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Gewächshaus Eden: Die Erdbeere ist eine Diva.
Gewächshaus Eden: Die Erdbeere ist eine Diva. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)

DLR-Projekt Eden ISS: Das Paradies ist ein Container

Gewächshaus Eden: Die Erdbeere ist eine Diva.
Gewächshaus Eden: Die Erdbeere ist eine Diva. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)

Keine Schlange, kein Apfel - und doch ein Garten Eden: In Bremen bereitet das DLR ein Gemüsebeet vor, das ein Jahr lang Forscher in der Antarktis mit frischem Gemüse versorgen soll. Das ist ein terrestrischer Test für extraterrestrische Missionen.
Ein Bericht von Werner Pluta

Eden steht an der Tür. Doch das Ambiente ist wenig paradiesisch: eine Stahltür in einem Parkhaus. Hinter der Tür liegt ein Laborraum. Rechts ein Schreibtisch, links eine Arbeitsplattform, an der Wand gegenüber mehrere Bildschirme. Daneben eine durchsichtige Wand, die den Raum in zwei Hälften teilt. Hinter der Scheibe sind weitere technische Geräte und einige schwarze Schränke zu sehen.

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Und doch proben hier Paul Zabel und seine Kollegen vom Institut für Raumfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt die Kolonialisierung fremder Welten. Sie wollen erreichen, dass Raumfahrer sowie die künftigen Bewohner von Mars und Mond sich mit frischem Gemüse und Obst versorgen und dabei zugleich einige ihrer Hinterlassenschaften verwerten können. Auf der Erde, in der geschützten Umgebung eines Labors, funktioniert das gut. Doch wie sieht das unter härteren Bedingungen aus? In diesem Jahr werden die DLR-Forscher ihre Gewächshäuser zwei Härtetests unterziehen:

Wer nach Eden will, muss sich anziehen

Eden heißt das Projekt, an dem Zabel mitarbeitet - eine Abkürzung für Evolution and Design of Environmentally-closed Nutrition-Sources - und das hat mit dem Garten aus der biblischen Überlieferung wenig zu tun. Wir betreten ihn auch nicht wie Adam und Eva nackt, sondern schlüpfen in Kittel aus Zellstoff, ziehen uns Plastiküberzüge über die Schuhe und setzen eine Zellstoffmütze auf. So ausstaffiert hätte uns jeder Erzengel liebend gern mit seinem Flammenschwert aus dem alten Eden vertrieben. In das neue dürfen wir nur so hinein.

  • Gemüse für die Antarktis und die ISS. Die Gewächshaus-Container beim DLR in Bremen (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im Labor testen die DLR-Forscher den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern ohne Erde. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Pflanzen wachsen abgeschottet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Paul Zabel gewährt uns einen Einblick. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Wurzeln liegen frei und werden mit Wasser und Nährstoffen berieselt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • 15 verschiedene Pflanzensorten  bauen die Bremer an - hier eine Tomate, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... deren Früchte bald reif sind. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Tomaten der Sorte Micro-Tina fliegen ins All. Der Farbstich kommt durch die Beleuchtung. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Außerdem im Angebot: Paprika, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... die ebenfalls bald reif sind, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und Gurken. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die sind schon reif. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Früchte werden gesammelt, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... gewogen ...  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und vermessen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Anschließend trocknet Zabel sie, um das Gewicht der Biomasse zu bestimmen - wie etwa von diesem Salat. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ein Blick in den Container, mit dem Zabel in die Antarktis reist (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Gewächshaus soll nahe der Forschungsstation Neumayer III aufgestellt werden. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)
  • Es besteht aus zwei 20-Fuß-Containern - rechts ist das Gewächshaus, links der Maschinenraum. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)
  • Das Gemüse, die Kräuter und das Obst sind für die Besatzung der Station  gedacht. Solche Gewächshäuser könnten in Zukunft auf dem Mars stehen. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)
Gemüse für die Antarktis und die ISS. Die Gewächshaus-Container beim DLR in Bremen (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Der Garten verbirgt sich hinter schwarzen Stoffbahnen, die Zabel jetzt öffnet. Tomatenpflanzen kommen zum Vorschein, Gurken und Paprika. Groß sind die Pflanzen, mit vielen Blättern und sie hängen voll mit Früchten in verschiedenen Reifegraden.

Pflanzen wachsen ohne Erde

"Wir untersuchen hier bioregenerative Lebenserhaltungssysteme für die Raumfahrt. Sprich: Wir wollen mit Pflanzen Astronauten am Leben erhalten", sagt Zabel im Gespräch mit Golem.de. Das sind Gewächshäuser, in denen Pflanzen ohne Erde und Sonnenlicht angebaut werden, die es also ermöglichen, Nutzpflanzen auch in der lebensfeindlichen Umgebung des Weltraums anzubauen.

Das ist im Prinzip nichts Neues. Seit gut 40 Jahren experimentieren die Raumfahrtnationen damit. Aber: "Viele der Experimente hatten eher einen biologischen Hintergrund", sagt Zabel. "Wir untersuchen die Produktion von Lebensmitteln - das ist nochmal etwas anderes, als einfach nur zu wissen, wie die Pflanze wächst."

Wie reagieren Pflanzen auf veränderte Schwerkraft?

Eden ist nur eines von zwei DLR-Programmen, um das Pflanzenwachstum außerhalb der Erde zu testen. Im zweiten - Euglena Combined Regenerative Organic Food Production in Space (Eu-Cropis) - wollen die Forscher herausfinden, ob Pflanzen nicht nur ohne natürliches Licht und Erde, sondern auch mit einer anderen Schwerkraft als der irdischen klarkommen.

Damit im Weltraum später nichts schiefgeht, wird das alles schon einmal intensiv auf der Erde getestet - in dem Bremer Labor neben dem Parkhaus, in der Antarktis und in der Erdumlaufbahn. Was für die Teammitglieder nicht immer einfach ist.

Der Garten hinter der Tiefgarage 

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Tylon 26. Apr 2017

Nein. Aber ich nutze hydroponische verfahren für chilizucht.

Mazzn1412 24. Apr 2017

ich kann dir Krautreporter.de empfehlen. Die Artikel sind auch oft umfangreich, und in...

lgo 24. Apr 2017

Das sind Tomaten, keine Erdbeeren.

Apfelbrot 23. Apr 2017

Doch ist es, und das Zeug wächst wie Unkraut überall. Der einzige Grund für den rießen...

Snooozel 21. Apr 2017

Denn es zeigt deutlich dass es den Pflanzen schlecht geht, sie bilden Ödeme. Gründe dafür...



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