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DJI MG-1 Agras: DJI baut eine 14.000-Euro-Drohne für die Landwirtschaft

Acht statt vier Rotoren, Spritze statt Kamera: Der chinesische Drohnenhersteller DJI hat ein Fluggerät für die Landwirtschaft vorgestellt. Der Octocopter soll Pflanzenschutzmittel versprühen.
/ Werner Pluta
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DJI-Drohne MG-1 Agras: Spritzdüsen unter den Rotoren (Bild: DJI/Screenshot: Golem.de)
DJI-Drohne MG-1 Agras: Spritzdüsen unter den Rotoren Bild: DJI/Screenshot: Golem.de

Der chinesische Hersteller DJI(öffnet im neuen Fenster) ist vor allem bekannt für seine Kameracopter Phantom und Inspire . Die neue Drohne von DJI ist für einen ganz anderen Einsatz gedacht: die Landwirtschaft.

Landwirtschaftsdrohne MG-1 Agras – DJI
Landwirtschaftsdrohne MG-1 Agras – DJI (01:43)

Die MG-1 Agras(öffnet im neuen Fenster) soll Pflanzenschutzmittel auf dem Acker versprühen – eine Aufgabe, die heute im Allgemeinen von Menschen erledigt wird. Wird dafür eine Drohne eingesetzt, schützt das die Gesundheit der Feldarbeiter. Außerdem ist es auf nassen Reisfeldern oder an Hängen einfacher, die Pflanzenschutzmittel aus der Luft zu versprühen.

Die Rotorarme können eingeklappt werden

Anders als Phantom und Inspire ist MG-1 ein Octocopter. Die Rotoren sind an vier Y-förmigen Armen befestigt. Die äußeren Teile der Arme lassen sich einklappen, so dass sich der Copter transportieren lässt. Um die Rotoren vor Staub, Wasser und den verspritzten Chemikalien zu schützen, hat DJI ein System entwickelt, das die Motoren gleichzeitig belüftet und kühlt.

Die Drohne hat einen Tank mit einem Fassungsvermögen von etwa 10 Litern und kann eine Nutzlast von rund 10 Kilogramm transportieren. Die Flugzeit beträgt etwa 12 Minuten, die Geschwindigkeit knapp 30 Kilometer pro Stunde. In einer Stunde soll der Copter je nach Beschaffenheit der Landschaft 3 bis 4 Hektar überfliegen können.

MG-1 fliegt Wegpunkte ab

Die Drohne verspritzt die Pflanzenschutzmittel aus vier Düsen, die unter den Rotoren der Drohne angebracht sind. Deren Abwinde verteilen die Chemikalien dabei. Ein Radarsensor misst den Abstand zum Boden, damit die Drohne stets ihre Flughöhe beibehält. MG-1 kann bei einem solchen Spritzeinsatz ferngesteuert werden, sie kann aber auch automatisch vorprogrammierte Wegpunkte abfliegen.

Die MG-1 Agras soll rund 14.000 Euro kosten. DJI will das Fluggerät zuerst in China und Südkorea auf den Markt bringen. Es könne ab heute vorbestellt werden, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Wann die ersten Drohnen ausgeliefert werden, steht noch nicht fest, auch nicht, wann sie anderswo erhältlich sein werden.


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