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DJI Osmo 360 2: DJI macht seine 360-Grad-Kamera stärker

Die DJI Osmo 360 II filmt jetzt mit 8K und 60 fps, bietet mehr Dynamikumfang und austauschbare Linsen – und eine nahtlose Neuerung.
/ Peter Steinlechner
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DJI Osmo 360 2 (Bild: Peter Steinlechner / Golem)
DJI Osmo 360 2 Bild: Peter Steinlechner / Golem
Inhalt
  1. DJI Osmo 360 2: DJI macht seine 360-Grad-Kamera stärker
  2. DJI Osmo 360 2: Verfügbarkeit und Preise

Das Unternehmen DJI legt bei seiner noch jungen 360-Grad-Kameraserie kräftig nach. Die Osmo 360 2 filmt Rundumvideos nun mit bis zu 8K und 60 Bildern pro Sekunde, und das mit einem größeren Dynamikumfang und einem überarbeiteten Nachtmodus.

Für viele Nutzer vermutlich noch viel wichtiger sind die austauschbaren Linsen. Wird eines der stark hervorstehenden Fischaugenobjektive bei einem Sturz zerkratzt, muss nicht mehr die komplette Kamera repariert werden – bei der ersten Osmo 360 ist das noch so. Außerdem sind die Linsen nun laut Hersteller deutlich härter beschichtet. Ein Ersatzset mit beiden Linsen kostet 40 Euro.

Im Inneren arbeiten wie beim Vorgänger zwei quadratische CMOS-Sensoren im Format 1/1,1 Zoll. DJI vermarktet die Konstruktion als 1-Zoll-360-Grad-Imaging, weil die bei 360-Grad-Aufnahmen genutzte Fläche jedes Sensors nach Angaben des Herstellers der Bildfläche eines klassischen 1-Zoll-Sensors im Seitenverhältnis 4:3 entspricht.

Durch die quadratische Bauform soll die Sensorfläche laut dem Hersteller effizienter ausgenutzt werden. Die Blende liegt bei f/1,9. Die maximale Auflösung bleibt gegenüber dem Vorgänger bei 8K, allerdings steigt die Bildrate von 50 auf die genannten 60 fps.

Damit lassen sich Bewegungen bei Sport- und Actionszenen flüssiger einfangen. Außerdem kann 8K/60-Material mit halber Geschwindigkeit wiedergegeben werden, ohne unter 30 fps zu fallen. DJI verspricht eine bessere Detaildarstellung und flüssigere Bewegungen.

Datenblatt DJI Osmo 360 2
DJI Osmo 360 2
Sensoren2 × quadratische 1/1,1-Zoll-CMOS
Blendef/1,9
ISO100 bis 51.200
360-Videobis 8K mit 60 fps
Flat-VideoEinzelobjektiv bis 4K mit 60 fps; Boost bis 4K mit 120 fps
Zeitlupe360 Grad: 4K mit bis zu 240 fps
Farbaufzeichnung10 Bit, D-Log M
Maximale Videobitrate170 MBit/s
360-Fotosbis 120 MP HDR, JPEG/RAW
Flat-Fotosbis 30,7 MP
Zeitrafferbis 16K mit 30 fps
VideoformateOSV (360 Grad), MP4/HEVC (Flat)
Speicher128 GByte intern, davon 105 GByte nutzbar; microSD bis 1 TByte
Akku2.150 mAh, 8,32 Wh
Akkulaufzeitbis 100 Minuten bei 8K/30 fps
Abmessungen61 × 81 × 36,3 mm
Display2 Zoll, 314 × 556 Pixel
Mikrofone4
StabilisierungRockSteady 3.0, HorizonSteady
FunkWi-Fi 6, BLE 5.1
Anschlüsse/MontageUSB-C, 1/4-Zoll-Gewinde, magnetischer Schnellverschluss
WasserdichtigkeitIP68, bis 10 m ohne Gehäuse; bis 50 m mit optionalem Tauchgehäuse

In der Praxis interessanter als die zusätzlichen zehn Bilder pro Sekunde dürfte der gestiegene Dynamikumfang sein. DJI gibt nun bis zu 14,5 statt 13,5 Blendenstufen an.

Gerade 360-Grad-Kameras profitieren davon: Weil die gesamte Umgebung gleichzeitig aufgenommen wird, landen schnell heller Himmel, direkte Sonne und tiefe Schatten in derselben Aufnahme. Mehr Reserven in diesen Bereichen können daher sichtbarer sein als die zusätzliche Bildrate.

Ein weiteres grundsätzliches Problem von 360-Grad-Kameras geht DJI mit AI High-Precision Smart Stitching an. Da zwei Fischaugenobjektive gemeinsam das Rundumbild erzeugen, müssen deren Aufnahmen an den Übergängen möglichst unsichtbar zusammengesetzt werden.

Bessere Nachtaufnahmen

Schwierig wird das bei Gegenständen oder Personen dicht an der Kamera. Dort können Konturen versetzt erscheinen, Objekte verzerrt oder die sogenannte Stitching-Naht sichtbar werden.

Der neue KI-Algorithmus soll genau solche Fehler reduzieren. DJI nennt nahe Motive, feine Strukturen und Unterwasseraufnahmen als schwierige Szenarien. Selbst Personen, die sich durch den Übergangsbereich zwischen den beiden Objektiven bewegen, sollen sauberer zusammengesetzt werden.

Das ist im Alltag interessanter als mancher spektakuläre Spezialeffekt, denn Stitching-Fehler gehören zu den grundsätzlichen Schwächen von 360-Grad-Kameras und lassen sich nachträglich nur begrenzt korrigieren.

Für wenig Licht führt DJI AI Supernight 2.0 ein. Der Modus kombiniert die f/1,9-Optik mit einer neuen KI-gestützten Rauschunterdrückung und funktioniert bei 360-Grad-Aufnahmen ebenfalls mit bis zu 8K und 60 fps.


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