DoH laut Telekom schlecht für Datenbesitz

Von der Deutschen Telekom bekommen wir folgende Antwort zu den DoH-Plänen der Browserhersteller: "In vielen Branchen ist ein Wettkampf zu Zugang und dem Besitz von Daten entbrannt. In diesem Fall möchten die Browserhersteller latent das komplette Produktionsmodell des Internets umdrehen. Die Folgen sind noch gar nicht in Gänze abzusehen", sagt Chief Security Officer Thomas Tschersich.

Stellenmarkt
  1. (Junior) IT Business Consultant Transportmanagementsysteme Übersee (Inbound) (m/w/d)
    Schwarz IT KG, Neckarsulm
  2. IT-Engineer / Administrator Network Services (m/w/d)
    GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld
Detailsuche

Offenbar sieht der Provider Nutzerdaten als Produktionsmittel des Internets an, ganz im Sinne des vielzitierten Spruchs "Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts". So gesehen sind Provider nicht nur Zugangsanbieter, sondern Verkäufer der persönlichen Daten ihrer Nutzer.

Dass insbesondere die bisher unverschlüsselt übertragenen DNS-Anfragen der Nutzer etwa zu Werbezwecken verwendet werden, soll DoH zumindest teilweise eindämmen. So können einerseits Provider die Anfragen etwa in öffentlichen WLANs nicht mehr einfach mitschneiden. Andererseits versucht zum Beispiel Mozilla, dies auch durch einen rechtlichen Rahmen zu unterbinden.

DoH-Umsetzung angeblich nicht im Sinne des Verbrauchers

Tschersich sagt weiter: "Im Sinne des Verbrauchers kann es eigentlich nicht sein, wenn letztendlich die Browserhersteller völlige Transparenz über das Surfverhalten der Benutzer bekommen, da nur sie die DNS-Anfragen bekommen und beantworten." Dass Browserhersteller auch ganz andere Möglichkeiten hätten, Daten über das Surfverhalten ihrer Nutzer zu erhalten, ist hier nur eine Randnotiz.

Golem Karrierewelt
  1. AZ-500 Microsoft Azure Security Technologies (AZ-500T00): virtueller Vier-Tage-Workshop
    30.01.-02.02.2023, virtuell
  2. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.02.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Denn natürlich ist die damit implizit geäußerte Annahme falsch, dass die Browserhersteller bei der Einführung von DoH tatsächlich direkten Zugang zu den DNS-Anfragen erhielten - das hängt vom ausgewählten DNS-Server ab. Im Fall von Firefox ist das Cloudflare, beim Chrome-Browser der vom Nutzer selbst gewählte DNS-Anbieter, der zwar Google sein kann, aber eben nicht sein muss.

Was außerdem schlecht für den Verbraucher sein solle, wenn nur noch der DNS-Anbieter die DNS-Anfragen sehe und verarbeite, nicht aber der ISP, erklärt die Telekom nicht. Es könnte etwas mit dem Besitz an Nutzerdaten zu tun haben, den die Telekom als Grundlage für das Funktionieren des Internets betrachtet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 DNS-over-HTTPS: Deutsche Provider sitzen DoH vorerst aus
  1.  
  2. 1
  3. 2


Tewoyef255 28. Jan 2020

dns12.quad9.net

Tewoyef255 28. Jan 2020

dns12.quad9.net

schnedan 02. Nov 2019

Stimme voll zu... over HTTP ist alleine von der Protokolleffizienz ab zu lehnen. Aber...

1st1 30. Okt 2019

Brauchst kein Zertifikat für dein PiHole. Das bekommt stinknormale DNS-Anfragen und was...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amazon Shopper Panel
Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs

Wer seinen gesamten Smartphone-Datenverkehr über Amazons Server leitet, wird mit einem monatlichen Gutschein dafür bezahlt.

Amazon Shopper Panel: Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs
Artikel
  1. Northrop Grumman: B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt
    Northrop Grumman
    B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt

    Northrop Grumman hat mit dem B-21 Raider eine neuen Tarnkappenbomber vorgestellt. Dabei kamen agile Softwareentwicklung und digitales Engineering zum Einsatz.

  2. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

  3. Konflikt mit den USA: Snowden verteidigt seine russische Staatsbürgerschaft
    Konflikt mit den USA
    Snowden verteidigt seine russische Staatsbürgerschaft

    Eigentlich wollte Edward Snowden parallel die US-amerikanische Staatsbürgerschaft behalten - das wurde ihm unmöglich gemacht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /