe Lücke betrifft gleich drei populäre DNS-Server.

Anzeige

Die Entwickler der DNS-Server PowerDNS, Unbound und BIND haben Warnungen vor einer Sicherheitslücke veröffentlicht. Alle drei sind vom selben Problem betroffen: Durch die Delegation-Funktion von DNS können sich die Server in einer Endlosschleife verfangen. Dadurch lässt sich der Betrieb der DNS-Server lahmlegen. Entdeckt wurde das Problem von Florian Maury, einem Mitarbeiter der französischen Behörde ANSSI (Agence nationale de la sécurité des systèmes d'information).

Die Delegation-Funktion von DNS dient dazu, dass ein DNS-Server die Zuständigkeit für eine bestimmte Subdomain an einen weiteren DNS-Server weiterreichen kann. Das Problem: Diese Weiterreichungen können bei den betroffenen Programmen ohne jegliche Limits stattfinden. Durch eine bösartig konfigurierte Domain kann sich somit ein DNS-Resolver in einer Endlosschleife verfangen. Eine Ausführung von bösartigem Code ist damit nicht möglich, die Lücke kann lediglich dazu führen, dass ein DNS-Server überlastet wird und für legitime Anfragen nicht mehr erreichbar ist.

Da die Sicherheitslücke in drei verschiedenen Programmen entdeckt wurde, sind möglicherweise weitere DNS-Resolver davon betroffen. Nicht betroffen ist der DNS-Server djbdns.

Die Entwickler von PowerDNS hatten bereits unabhängig von dem Bericht der ANSSI ein Limit für die Weiterleitungen eingeführt. Der Anlass dafür war, dass die Entwickler auf eine fehlerhaft konfigurierte Domain gestoßen sind, die ein ähnliches Problem ausgelöst hat. Für BIND und Unbound wurden ebenfalls korrigierte Versionen mit einem Limit für die Delegations veröffentlicht.

Wer einen der entsprechenden DNS-Server als Resolver betreibt, sollte seine Software umgehend aktualisieren. In Unbound ist das Problem in der Version 1.5.1 behoben, im PowerDNS-Recursor in der Version 3.6.2. BIND hat das Problem zusammen mit einer weiteren Sicherheitslücke in der GeoIP-Funktion in den Versionen 9.10.1-p1 und 9.9.6-P1 behoben. Die jeweiligen Sicherheitslücken haben die IDs CVE-2014-8500 (BIND), CVE-204-8601 (PowerDNS) und CVE-2014-8602 (Unbound) erhalten. Die unabhängig davon in BIND entdeckte GeoIP-Lücke hat die ID CVE-2014-8680.


eye home zur Startseite
ITsMe 10. Dez 2014

Das Problem ist nicht das er fehler hat (sonst könnte man keine software mehr...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bosch Engineering GmbH, Abstatt
  2. Bosch Engineering GmbH, Holzkirchen bei München
  3. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Videmo Intelligente Videoanalyse GmbH & Co. KG, Karlsruhe


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


  1. BeA

    Soldan will Anwälten das Internet ausdrucken

  2. Videospeicher

    Samsung liefert GDDR6 mit doppelter Kapazität

  3. Baywatch

    Drohne rettet zwei Schwimmer

  4. Flugzeuge

    Norwegen will Kurzstreckenflüge bis 2040 elektrifizieren

  5. Kabelnetz

    Vodafone setzt bereits Docsis 3.1 beim Endkunden ein

  6. Neuer Standort

    Amazon sucht das zweite Hauptquartier

  7. Matt Booty

    Mr. Minecraft wird neuer Spiele-Chef bei Microsoft

  8. Gerichtsurteil

    Internet- und Fernsehkunden müssen bei Umzug weiterzahlen

  9. Sicherheitsupdate

    Microsoft-Compiler baut Schutz gegen Spectre

  10. Facebook Messenger

    Bug lässt iPhone-Nutzer nur wenige Wörter tippen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Vorschau Kinofilme 2018: Lara, Han und Player One
Vorschau Kinofilme 2018
Lara, Han und Player One
  1. Kinofilme 2017 Rückkehr der Replikanten und Triumph der Nasa-Frauen
  2. Star Wars - Die letzten Jedi Viel Luke und zu viel Unfug

EU-Netzpolitik: Mit vollen Hosen in die App-ocalypse
EU-Netzpolitik
Mit vollen Hosen in die App-ocalypse

Preiswertes Grafik-Dock ausprobiert: Ein eGPU-Biest für unter 50 Euro
Preiswertes Grafik-Dock ausprobiert
Ein eGPU-Biest für unter 50 Euro
  1. XG Station Pro Asus' zweite eGPU-Box ist schlicht
  2. Zotac Amp Box (Mini) TB3-Gehäuse eignen sich für eGPUs oder SSDs
  3. Snpr External Graphics Enclosure KFA2s Grafikbox samt Geforce GTX 1060 kostet 500 Euro

  1. Re: Stichtag Umzugstermin

    AllDayPiano | 08:42

  2. Re: Verkaufen die jetzt neue generationen ohne...

    Der Held vom... | 08:42

  3. Re: Darf der Operator das Gerät sonst nie nutzen?

    Schattenwerk | 08:42

  4. Re: So ein Müll

    Vollstrecker | 08:40

  5. Re: Die Kündigungsfristen sind ok.

    Markus08 | 08:36


  1. 08:52

  2. 07:49

  3. 07:35

  4. 07:18

  5. 19:09

  6. 16:57

  7. 16:48

  8. 16:13


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel