DIY-Projekt: OLED-Display über HDMI mit Strom versorgt und angesteuert

Kleine OLED-Displays sind beliebt bei Bastelprojekten. Mit einem Trick können sie an den HDMI-Port angeschlossen werden.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Nur ein HDMI-Kabel verbindet das OLED-Display mit dem Laptop.
Nur ein HDMI-Kabel verbindet das OLED-Display mit dem Laptop. (Bild: Youtube)

Ein OLED-Display am HDMI-Port: Wie geht das? Diese Frage stellt sich unweigerlich bei einem Projekt von Bastler mitxela. In einem Video zeigt er, wie seine jüngste Schöpfung funktioniert. Und er macht deutlich: Hier ist keine trickreiche Schaltung am Werk. Vielmehr benutzt er den HDMI-Anschluss seines Laptops anders, als er eigentlich vorgesehen ist - ein klassischer Hack.

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Neben den Datenleitungen, die eigentlich das Bildsignal übertragen, gibt es nämlich noch den sogenannten Display Data Channel (DDC). Das ist ein I2C-Bus, der eigentlich dafür da ist, einen ROM des Monitors auszulesen, in dem unter anderem die unterstützten Auflösungen eingetragen sind. Daher kennt das Betriebssystem auch den Namen des Displays. Mitxela benutzt DDC stattdessen zur Übertragung der Bilddaten an das OLED-Display. Der Großteil der nur wenige Euro teuren Teile wird nämlich ebenfalls über I2C angesprochen.

Neben DDC schreibt der HDMI-Standard auch noch eine Stromversorgung vor. Diese muss 50 mA Strom bei einer Spannung von 5 V liefern können. Das soll eigentlich ermöglichen, dass auch ausgeschaltete Monitore erkannt werden können, ist aber mehr als genug, um das kleine Display zu betreiben. Neben dem HDMI-Kabel benötigt es also keine weiteren Leiter.

Entsprechend einfach ist der Aufbau: Vier Leiter des HDMI-Kabels sind an einen Stecker gelötet, ein fünfter ist über einen Widerstand mit der Spannungsversorgung verbunden. Das dient dazu, der Grafikkarte einen angeschlossenen Monitor zu signalisieren. Den kompletten Hintergrund beschreibt mitxela auf seiner Homepage.

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Sinnlos? Nein!

Im Video bezeichnet mitxela selbst seine Bastelei als ziemlich sinnlos. Grund für das Projekt sei gewesen, dass solche Hacks viel zu selten geworden seien. Einen Desktop darüber auszugeben, wie mitxela es im Video macht, ist aufgrund der geringen Auflösung des Displays tatsächlich sinnlos. Gängig sind 128x64 Pixel - darauf ist dann nicht viel zu sehen. Wer das auf Github verfügbare Python-Script anpasst, kann allerdings auch beliebige andere Daten ausgeben.

Damit eignet sich die Bastelei für Rechner, die ohne Display laufen, aber trotzdem Statusinformationen anzeigen sollen. Selbstgebaute Router oder NAS-Systeme wären eine mögliche Anwendung. Zwar verfügt grundsätzlich jedes Mainboard über I2C, der Bus ist aber bei den wenigsten über einen Stecker verfügbar. Dann wird zusätzliche Hardware, beispielsweise ein Board mit Mikrokontroller, fällig. Mitxelas Projekt hingegen kommt mit einem HMDI-Kabel und einem Widerstand aus - die passende Buchse hat jedes Mainboard mit integrierter Grafik.

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Dakkaron 15. Apr 2022

Damit könnte man z.B. am Raspberry Pi einen unbenutzten HDMI-Port verwenden und dafür ein...

x2k 05. Apr 2022

Das sehen wir wenn der Beitrag mit dem esp im Ikea Luftsensor hier online geht. ^^

x2k 05. Apr 2022

Im grunde geht an dem Anschluss alles was I2C kann. Ich hab das schon seit ner weile im...



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