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Suchdaten für konkurrierende Dienste

Daneben regelt die EU-Kommission den Zugang zu Daten aus der Google-Suche. Berechtigte Anbieter sollen anonymisierte Angaben zu Suchanfragen, Rangfolgen, Klicks und aufgerufenen Treffern erhalten. Den Suchalgorithmus selbst muss Google nicht offenlegen. Auch Anbieter von KI-Chatbots mit integrierter Websuche können die Daten erhalten, sofern ihr Dienst als Online-Suchmaschine im Sinne des DMA gilt.

Verwenden dürfen sie die Informationen jedoch ausschließlich, um ihre eigene Suchtechnik weiterzuentwickeln. Allgemeines KI-Training, Werbung und die Erstellung von Nutzerprofilen sind ausgeschlossen. Vor der Weitergabe müssen direkte Kennungen entfernt, seltene oder besonders lange Suchanfragen herausgefiltert und weitere Angaben vergröbert werden.

Ob diese Schutzmaßnahmen auch langfristig ausreichen, will die EU-Kommission fortlaufend beobachten und die Vorgaben alle zwei Jahre überprüfen. Dabei sollen neue technische Entwicklungen sowie neue Bedrohungen und Angriffsmöglichkeiten berücksichtigt werden. Mit der Weitergabe der Suchdaten an berechtigte Anbieter muss Google im Januar 2027 beginnen.

Google warnt vor Sicherheitsrisiken

Google äußerte sich inzwischen zu den Entscheidungen(öffnet im neuen Fenster) und kritisierte zunächst die Android-Vorgaben. Kent Walker, bei Google und Alphabet für globale Angelegenheiten zuständig, schrieb: "Die heutigen Entscheidungen drohen, wichtige Schutzmechanismen für Privatsphäre und Sicherheit von Millionen Europäern zu untergraben." Aus Sicht des Konzerns könnten fremde KI-Apps sensible und weitreichende Geräteberechtigungen erhalten, ohne dieselben Prüfungen durch Gerätehersteller zu durchlaufen.

Auch die Freigabe der Suchdaten lehnt Google in dieser Form ab. "Die privaten Suchanfragen der Europäer würden unbekannten Unternehmen offengelegt", warnt Walker. Der Konzern sieht Risiken für die Privatsphäre, Geschäftsgeheimnisse und die nationale Sicherheit. Dementsprechend werde sich Google auch weiterhin für einen ausgewogenen Ansatz einsetzen, "der Privatsphäre und Sicherheit schützt und zugleich die Ziele für mehr Wettbewerb unterstützt", erklärte Walker.


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