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DJI Neo 2 im Test: Neue Minidrohne mit Gestensteuerung und 4K-Kamera

Die DJI Neo 2 ist leicht und flink. Dank Gestensteuerung, cleverer Automatik und minimal besserem Sensor gelingen Aufnahmen aus dem Handgelenk.
/ Peter Steinlechner
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Die DJI Neo 2 im Flug (Bild: Peter Steinlechner / Golem)
Die DJI Neo 2 im Flug Bild: Peter Steinlechner / Golem
Inhalt
  1. DJI Neo 2 im Test: Neue Minidrohne mit Gestensteuerung und 4K-Kamera
  2. DJI Neo 2: Verfügbarkeit und Fazit

Wenn Gandalf oder der Imperator das sehen könnten: Furchtlos stellen wir uns vor den Flugroboter, und nur mit einer Handbewegung zwingen wir die Maschine aus der Entfernung mit unserem Willen aus dem Weg. Magie oder die Macht? Schön wär's: Die DJI Neo 2 vor uns folgt ganz irdischen Prinzipien – aber das tut sie erstaunlich zuverlässig.

Die kleine Drohne zählt zu den vielseitigsten Geräten ihrer Klasse. Mit einem Gewicht von nur 151 Gramm und integriertem Propellerschutz ist sie leicht genug für spontane Touren, gleichzeitig robust und präzise genug für kreative Flugaufnahmen.

Gesteuert werden kann sie auf viele Arten: per Smartphone-App, mit einer Hand, per Stimme oder – für ambitioniertere Piloten – mit den optionalen Fernsteuerungen oder dem Motion Controller.

Damit richtet sich die Neo 2 sowohl an Outdoorsportler und Wanderer, die ohne schweres Gepäck filmen wollen, als auch an Flugkünstler, die lieber eine Drohne möchten, die im Notfall kaum Schaden anrichtet – und deren Verlust halbwegs verschmerzbar ist.

Die wichtigste Neuerung gegenüber der ersten Neo: DJI hat Stabilität und Sicherheit spürbar verbessert. Das neue Rundumsystem kombiniert nach vorn gerichtetes Lidar mit Infrarotsensoren nach unten und erkennt Hindernisse in alle Richtungen.

Im Test wich die Neo 2 allen Hindernissen sicher aus und stoppte zuverlässig, wenn es eng wurde. In Innenräumen reagierte sie lieber etwas zu vorsichtig als zu riskant – bei zu schmalen Türen blockierte sie sogar komplett, wenn die entsprechenden Sicherheitseinstellungen aktiviert waren. Draußen blieb sie auch bei Windstärke 5 stabil und folgte Bewegungen sauber.

Spezifikationen der DJI Neo 2 und DJI Neo
DJI Neo 2 DJI Neo
Größe 147 × 171 × 41 Millimeter 130 × 157 × 48.5 Millimeter
Gewicht 151 Gramm 135 Gramm
Flugzeit laut Hersteller ca. 19 Minuten ca. 17 Minuten
maximale Windstärke 10.7 m/s (Level 5) 8 m/s (Level 4)
Satelliten GPS, Galileo und Beidou GPS, Glonass, Galileo und Beidou
Bildsensor 1/2 Zoll (FOV: 119.8°) 1/2 Zoll (FOV: 117.6°)
Fotoformat JPG JPG
Foto maximale Auflösung 4.000 x 3.000, 12 MP 4.000 x 3.000, 12 MP
Videoformat MP4 (H.264, H.265) MP4 (H.264, H.265)
Video Auflösung/Bildrate 4K@100/60/50/30fps in 16:9 mit Motion Control oder Remote Control, sonst 4K@60/50/30fps, 1080p@60/50/30 sowie vertikal (9:16) 2.7K@60/50/30fps 4K@30fps, 1080p@60fps
Video max. Bitrate 80 Mbps 75 Mbps
Blende f/2.2 f/2.8
ISO 100 – 12.800 100 - 6.400
Datenspeicher 49 GByte intern (nicht erweiterbar) 22 GByte intern (nicht erweiterbar)

Die Bewegungssteuerung (also ohne Fernbedienung oder Smartphone) wirkt, wie eingangs geschrieben, fast schon magisch: Nach dem Start folgt die Neo 2 den Bewegungen unserer ausgestreckten Hand – schnell und zuverlässig.

Wer beide Hände hebt, kann sie auf Distanz schicken oder wieder heranholen. Videos werden während des gesamten Flugs aufgenommen, dank eines großen internen Datenspeichers ist das kein Problem.

DJI Neo 2 – Golem probiert Bewegungssteuerung aus
DJI Neo 2 – Golem probiert Bewegungssteuerung aus (02:27)

Der neue 1/2-Zoll-CMOS-Sensor löst mit 12 Megapixeln auf, stabilisiert von einem 2-Achsen-Gimbal und elektronischer Rocksteady-Stabilisierung. Videos nimmt sie in 4K bis 60 fps auf, für echte vertikale Inhalte steht ein 2,7K-Modus bereit.

Gegenüber der ersten Neo wirken die Farben ausgewogener. Die Bilder rauschen dank etwas größerer Blendenöffnung weniger als beim Vorgänger. Für Social Media, Reiseclips oder sportliche Vlogs reicht die Qualität aus. Wer allerdings stark croppen möchte oder professionelle Farbkorrekturen plant, stößt an Grenzen.

Per Smartphone können wir deutlich mehr vordefinierte Flugmanöver aufrufen als zuvor. In Kombination mit Quick Shots und Master Shots entstehen so unkompliziert kurze Clips, die direkt geteilt werden können. Für kreative Experimente stehen außerdem Effekte wie Dolly Zoom oder Boomerang bereit.


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