DIY-Projekt: Lasst uns einen Open-Source-E-Ink-Laptop bauen!

Augenschonende Displays wie die von E-Ink sind bislang kaum verbreitet. Deshalb würde ich gerne selbst einen Laptop mit E-Ink-Display bauen.

Artikel von Alexander Soto veröffentlicht am
E-Ink-Displays sind in diversen Produkten verbaut, etwa in E-Readern - einen Open-Source-E-Ink-Laptop gibt es aber (noch) nicht.
E-Ink-Displays sind in diversen Produkten verbaut, etwa in E-Readern - einen Open-Source-E-Ink-Laptop gibt es aber (noch) nicht. (Bild: Yoshikazu Tsuno / AFP / GettyImages)

Dieser Text ist eine Übersetzung. Das Original des Entwicklers Alexander Soto ist hier zu finden.

Vor etwa einem Jahr, mitten in der Covid-19-Pandemie, haben wir die EI2030-Community gegründet. Es war die Zeit, als viele von uns plötzlich von zu Hause aus arbeiteten und mehr und mehr Zeit vor digitalen Geräten verbrachten. EI2030 möchte eine gesündere Arbeitsweise am Computer fördern - insbesondere Displays wie die von E-Ink, die kein Licht emittieren.

EI2030 soll Menschen zusammenbringen, die lernen, diskutieren, Ideen austauschen und zusammenarbeiten möchten. Unsere Community ist für jeden offen und besteht aus Hardware-Hackern, Menschen, die sich für Gesundheitstechnologie und Produktivitätsfragen interessieren, aus Gadget-Liebhabern und Unternehmern.

Vor Kurzem haben wir bei EI2030 unser E-Ink-Laptop-Projekt gestartet. Unser Ziel ist es, einen Prototyp eines E-Ink-Laptops zu bauen. Dafür bündeln wir unsere Ressourcen, unser Wissen und unsere Expertise. Organisiert sind wir in Arbeitsgruppen.

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Die Arbeitsgruppen konzentrieren sich jeweils auf einen bestimmten Aspekt beim Bau des E-Ink-Laptops und werden von einer oder zwei Personen geleitet.

Sie haben ein bestimmtes Zeitbudget und dokumentieren ihre Prozesse. Am Ende werden die Ressourcen, das Wissen und alles Erlernte für andere Gruppen freigegeben.

Einige unserer aktuellen Arbeitsgruppen sind:

PaperTerm

PaperTerm ist ein Nischengerät mit E-Paper-Display und Laptop-Formfaktor und hat eine Akkulaufzeit von einer Woche bei regelmäßigem Gebrauch.

Es ist ein Mikrocontroller-basiertes Projekt, das nur einem Zweck dient: sich per Remotezugriff auf Computer zu verbinden, dort Programme auszuführen und mit ihnen zu interagieren (SSH/Telnet, Remote Desktop, VNC und so weiter). Die Kombination aus begrenztem Funktionsumfang und E-Ink-Display soll den großen Vorteil haben, dass Nutzer sich über die Akkulaufzeit quasi keine Gedanken mehr machen müssen.

Low Power E-Paper OS

Ziel des Low Power E-Paper OS ist es, die verfügbaren RTOS zu sondieren und einen Linux-Port für die Prozessoren der Ambiq Apollo 3 & 41-Serie oder ähnliche Ultra-Low-Power-Mikrocontroller zu entwickeln.

Treiber für E-Ink-Displays

Das kurzfristige Ziel dieser Gruppe ist, die verschiedenen Möglichkeiten auszuloten, ein E-Ink-Display anzusteuern, wobei der Schwerpunkt auf einem SoC mit integriertem Controller liegt (i.MX7/82- und RK35663-Familie). Testkits und -boards werden unter den Gruppenmitgliedern verteilt. Langfristig soll ein externer Open-Source-Controller für elektrophoretische Displays entstehen, der leistungsfähigere Prozessoren und mehr Flexibilität bei der Implementierung der Waveforms mit E-Ink-Geräten ermöglicht.

Laptop-Gehäuse

Ziel dieser Gruppe ist es, ein Laptop-Gehäuse zu entwerfen und zu bauen (oder umzubauen), das Grundlage für einen E-Ink-Laptop und andere Projekte sein kann.

Bevorzugt werden Designs mit Open-Source-Software, um Open Hardware verwenden zu können - zum Beispiel Olimex TERES-I, VIA OpenBook, MNT Reform und EOMA68.

Nicht-lichtausstrahlende Displays

Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit nicht-lichtausstrahlenden Displays, wobei der Schwerpunkt auf E-Ink, RLCD, DES und Ähnlichem liegt.

Die Gruppe konzentriert sich darauf, Prototypen zu erstellen und mehr über die Physik von Displays zu lernen. Ihre Ergebnisse werden gesammelt und anderen Arbeitsgruppen zur Verfügung gestellt.

Psychologie und Nutzererfahrung (UX) von E-Ink

Ziel dieser Gruppe ist es, psychologische Vorzüge von E-Ink zu untersuchen. Viele E-Ink-Nutzer berichten anekdotisch von solchen Vorteilen gegenüber LCD-, OLED- oder anderen Displaytypen, zum Beispiel von einer geringeren Ermüdung der Augen. Bisher veröffentlichte Arbeiten waren da nicht ganz eindeutig (Benedetto et al., 2013; Benedetto et al., 2014; Siegenthaler et al., 2012).

Wir möchten nun selbst untersuchen, ob diese anekdotisch berichteten Vorteile empirisch überprüfbar und verallgemeinerbar sind. Wir wollen auch Ideen entwickeln und untersuchen, wie die Nutzererfahrung von E-Ink-Geräten so gestaltet werden kann, dass Produktivität und Wohlbefinden gesteigert werden.

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Die Herausforderungen beim Bau eines E-Ink-Laptops 
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FreiGeistler 25. Jun 2021 / Themenstart

Ich arbeite auf meinem Laptop mit 20 FPS (weniger schafft der Controller nicht), spart...

FreiGeistler 25. Jun 2021 / Themenstart

Problem ist da eher, dass PDF eine Lösung aus dem letzten Jahrhundert ist, um Dokumente...

dbettac 25. Jun 2021 / Themenstart

Gerade bei Laptops stimmt das nicht. Die werden oft mit Maus-Ersatzlösungen bedient...

DigitalMe 23. Jun 2021 / Themenstart

8 sind mir leider zu klein. 11/12 wäre klasse.

Lorphos 23. Jun 2021 / Themenstart

Das Display in dem Gerät ist das neueste und beste eInk Display was am Markt ist und...

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