DLSS 5: Nvidia-CEO Jensen Huang mag KI-Slop auch nicht
Hatte der Nvidia-CEO Jensen Huang vor Investoren und Presse auf der eigenen Messe GTC DLSS 5 noch verteidigt, nimmt er nun einige Aussagen zurück. "Ihre Perspektive ergibt Sinn" , sagt er in einem Interview(öffnet im neuen Fenster) mit dem ITler und Podcaster Lex Fridman. "Ich mag KI-Slop auch nicht." Zuvor hatte er sich nach der allgemein eher schlechten Kritik für die neue Technik an die Community mit dem Satz gerichtet: "Sie liegen komplett falsch."
DLSS 5 nutzt ein KI-Modell, das vor allem Licht und Schatten in Spielen generativ verbessern soll. In den ersten Demos wurden Charaktere in Games wie Resident Evil Requiem und Starfield teils allerdings so verändert, dass sie laut Kritiken aus der Community wie KI-generierte Figuren aussahen. "All die KI-generierten Inhalte gleichen sich immer mehr. Sie sehen allesamt wunderschön aus. Ich habe deshalb Empathie gegenüber den Gedanken der Community" , sagt Huang im Interview.
"Sie können sich entscheiden, es einfach nicht zu nutzen."
"Das ist aber nicht das, was DLSS 5 erreichen will" , ergänzt der CEO. Er wiederholt seine bisherigen Aussagen zur Technik. Sie soll sich an 3D-Struktur orientieren, die weiterhin von den Künstlern vorgegeben werde. Die Technik behalte bei jedem einzelnen Frame diese Struktur bei und verändere sie nicht. "DLSS 5 verbessert, ändert aber nichts." , sagt er. Zudem sei DLSS 5 nur ein Werkzeug für die Spielestudios. Huang ergänzt: "Sie können sich entscheiden, es einfach nicht zu nutzen."
Der Youtube-Kanal Gamers Nexus(öffnet im neuen Fenster) gehört zu den größten Kritikern der Technik. Dort wurde DLSS 5 teils Frame für Frame analysiert. Gerade in schnellen Szenen, etwa einer Torschusssequenz in EA Sports FC werden Objekte verzerrt oder durch Artefakte entstellt. Offenbar hat das System weiterhin Probleme mit Kontinuität zwischen Frames – ein essenzieller Bestandteil von Spielen. DLSS soll aber erst im Herbst 2026 erscheinen. Welche Grafikkarten dafür benötigt werden, nannte das Unternehmen bisher nicht. Auf der Demo mussten zwei Geforce RTX 5090 dafür herhalten. Aktueller Marktwert: Mehr als 7.000 Euro.
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