• IT-Karriere:
  • Services:

DLR: Phylax erkennt Sprengstoffreste per Laser

Schnell und unauffällig könnte künftig die Suche nach den Resten gefährlicher Stoffe ablaufen: Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt haben ein laserbasiertes System zur berührungslosen Erfassung von Explosivstoffpartikeln entwickelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Phylax: Laser erkennt Reste von explosiven Substanzen.
Phylax: Laser erkennt Reste von explosiven Substanzen. (Bild: DLR/CC-BY-SA 3.0)

Es ist immer ein unbehaglicher Moment, wenn an der Sicherheitskontrolle am Flughafen einer der Bediensteten anfängt, mit einem Teststreifen an Jacke, Rucksack oder Laptop herumzufuhrwerken. Anschließend hält er den Teststreifen in ein Gerät, das im Normalfall keine Sprengstoffreste feststellt. Das Verfahren trägt weder zum Wohlbefinden des Getesteten - "Warum werde gerade ich überprüft?" - bei noch dazu, die Sicherheitskontrollen zu beschleunigen. Das soll sich ändern: Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben ein System entwickelt, das Explosivstoffreste schnell und zuverlässig detektiert.

Stellenmarkt
  1. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf, Hagen, Köln
  2. WBS GRUPPE, deutschlandweit (Home-Office)

Phylax heißt das System, was zum einen eine Abkürzung für "personenbezogene hybride laserbasierte Explosivstoffdetektion", zum anderen das altgriechische Wort für Wächter oder Beschützer ist. Das System ist berührungslos und arbeitet mit einem Laser, genauer mit Laserspektroskopie. Entwickelt wurde Phylax am DLR-Institut für Technische Physik in Lampoldshausen bei Heilbronn.

Das Gerät sendet einen Laserstrahl über ein Teleskop aus. Der Lichtstrahl trifft auf den zu untersuchenden Gegenstand, etwa ein Kleidungsstück, und wird von Partikeln darauf gestreut. Das gestreute Licht wird dann mit dem Teleskop erfasst, ein Spektrometer analysiert es und erkennt, wenn die Partikel von explosiven Substanzen stammen.

Phylax ist transportabel

"Phylax soll in Zukunft eine Personenkontrolle im Vorbeigehen ermöglichen - aus einer Entfernung von etwa zwei Metern, berührungslos, sekundenschnell und mit einer hohen Zuverlässigkeit", sagt Frank Duschek, zuständiger Abteilungsleiter beim DLR. Das System soll sich mit vorhandenen Systemen wie etwa den Röntgengeräten für die Kontrolle des Handgepäcks kombinieren lassen. Es soll aber auch als transportables Gerät etwa auf Großveranstaltungen eingesetzt werden können.

Die DLR-Forscher haben gezeigt, dass das System funktioniert und wollen es nun weiterentwickeln. Sie haben keine Angaben darüber gemacht, wann es serienreif ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,99€
  2. 27,99€
  3. 25,99€
  4. 9,49€

mifritscher 04. Mär 2019

Hmm, man könnte einen Flughafen schön lahmlegen, indem man ein wenig vom Pulver einer...

AllDayPiano 04. Mär 2019

Auf Schwarzpulverreste wird aktuell bereits hin untersucht. Hat nen Kumpel damals...


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut die ISS aus Lego zusammen

Mit 864 Einzelteilen und rund 90 Minuten Bauzeit ist die Lego-ISS bei Weitem nicht so komplex wie ihr Vorbild.

Golem.de baut die ISS aus Lego zusammen Video aufrufen
Elektromobilität: Ein Besuch im tschechischen Grünheide
Elektromobilität
Ein Besuch im tschechischen Grünheide

Der Autohersteller Hyundai fertigt einen Teil seiner Kona Elektros jetzt in der EU. Im tschechischen Nošovice rollen pro Jahr bis zu 35.000 Elektroautos vom Band - sollte es keine Corona-bedingten Unterbrechungen geben. Ein Werksbesuch.
Von Dirk Kunde

  1. Crossover-Elektroauto Model Y fährt effizienter als Model 3
  2. Wohnungseigentumsgesetz Regierung beschließt Anspruch auf private Ladestelle
  3. Plugin-Hybride BMW setzt Anreize für höhere Stromerquote

Next-Gen: Welche neue Konsole darf's denn sein?
Next-Gen
Welche neue Konsole darf's denn sein?

Playstation 5 oder Xbox Series X: Welche Konsole besser wird, wissen wir auch noch nicht. Grundüberlegungen zur Hardware und den Ökosystemen.
Ein IMHO von Peter Steinlechner

  1. Elektroschrott Kauft keine kleinen Konsolen!
  2. IMHO Porsche prescht beim Preis übers Ziel hinaus

IT-Chefs aus Indien: Mehr als nur ein Klischee
IT-Chefs aus Indien
Mehr als nur ein Klischee

In den Vorstandsetagen großer Tech-Unternehmen sind Inder allgegenwärtig. Der Stereotyp des IT-Experten aus Südasien prägt die US-Popkultur. Doch hinter dem Erfolg indischstämmiger Digitalunternehmer steckt viel mehr.
Ein Bericht von Jörg Wimalasena

  1. Jobporträt Softwaretester "Ein gesunder Pessimismus hilft"
  2. Frauen in der IT Software-Entwicklung ist nicht nur Männersache
  3. Virtuelle Zusammenarbeit Wie Online-Meetings nicht zur Zeitverschwendung werden

    •  /