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DMA: EU-Kommission zwingt Google zur Öffnung von Android und Suche

Die EU-Kommission greift bei Android und der Google-Suche ein. Google warnt im Gegenzug vor Gefahren für Privatsphäre und Sicherheit.
/ Przemyslaw Szymanski
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Die EU-Kommission macht Google bei Android und seiner Suche nun strikte Vorgaben. (Bild: Nicolas TUCAT / AFP via Getty Images)
Die EU-Kommission macht Google bei Android und seiner Suche nun strikte Vorgaben. Bild: Nicolas TUCAT / AFP via Getty Images
Inhalt
  1. DMA: EU-Kommission zwingt Google zur Öffnung von Android und Suche
  2. Suchdaten für konkurrierende Dienste

Die EU-Kommission hat am 16. Juli 2026 zwei verbindliche Entscheidungen nach dem Digital Markets Act veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster), die Google zu konkreten Änderungen an Android und beim Zugang zu Daten aus der Google-Suche verpflichten. Dabei handelt es sich nicht um neue Gesetze, sondern um Festlegungen dazu, wie der Konzern bereits geltende DMA-Vorgaben umzusetzen hat.

Nach Darstellung der EU-Kommission sollen die Maßnahmen den Wettbewerb auf digitalen Märkten stärken. Bereits in ihrer ersten Überprüfung des DMA hatte die Behörde festgestellt, dass die Regeln ihr volles Potenzial noch nicht erreicht haben und konsequenter durchgesetzt werden müssen.

Die nun veröffentlichten Vorgaben sollen deshalb dafür sorgen, dass auch andere Unternehmen zentrale Funktionen und Daten zu fairen Bedingungen nutzen können.

Google muss Android für andere KI-Assistenten öffnen

Einen Schwerpunkt der neuen Vorgaben bildet Android, das auch unabhängig vom DMA im Fokus der europäischen Wettbewerbshüter steht. Wegen früherer rechtswidriger Beschränkungen muss Google eine Strafe von 4,125 Milliarden Euro zahlen.

Die nun veröffentlichten DMA-Festlegungen setzen an anderer Stelle an und verpflichten den Konzern konkurrierenden KI-Assistenten Zugang zu elf Systemfunktionen zu gewähren, die bisher vor allem den eigenen Diensten zur Verfügung stehen. Nutzer sollen einen anderen Assistenten per Sprachbefehl oder über die Home-Taste starten können. Damit soll der ausgewählte Dienst ähnlich unmittelbar erreichbar sein wie Googles eigener Assistent.

Mit Zustimmung der Nutzer darf der ausgewählte Assistent außerdem auf Bildschirm- und App-Inhalte zugreifen sowie Einstellungen ändern. Fremde KI-Apps sollen damit ebenso wie Gemini agentische, mehrstufige Funktionen ausführen können. Dazu gehören etwa das Zusammenführen von Informationen aus mehreren Anwendungen, das Verfassen einer E-Mail oder das Anlegen eines Termins über mehrere aufeinanderfolgende Schritte hinweg.

Diese Funktionen muss Google mit der nächsten großen Systemversion Android 18 einführen, spätestens jedoch bis zum 1. August 2027. Eine Ausnahme gilt für die parallele Erkennung verschiedener Aktivierungswörter, durch die sich mehrere Assistenten per Sprache starten lassen. Sie muss erst mit Android 19 und spätestens bis zum 1. August 2028 verfügbar sein.


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