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DMT Bonding: Telekom probiert 1 GBit/s ohne Glasfaser aus

Die Telekom holt weiter das Letzte aus dem alten Kupferkabel heraus. Wieder gibt es eine neue Technologie, DMT Bonding, auch Gigabit to the Basement genannt. Und der Hersteller Adtran hat starke Verbindungen nach Deutschland.
/ Achim Sawall
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DMT Bonding: Die Technik von Adtran (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
DMT Bonding: Die Technik von Adtran Bild: Achim Sawall/Golem.de

Ein deutscher Netzbetreiber teste bereits die Technologie DMT Bonding von Adtran. Das gab das US-Unternehmen am 23. Oktober 2017 in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom bekannt. Damit war ganz offensichtlich der Gastgeber, die Telekom, gemeint.

Ronan Kelly, Chief Technology Officer bei Adtran für die Regionen EMEA und APAC, sagte Golem.de: "DMT Bonding oder Gigabit to the Basement, wie wir es nennen, ermöglicht Netzbetreibern 1 GBit/s für ein bis zwei Kunden im Haus anzubieten, und so den Bedarf festzustellen. Wenn Sie mehr Kunden versorgen wollen, muss die Glasfaser bis ans Haus gelegt werden." EMEA steht für Europa, Mittlerer Osten und Afrika und APAC für den asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum.

DMT Bonding basiert auf dem Bonding von acht Kupferleitungen. Über 500 Meter biete es die beste Leistung, erklärte Kelly. Die Latenz sei mit zwei oder drei Millisekunden sehr niedrig.

Adtran hatte im Dezember 2011 das Geschäft mit Ausrüstung für Festnetz-Breitband von Nokia Siemens Networks gekauft. Im Rahmen der Transaktion wechselten 400 Beschäftigte von Nokia Siemens zu Adtran. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht, beinhaltet waren Technologien, Patente und der Kundenstamm.

Adtran: Lieferant für Super Vectoring der Telekom

Kelly: "Wir haben 300 Beschäftigte für Forschung und Entwicklung (R&D) in Deutschland durch den Kauf von Nokia Systems Networks. Die Entwicklung ist in Greifswald, und in Berlin haben wir einen Software-Standort." Die USA seien der Hauptmarkt, dazu kämen neben Deutschland Aktivitäten in Australien, Italien, Großbritannien und Irland.

Adtran mit Hauptsitz in Huntsville im US-Bundestaat Alabama ist nach Golem.de-Informationen zusammen mit Huawei Ausrüster für Super Vectoring der Telekom. Die Telekom verbaut Super Vectoring in Deutschland seit April 2017. Der nächste Entwicklungsschritt von Vectoring, Super-Vectoring, ermögliche beim Download eine Geschwindigkeit von bis zu 250 MBit/s.


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