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DJI Robomaster S1 im Test: Papa, darf ich auch mal spielen?

Dass DJI nicht nur Flugdrohnen bauen kann, zeigt der Robomaster S1, der auf seinen vier Rädern im Büro umherflitzt. Wir können auch im Robo-Laser-Tag gegen andere Robomaster antreten - ein echter Spaß für eher ältere Kinder und Programmierfans.

Ein Test von veröffentlicht am
Video: Im Doppelpack macht der Robomaster gleich mehr Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Früher haben wir uns gefreut, wenn wir mit einem ferngesteuerten Auto Rennen fuhren: links lenken, rechts lenken und die mühselig zusammengebaute Lego-Burg der Geschwister rammen. Heute rattert es durch den Büroflur: Der Robomaster S1 vom Drohnenhersteller DJI ist kein laut summender Quadrocopter, sondern ein Bodenfahrzeug auf vier Rädern.

Inhalt:
  1. DJI Robomaster S1 im Test: Papa, darf ich auch mal spielen?
  2. World of Tanks in echt
  3. Eigene Scripts programmieren macht Spaß
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Der Mini-Panzer wird mit dem Smartphone oder dem PC statt einer Fernbedienung gefahren. An Bord befinden sich eine Kamera, ein Microcontroller, Sensoren und sogar ein winziger Geschützturm, mit dem wir die Lego-Burg der Geschwister jetzt mit Gelkugeln beschießen oder noch besser gegeneinander im Robo-Laser-Tag antreten können - cool!

Gleichzeitig vermarktet DJI seinen Roboter als Produkt zum Lernen von Programmiersprachen und als Einblick in die spannende Welt der Robotik. Deshalb kann das System zum einen von Grund auf zusammengebaut und zum anderen mit Python-Scripts oder per Scratch programmiert werden.

Wir finden allerdings: Der Robomaster S1 gehört weniger ins Klassenzimmer, sondern eher in den Nerd-Keller der Eltern. Vorausgesetzt, diese haben ausreichend Geld übrig für den 550 Euro teuren Roboter. Und dann kann es passieren, dass wir den Satz "Papa, darf ich auch mal spielen?" öfter hören.

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• Im ersten Teil des Tests bauen wir das Set zusammen und stellen fest: Jüngere Bastler sollten die Hilfe der Eltern einholen.

• Im zweiten Teil spielen wir gegeneinander, fahren Wettrennen und beschießen uns - was für ein Spaß!

• Die Software bietet im dritten Teil des Tests einige Möglichkeiten für eigene kleine Scripts, hat aber auch Schwächen.

• Zum Schluss ziehen wir ein Fazit und geben eine Einordnung des Roboters.

Für den Test stellt uns DJI zwei Robomaster-Sets zur Verfügung. Der Spielspaß entfaltet sich nämlich eher im Wettbewerb - etwa, wenn wir Rennen fahren, auf Ziele schießen oder uns gegenseitig durch das Büro jagen.

Dieser Fokus auf kompetitives Spiel ist kein Zufall, denn der kleine Panzer ist der erste kommerziell erhältliche Ableger der Robomasters Competition, die im chinesischen Shenzhen abgehalten wird. Dort treten Studenten gegeneinander an und bauen, programmieren und steuern ihre selbstgebauten Roboter - alles in einem riesigen Stadion und gesponsert von DJI selbst.

Aufbau etwas zu langwierig für Schulklassen

Bevor wir den Robomaster S1 nutzen können, müssen wir ihn zusammenbauen. In der Packung sind mehr als 100 Schrauben und ebenso viele vorgefertigte Bauteile verstaut. Auch ein Kanister mit etwa 40.000 kleinen Gelkugeln ist enthalten, die für den Werfer verwendet werden können. Ein Großteil des Roboters besteht aus Kunststoff. Die Antriebsmotoren und Innenteile des Gimbals sind hingegen aus Metall. Generell wirken die Teile hochwertig verarbeitet. Teilweise sind sie sogar recht ausgeklügelt.

Das stellen wir bei der Montage der vier Räder fest. Es handelt sich dabei um Mecanum-Räder, die statt herkömmlicher Reifen unabhängig voneinander drehende Gummirollen haben. Das ermöglicht ein seitliches Fahren des Chassis und eine Lenkung ohne bewegliche Achsen - und damit besonders chaotische Rennen und Duelle. Einen Nachteil hat dieses System: Der Robomaster rattert sehr laut, wenn wir beschleunigen.

  • Programmieren mit Scratch (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Programmieren mit Python (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Programmieren mit Scratch (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Mehrere Spielmodi und Platz für eigene. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Spieler treten einer Lobby bei. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In den Einstellungen lassen sich einige Dinge konfigurieren. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können auch alleine fahren oder im Labor Scripts erstellen und Lernkurse anschauen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In den Einstellungen lassen sich einige Dinge konfigurieren. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Verbindung mit QR-Code (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Robomaster S1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Robomaster S1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera kann 1080p/30fps aufnehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mecanum-Räder für mehr Manövrierfähigkeit. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mecanum-Räder für mehr Manövrierfähigkeit. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Roboter kommuniziert per 2,4-GHz-WLAN.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Controller hat Anschlüsse für Servomotoren und Sensoren.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Robomaster S1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Gimbal lässt sich schnell drehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Licht kann ganz schön hell werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera kann 1080p/30fps aufnehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die zentrale Steuereinheit ist auf dem Gimbal montiert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In dieses Magazin passen viele Gelkugeln.
  • Die Kugeln werden mit Wasser vollgesaugt.
  • Der Controller hat Anschlüsse für Servomotoren und Sensoren.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Steuerung per Smartphone  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Steuerung per Smartphone  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Robomaster lässt sich auch mit Windows-PC steuern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gegeneinander spielen macht mehr Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Robomaster S1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zwei Robomaster machen doppelt Spaß.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Roboter erkennt die Pappaufsteller als Checkpoints. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Mecanum-Räder für mehr Manövrierfähigkeit. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Aufbau ist vergleichsweise einfach, wenn wir genau der Anleitung folgen. Die Montage der Räder bedarf einigen Feingefühls. Daher sollten jüngere Bastler die Hilfe der Eltern in Anspruch nehmen, denn die vielen, teils sehr kleinen Schrauben können - trotz vorbildlich großer Reserve für die meisten Kleinteile - schnell verloren gehen. Das passende Werkzeug in Form eines Inbus-Schraubendrehers mit zwei Bitgrößen liegt dem Set bei.

Dass sich der Bausatz eher weniger für Schulklassen eignet, liegt zum Großteil an der langen Bauzeit: Wir haben etwa zwei Stunden an einem Roboter geschraubt. Damit ließen sich mehrere Schulstunden füllen. Wo wir uns den Robomaster aber vorstellen können, sind Arbeitsgemeinschaften der Schule, die neben dem Bau auch einzelne Bauteile, deren Funktion, das Spielen und die Programmierung behandeln.

  • Programmieren mit Scratch (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Programmieren mit Python (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Programmieren mit Scratch (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Mehrere Spielmodi und Platz für eigene. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Spieler treten einer Lobby bei. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In den Einstellungen lassen sich einige Dinge konfigurieren. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Wir können auch alleine fahren oder im Labor Scripts erstellen und Lernkurse anschauen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • In den Einstellungen lassen sich einige Dinge konfigurieren. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Verbindung mit QR-Code (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Robomaster S1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Robomaster S1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera kann 1080p/30fps aufnehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mecanum-Räder für mehr Manövrierfähigkeit. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mecanum-Räder für mehr Manövrierfähigkeit. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Roboter kommuniziert per 2,4-GHz-WLAN.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Controller hat Anschlüsse für Servomotoren und Sensoren.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Robomaster S1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Gimbal lässt sich schnell drehen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Licht kann ganz schön hell werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera kann 1080p/30fps aufnehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die zentrale Steuereinheit ist auf dem Gimbal montiert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In dieses Magazin passen viele Gelkugeln.
  • Die Kugeln werden mit Wasser vollgesaugt.
  • Der Controller hat Anschlüsse für Servomotoren und Sensoren.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Steuerung per Smartphone  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Steuerung per Smartphone  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Robomaster lässt sich auch mit Windows-PC steuern. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gegeneinander spielen macht mehr Spaß. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Robomaster S1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zwei Robomaster machen doppelt Spaß.  (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Roboter erkennt die Pappaufsteller als Checkpoints. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Controller hat Anschlüsse für Servomotoren und Sensoren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die Anschaffungskosten von 550 Euro werden sich allerdings die wenigsten Schulen leisten können, vor allem im Hinblick auf vielseitigere und preiswertere Alternativen wie Lego Mindstorms. Denn leider lässt sich mit dem Robomaster-Bausatz auch wirklich nur der Robomaster bauen. Die Kreativität ist begrenzt. Ebenfalls schade: Uns wird nicht erklärt, wie Bauteile funktionieren, warum wir einzelne Sensoren in den CAN-Bus auf dem Controller stecken oder wie das Innere des Funkmoduls aussieht.

Vorteil des integrierten Systems ist natürlich, dass wir beim Aufbau eigentlich keine Fehler machen können, wenn wir der Anleitung folgen. Außerdem können wir mit dem Roboter direkt loslegen, da die dazugehörige App kostenlos für Android, iOS und - unser Favorit - für den PC verfügbar ist.

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on(Golem.de) 23. Dez 2019 / Themenstart

Hallo Sonicspeed, Wir haben die Kugeln zuvor eingeweicht - etwa vier Stunden im Wasser...

Bitte... 19. Dez 2019 / Themenstart

Um dir plastisch das Problem zur ernsthaften KI darzustellen: Ein Mensch denkt in über 7...

cyberdynesystems 12. Dez 2019 / Themenstart

Der war gut. :-D Das hoffe ich auch; ich kenn' die Zwischenstufen allerdings nicht. Der...

cyberdynesystems 12. Dez 2019 / Themenstart

So liest sich das Ganze als würde DJI "nur" ein futuristisches ferngesteuertes Auto als...

cyberdynesystems 12. Dez 2019 / Themenstart

Danke Euch. bleibt noch die Frage ob Windows 10 Pflicht ist oder ich die Kiste auch mit...

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