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DJI Mic Mini 2: Funkmikros auf Schrumpfkurs

Kleiner, leichter und vielseitiger: DJI bringt sein Mini-Funkmikro auf den neuesten Stand – doch Konkurrenz von Insta360 steht bald an.
/ Peter Steinlechner
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Funkmikrofon DJI Mic Mini 2 (Bild: DJI)
Funkmikrofon DJI Mic Mini 2 Bild: DJI

DJI schrumpft sein Funkmikro weiter und packt mehr Technik in die Ladeschale Kleiner, leichter und vielseitiger: Das Unternehmen bringt sein Mini-Funkmikro auf den neuesten Stand – doch Konkurrenz von Insta360 steht schon bereit.

Mit dem neuen DJI Mic Mini 2 stellt DJI eine nochmals kompaktere Version seines Einsteiger-Funkmikrofons vor. Der Sender wiegt rund 11 Gramm und richtet sich etwa an Creator, die möglichst unauffälliges Equipment wollen, ohne bei der Audioqualität größere Abstriche zu machen.

Aufgenommen wird weiterhin in 48 kHz und 24 Bit, neu sind drei Klangprofile sowie eine zweistufige Geräuschunterdrückung, die je nach Umgebung unterschiedlich stark eingreift. Ergänzt wird das alles durch automatische Pegelbegrenzung, manuelle Gain-Stufen und optional getrennte Spuren über die Mimo-App.

Die All-in-One-Ladeschale dient auch als zentrale Aufbewahrung für Sender, Empfänger und Zubehör. DJI will damit typische Set-up-Wechsel beschleunigen, etwa zwischen Smartphone, Kamera und Laptop.

Die breite Gerätekompatibilität bleibt ein Kernargument: Das Mic Mini 2 lässt sich mit Kameras, Mobilgeräten und Rechnern koppeln, inklusive direkter Verbindung zu aktuellen DJI-Osmo-Geräten ohne separaten Empfänger.

Bei Reichweite und Laufzeit legt der Hersteller ebenfalls nach. Bis zu 400 Meter Übertragungsdistanz sind mit dediziertem Empfänger möglich, mit Smartphone-Empfänger rund 300 Meter.

Bald könnte es Konkurrenz durch Insta360 geben

Sender und Empfänger halten laut Hersteller über zehn Stunden durch, die Ladeschale verlängert das auf bis zu 48 Stunden Gesamtbetrieb. Kurzes Nachladen soll schnell helfen: Fünf Minuten reichen laut DJI für etwa eine Stunde Nutzung.

Ungewöhnlich für ein Audioprodukt ist der Fokus auf Design. Austauschbare magnetische Frontabdeckungen sollen das Mikro optisch an Kleidung oder Stil anpassen. Funktional relevant ist vor allem der drehbare Magnetclip, mit dem sich der Sender gezielt auf die Schallquelle ausrichten lässt.

Das Set mit zwei Sendern, Empfänger und Ladeschale kostet 100 Euro, eine abgespeckte Mobilvariante liegt bei 60 Euro. Für den Sommer 2026 kündigt DJI zudem ein erweitertes Modell mit interner Aufnahme und Unterstützung für bis zu vier Sender an.

Parallel dazu zeichnet sich Konkurrenz ab: Bislang nur angeteaserte sehr kleine Funkmikros namens Mic Pro von Insta360 sollen unter anderem ein E-Ink-Display für Statusinfos bieten und stärker auf modulare Nutzung setzen. Wer aktuell überlegt, in ein kompaktes Creator-Mikro zu investieren, könnte deshalb je nach Bedarf noch abwarten.


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