DJI Osmo 360 2: Verfügbarkeit und Preise
Für Zeitlupen gibt es mehrere Möglichkeiten. 360-Grad-Aufnahmen sind nativ mit bis zu 4K und 240 fps möglich. Darüber hinaus kann DJI Studio zusätzliche Zwischenbilder per KI berechnen.
Auf diese Weise sind laut Hersteller bis zu 64-fache Zeitlupen möglich. Die Kamera selbst zeichnet also nicht mit einer entsprechend hohen Bildrate auf. Daneben gibt es einen Vortex-Modus, der bis zu 8K und 120 fps statt 6K/120 fps beim Vorgänger schafft.
Auch Fotos nimmt die Osmo 360 2 mit bis zu 120 Megapixeln auf, jetzt als HDR-Panorama. Als Formate stehen JPEG und RAW zur Verfügung. Zeitraffer sind mit bis zu 16K möglich. Videos können mit 10 Bit Farbtiefe und D-Log M für eine aufwendigere nachträgliche Farbkorrektur aufgezeichnet werden.
Wer keine Rundumaufnahme benötigt, kann die Osmo 360 2 wie eine klassische Actionkamera verwenden. Im normalen Einzelobjektivmodus sind bis zu 4K und 60 fps möglich, der besonders weitwinklige Boost-Modus schafft 4K mit bis zu 120 fps.
Damit ist die Kamera ähnlich wie die Modelle von Insta360 nicht ausschließlich auf Rundumaufnahmen beschränkt. Bei der maximalen Auflösung im Einzelobjektivmodus geht DJI allerdings einen Schritt zurück: Der Vorgänger schaffte noch 5K mit 60 fps.
Eine der praktischeren Neuerungen ist Spotlight Follow. Dabei wird ein ausgewähltes Motiv verfolgt und im fertigen, aus dem Rundummaterial erzeugten Flat-Video in der Bildmitte gehalten. Bei unserem vorerst kurzen Ausprobieren funktionierte das fast magisch gut: Wir schafften es nach der Aufschaltung nicht, den Fokus wieder loszuwerden – sobald nur ein Härchen sichtbar war, saß er.
Das kann einen wesentlichen Vorteil von 360-Grad-Aufnahmen besser nutzbar machen: Beim Filmen muss kaum über den endgültigen Bildausschnitt nachgedacht werden, weil dieser erst anschließend festgelegt wird.
Mit Dual Recording lassen sich auch gleichzeitig eine nach vorn und eine auf den Nutzer gerichtete Perspektive aus derselben 360-Grad-Aufnahme erzeugen. DJI nennt für neu gerahmte Flat-Videos eine maximale Auflösung von 4K.
Für Übertragung und Bearbeitung gibt es weiterhin DJI Mimo auf dem Smartphone und Tablet sowie DJI Studio auf dem Rechner. Neu ist NFC. Ein kompatibles Smartphone lässt sich durch Berühren der Kamera verbinden, anschließend kann Material übertragen oder direkt die Bearbeitung geöffnet werden.
Hinzu kommen 360-Grad-Editing 2.0 und AI One-Tap Edit, mit denen aus dem Rundummaterial schneller normale Videos entstehen sollen. Für Davinci Resolve gibt es Plug-in-Unterstützung. Einen KI-Regisseur wie bei der Insta360 X6 gibt es nicht.
Vier integrierte Mikrofone nehmen den Ton auf. DJI Mic 3, Mic 2 und Mic Mini können direkt mit der Kamera verbunden werden. Zur Montage stehen ein 1/4-Zoll-Gewinde und ein magnetischer Schnellverschluss zur Verfügung. Auch Gesten- und Sprachsteuerung sind vorhanden.
360 Grad ab 590 Euro
Wer einen kompatiblen Selfiestick verwendet, kann die Aufnahme zudem durch zweimaliges Drehen des Sticks starten – das gab es bislang nur bei Insta360. Für Radfahrer lassen sich Telemetriedaten etwa von Garmin- und Wahoo-Geräten als Dashboard über das Video legen.
Der 2.150-mAh-Akku ist mit der ersten Osmo 360 kompatibel. DJI nennt bis zu 100 Minuten kontinuierliche Aufnahme bei 8K und 30 fps für die neue Kamera. In 22 Minuten soll er dort wieder zu 80 Prozent geladen sein. Mit einem optionalen Akkuverlängerungsstab lässt sich die Laufzeit nach Herstellerangaben um bis zu 180 Minuten erhöhen.
Die DJI Osmo 360 II ist in Deutschland ab dem 15. September 2026 erhältlich. Das Standard Combo kostet 590 Euro und enthält neben der Kamera unter anderem einen Akku, eine Schutztasche, eine Linsenkappe, ein Reinigungstuch und ein USB-C-Kabel. Das Adventure Combo für 740 Euro erweitert die Ausstattung vor allem um zusätzliche Akkus, ein Ladecase, einen Schnellwechseladapter und einen Invisible Selfie Stick.
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