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Gewächshaus Eden: Die Erdbeere ist eine Diva.
Gewächshaus Eden: Die Erdbeere ist eine Diva. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)

Das DRL testet in der Antarktis

Ende des Jahres packt Zabel sein Gewächshaus und macht sich damit auf in den antarktischen Sommer. Ab Dezember wird er ein Jahr lang auf dem Ekström-Schelfeis in der Atka-Bucht verbringen. Ziel ist es zu testen, ob die Systeme den extremen Bedingungen dort gewachsen sind - und gleichzeitig die Besatzung der Station mit frischem Grün versorgen können.

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  • Gemüse für die Antarktis und die ISS. Die Gewächshaus-Container beim DLR in Bremen (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Im Labor testen die DLR-Forscher den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern ohne Erde. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Pflanzen wachsen abgeschottet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Paul Zabel gewährt uns einen Einblick. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Wurzeln liegen frei und werden mit Wasser und Nährstoffen berieselt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • 15 verschiedene Pflanzensorten  bauen die Bremer an - hier eine Tomate, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... deren Früchte bald reif sind. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Tomaten der Sorte Micro-Tina fliegen ins All. Der Farbstich kommt durch die Beleuchtung. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Außerdem im Angebot: Paprika, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... die ebenfalls bald reif sind, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und Gurken. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die sind schon reif. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Früchte werden gesammelt, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... gewogen ...  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... und vermessen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Anschließend trocknet Zabel sie, um das Gewicht der Biomasse zu bestimmen - wie etwa von diesem Salat. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Ein Blick in den Container, mit dem Zabel in die Antarktis reist (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Gewächshaus soll nahe der Forschungsstation Neumayer III aufgestellt werden. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)
  • Es besteht aus zwei 20-Fuß-Containern - rechts ist das Gewächshaus, links der Maschinenraum. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)
  • Das Gemüse, die Kräuter und das Obst sind für die Besatzung der Station  gedacht. Solche Gewächshäuser könnten in Zukunft auf dem Mars stehen. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)
Das Gewächshaus soll nahe der Forschungsstation Neumayer III aufgestellt werden. (Bild: DLR/CC-BY 3.0)

Das Gewächshaus wird in zwei 20-Fuß-Standard-Containern untergebracht. Es wird für den Transport auseinandergenommen und vor Ort wieder zusammengesetzt. Der Container dient als Maschinenraum: Dort sind die Systeme untergebracht, die das Luftmanagement, die Temperatur und die Nährstoffversorgung steuern. Im zweiten sind links und rechts auf der ganzen Länge Regale angebracht, auf denen Gemüse, Salat, Kräuter und Obst gedeihen.

Die antarktische Sonne heizt das Gewächshaus

Aber warum gerade die Antarktis? "In der Antarktis gibt es ein schwieriges Klima - deshalb gehen wir dorthin", sagt Zabel. Schwieriges Klima heißt: Im Sommer ist die Luft fünf Grad warm. Doch bei 24 Stunden Sonnenschein kann sich die Außenwand des Containers auf 30 Grad aufheizen. Im Winter hingegen, der zweiten Hälfte von Zabels Aufenthalt, bleibt es dunkel, und es wird minus 30 Grad und kälter.

Da braucht das Gewächshaus vor allem eine gute - aber nicht zu gute - Isolierung: So darf es im Winter nicht zu sehr auskühlen. Ist die Isolierung jedoch zu gut, wird es im antarktischen Sommer zu warm und Zabel muss zu viel kühlen. "Wir mussten eine Balance finden zwischen Sommer- und Wintertemperaturen", sagt der Forscher. "Wir haben uns jetzt auf eine Mitteltemperatur eingestellt, wo wir weder kühlen noch heizen müssen." Die liegt bei gemütlichen 25 Grad unter null. Wird es wärmer, wird gekühlt; wenn es kälter wird, wird geheizt.

Der Container hat drei Kühlkreisläufe

Der Kühler sitzt auf dem Dach: Er kühlt eine Flüssigkeit, die dann im Container und auf drei Kühlkreisläufe verteilt wird. Unter anderem werden die LEDs mit Wasser gekühlt. Das ermöglicht es, Wärme aus der Pflanzenkammer abzuführen, ohne die Luft darin zu erwärmen. Außerdem sind die wassergekühlten Leuchteinheiten kleiner als die luftgekühlten, die Zabel in Bremen noch einsetzt. Das wiederum ist praktisch hinsichtlich eines möglichen Weltraumeinsatzes, bei dem es gilt, alles möglichst klein und kompakt zu halten.

Das Gewächshaus wird etwa 400 Meter von der Station entfernt aufgestellt. Damit Zabel, wenn ein Sturm um die Station tobt, nicht hinausgehen muss, um seine Pflanzen zu begutachten, ist das Gewächshaus mit Kameras ausgestattet. Sie beobachten das Grün rund um die Uhr. Ihre Bilder sollen zu Zeitrafferfilmen montiert werden, anhand derer das Wachstum verfolgt werden kann. Außerdem nimmt Zabel zusätzlich noch eine Digitalkamera mit. Damit könne er, wenn ihm an einer Pflanze etwas ungewöhnlich vorkomme, Bilder machen und sie via Kontrollzentrum an Experten schicken, die ihm raten, was er tun solle.

Der Container hat drei Kühlkreisläufe

Läuft alles, wie es soll, kann sich die Besatzung der Station - im Sommer immerhin bis zu 50 Personen, im Winter mit Zabel gerade mal zehn - über Abwechslung beim Essen freuen. Denn anders als in Bremen wird Zabel nur einen kleinen Teil der Ernte für die Forschung zurückhalten. Der überwiegende Rest des Salats, Gemüses, der Kräuter und natürlich der Erdbeeren soll den Speiseplan am Ende der Welt aufpeppen.

Auch wenn Zabel in der Antarktis die Haltbarkeit und die Funktionsfähigkeit der Gewächshäuser testet: So manches lässt sich auf der Erde nur schwer simulieren. Deshalb plant das DLR einen zweiten Test für die Gewächshäuser.

 Der Garten hinter der TiefgarageTestdurchlauf im All 

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Tylon 26. Apr 2017

Nein. Aber ich nutze hydroponische verfahren für chilizucht.

Mazzn1412 24. Apr 2017

ich kann dir Krautreporter.de empfehlen. Die Artikel sind auch oft umfangreich, und in...

lgo 24. Apr 2017

Das sind Tomaten, keine Erdbeeren.

Apfelbrot 23. Apr 2017

Doch ist es, und das Zeug wächst wie Unkraut überall. Der einzige Grund für den rießen...

Snooozel 21. Apr 2017

Denn es zeigt deutlich dass es den Pflanzen schlecht geht, sie bilden Ödeme. Gründe dafür...



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