DJI Osmo 360 2: DJI macht seine 360-Grad-Kamera stärker
Inhalt
Das Unternehmen DJI legt bei seiner noch jungen 360-Grad-Kameraserie kräftig nach. Die Osmo 360 2 filmt Rundumvideos nun mit bis zu 8K und 60 Bildern pro Sekunde, und das mit einem größeren Dynamikumfang und einem überarbeiteten Nachtmodus.
Für viele Nutzer vermutlich noch viel wichtiger sind die austauschbaren Linsen. Wird eines der stark hervorstehenden Fischaugenobjektive bei einem Sturz zerkratzt, muss nicht mehr die komplette Kamera repariert werden – bei der ersten Osmo 360 ist das noch so. Außerdem sind die Linsen nun laut Hersteller deutlich härter beschichtet. Ein Ersatzset mit beiden Linsen kostet 40 Euro.
Im Inneren arbeiten wie beim Vorgänger zwei quadratische CMOS-Sensoren im Format 1/1,1 Zoll. DJI vermarktet die Konstruktion als 1-Zoll-360-Grad-Imaging, weil die bei 360-Grad-Aufnahmen genutzte Fläche jedes Sensors nach Angaben des Herstellers der Bildfläche eines klassischen 1-Zoll-Sensors im Seitenverhältnis 4:3 entspricht.
Durch die quadratische Bauform soll die Sensorfläche laut dem Hersteller effizienter ausgenutzt werden. Die Blende liegt bei f/1,9. Die maximale Auflösung bleibt gegenüber dem Vorgänger bei 8K, allerdings steigt die Bildrate von 50 auf die genannten 60 fps.
Damit lassen sich Bewegungen bei Sport- und Actionszenen flüssiger einfangen. Außerdem kann 8K/60-Material mit halber Geschwindigkeit wiedergegeben werden, ohne unter 30 fps zu fallen. DJI verspricht eine bessere Detaildarstellung und flüssigere Bewegungen.
| DJI Osmo 360 2 | |
| Sensoren | 2 × quadratische 1/1,1-Zoll-CMOS |
| Blende | f/1,9 |
| ISO | 100 bis 51.200 |
| 360-Video | bis 8K mit 60 fps |
| Flat-Video | Einzelobjektiv bis 4K mit 60 fps; Boost bis 4K mit 120 fps |
| Zeitlupe | 360 Grad: 4K mit bis zu 240 fps |
| Farbaufzeichnung | 10 Bit, D-Log M |
| Maximale Videobitrate | 170 MBit/s |
| 360-Fotos | bis 120 MP HDR, JPEG/RAW |
| Flat-Fotos | bis 30,7 MP |
| Zeitraffer | bis 16K mit 30 fps |
| Videoformate | OSV (360 Grad), MP4/HEVC (Flat) |
| Speicher | 128 GByte intern, davon 105 GByte nutzbar; microSD bis 1 TByte |
| Akku | 2.150 mAh, 8,32 Wh |
| Akkulaufzeit | bis 100 Minuten bei 8K/30 fps |
| Abmessungen | 61 × 81 × 36,3 mm |
| Display | 2 Zoll, 314 × 556 Pixel |
| Mikrofone | 4 |
| Stabilisierung | RockSteady 3.0, HorizonSteady |
| Funk | Wi-Fi 6, BLE 5.1 |
| Anschlüsse/Montage | USB-C, 1/4-Zoll-Gewinde, magnetischer Schnellverschluss |
| Wasserdichtigkeit | IP68, bis 10 m ohne Gehäuse; bis 50 m mit optionalem Tauchgehäuse |
In der Praxis interessanter als die zusätzlichen zehn Bilder pro Sekunde dürfte der gestiegene Dynamikumfang sein. DJI gibt nun bis zu 14,5 statt 13,5 Blendenstufen an.
Gerade 360-Grad-Kameras profitieren davon: Weil die gesamte Umgebung gleichzeitig aufgenommen wird, landen schnell heller Himmel, direkte Sonne und tiefe Schatten in derselben Aufnahme. Mehr Reserven in diesen Bereichen können daher sichtbarer sein als die zusätzliche Bildrate.
Ein weiteres grundsätzliches Problem von 360-Grad-Kameras geht DJI mit AI High-Precision Smart Stitching an. Da zwei Fischaugenobjektive gemeinsam das Rundumbild erzeugen, müssen deren Aufnahmen an den Übergängen möglichst unsichtbar zusammengesetzt werden.
Bessere Nachtaufnahmen
Schwierig wird das bei Gegenständen oder Personen dicht an der Kamera. Dort können Konturen versetzt erscheinen, Objekte verzerrt oder die sogenannte Stitching-Naht sichtbar werden.
Der neue KI-Algorithmus soll genau solche Fehler reduzieren. DJI nennt nahe Motive, feine Strukturen und Unterwasseraufnahmen als schwierige Szenarien. Selbst Personen, die sich durch den Übergangsbereich zwischen den beiden Objektiven bewegen, sollen sauberer zusammengesetzt werden.
Das ist im Alltag interessanter als mancher spektakuläre Spezialeffekt, denn Stitching-Fehler gehören zu den grundsätzlichen Schwächen von 360-Grad-Kameras und lassen sich nachträglich nur begrenzt korrigieren.
Für wenig Licht führt DJI AI Supernight 2.0 ein. Der Modus kombiniert die f/1,9-Optik mit einer neuen KI-gestützten Rauschunterdrückung und funktioniert bei 360-Grad-Aufnahmen ebenfalls mit bis zu 8K und 60 fps.
- Anzeige Hier geht es zur DJI Mini 4 Pro bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.