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DMCA: Google wurde aufgefordert, Localhost zu blockieren

Bei automatisierten DMCA -Anfragen geht immer mal wieder was schief. Nun ist Google aufgefordert wurden, die IP-Adresse 127.0.0.1 zu blockieren.
/ Sebastian Grüner
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Google wird immer wieder aufgefordert, Links aus seinen Suchergebnissen zu entfernen. (Bild: DENIS CHARLET/AFP via Getty Images)
Google wird immer wieder aufgefordert, Links aus seinen Suchergebnissen zu entfernen. Bild: DENIS CHARLET/AFP via Getty Images

Ein für die Vertretung von Urheberrechten zuständiger Dienst hat in einer DMCA-Anfrage offenbar Google dazu aufgefordert, Links aus den Ergebnissen seiner Suchmaschine zu entfernen, die auf die IP-Adresse 127.0.0.1 verweisen, also auf Localhost. Das berichtet das auf Urheberrechtsverletzungen und sogenannte Piraterie spezialisierte Blog Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf die Transparenzberichte von Google.

Bei der Anfrage handelt es sich eigentlich um einen eher gewöhnlichen Vorgang. Denn der Digital Millenium Copyright Act (DMCA) der USA soll unter anderem die Rechtedurchsetzung für Urheber vereinfachen. Üblicherweise behandeln derartige Anfragen direkt die nicht-lizenzierte Nutzung von Werken wie Musikstücken oder deren einfache Zugänglichmachung, beispielsweise über Suchmaschinen. Zuletzt sorgte dies etwa bei Twitch für Chaos .

So bekommen auch Google und andere Suchmaschinenbetreiber regelmäßig Anfragen, Links auf unmittelbare Rechtsverletzungen aus ihren Ergebnissen zu entfernen. So ist das offenbar auch in dem beschriebenen Fall geschehen. Diese Anfragen werden oft millionenfach und meist vollständig automatisiert erstellt, was in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen geführt hat.

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Im vorliegenden Fall hat der TV-Sender TRK Ukraine über seinen Dienstleister Vindex Google dazu aufgefordert, einen Link auf die IP-Adresse 127.0.0.1 zu entfernen. Genau genommen wird Google damit also aufgefordert, die Links oder Dateien auf seinen eigenen Servern zu entfernen, da die Adresse immer auf den eigenen Host verweist. Offenbar handelt es sich dabei aber um einen kuriosen Fehler, der wohl ursächlich darin liegt, dass die Systeme des Dienstleisters die fraglichen Dateien auf den eigenen Servern entdeckt und diese entsprechend weiter gemeldet haben.


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