Zum Hauptinhalt Zur Navigation

DJI Avata 360: Preise, Varianten und Fazit

Die reine Drohne kostet 459 Euro und richtet sich vor allem an Nutzer, die bereits kompatible Goggles oder einen passenden Controller besitzen. Die Variante mit DJI RC 2-Fernbedienung liegt bei 719 Euro. Wer eine klassischere Steuerung bevorzugt oder bewusst ohne Goggles arbeiten möchte, bekommt damit ein stimmiges Paket.

Sowohl die Fly More Combo mit DJI RC 2 als auch die Motion Fly More Combo kosten jeweils 939 Euro. In der Motion-Combo ersetzt DJI die RC 2-Fernbedienung durch die Goggles N3 und den Motion Controller 3. Für Einsteiger sind diese Pakete die sinnvollere Wahl, weil sie neben drei Akkus und dem Ladehub auch eine Tragetasche und ein Landepad enthalten.

Fazit

DJI hat die 360-Grad-Drohne zwar nicht erfunden, treibt die Idee mit der Avata 360 aber in eine klar andere Richtung als Antigravity mit der A1. Während dort vor allem Fluggefühl, Leichtigkeit und der spielerische Reiz des Konzepts im Vordergrund stehen, setzt DJI stärker auf Bildqualität, Robustheit und einen insgesamt professionelleren Auftritt.

Technische Daten DJI Avata 360
Abmessungen 246 × 199 × 55,5 mm
Gewicht 455 Gramm
Kamera 360 Grad Dual-Lens, 1/1,1" Sensor, Blende f/1.9
Videoauflösungen 360-Grad-Modus: 8K 7.680 × 3.840 bei 60/50/48/30/25/24 fps, Single-Lens-Modus: 4K 4:3 mit 3.840 × 2.880 bei 60/50/48/30/25/24 fps, 4K 16:9 mit 3.840 × 2.160 bei 60/50/48/30/25/24 fps, 2,7K 4:3 mit 2.688 × 2.016 bei 120/100/60/50/48/30/25/24 fps, 2,7K 16:9 mit 2.688 × 1.512 bei 120/100/60/50/48/30/25/24 fps
max. Video-Bitrate 180 Mbit/s (H.265)
Fotoauflösung 120 MP (15.520 × 7.760) / 30 MP (7.776 × 3.888)
Flugzeit bis zu 23 Minuten
max. Windresistenz 10,7 m/s, Windstärke 5
max. Geschwindigkeit bis zu 18 m/s (S-Mode)
GNSS GPS + Galileo + BeiDou
Videoübertragung O4+, Reichweite bis 13,5 km (FCC)
Live-View Single-Lens-Modus: 1080p bei 100/60/50/48/30/25/24 fps. 360-Grad-Modus: 1080p bei 60/50/48/30/25/24 fps
Reichweite Videoübertragung bis 20 km FCC, bis 10 km CE
Hindernissensoren Omnidirektionales Sichtsystem, ergänzt durch frontseitiges Lidar und Infrarotsensor an der Unterseite
Interner Speicher 42 Gbyte (+ MicroSD-Slot, bis 1 TByte)

Ganz frei von Schwächen ist die Drohne allerdings (noch) nicht. Der Single-Lens-Modus wirkt derzeit noch nicht völlig ausgereift und der 360-Grad-Workflow verlangt mehr Zeit, mehr Handarbeit und mehr Rechenleistung als üblich.

Die Avata 360 ist deshalb keine Drohne für alle. Wer aber ein ernsthaftes Werkzeug sucht, um die kreative Freiheit von 360 Grad mit mehr Bildqualität, mehr Robustheit und mehr Kontrolle zu verbinden, bekommt hier die bisher überzeugendste Auslegung dieser noch jungen Produktgattung.

Nils Matthiesen schreibt als freier Mitarbeiter über Technik, KI-Werkzeuge und digitale Alltagshelfer. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf Smartwatches, Drohnen, Actioncams und anderen vernetzten Geräten. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet er als Technikjournalist und legt Wert auf verständliche Einordnung, kritische Tests und klaren Praxisbezug.


Relevante Themen