Die Herausforderungen beim Bau eines E-Ink-Laptops

Gespräche mit Mitgliedern von EI2030 und erste Recherchen haben ergeben, dass es beim Bau eines Open-Source-E-Ink-Laptop folgende Herausforderungen gibt:

Beschaffung des Displays

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Um einen Laptop mit einem E-Ink-Bildschirm zu bauen, kommen Panels in Größen von 10,3 bis 13,3 Zoll infrage. E-Ink-Panels, die diese Kriterien erfüllen und laut Panelook in Produktion sind, sind das ES103TC11, ED133UT22 und das ES133TT33. Dasung, Waveshare, Sony und einige andere Unternehmen verwenden diese Panels.

Wir können die Panels von alten E-Ink-Geräten nehmen oder auf Second-Hand-Märkten, im Großhandel oder bei anderen Distributoren bekommen, um einen Prototyp zu erstellen. Darüber hinaus wird es wahrscheinlich schwierig: Es gibt Mindestbestellmengen, die im Moment zwischen 10.000 und 50.000 liegen.

Eine weitere Option besteht darin, keine E-Inks zu verwenden, sondern eine andere, nicht-emittierende Display-Technologie wie Display Electronic Slurry (DES) oder Reflective Liquid Crystal Display (RLCD).

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DES wird in den Displays von Good Display verwendet. Bemerkenswert an DES sind vor allem: die sehr gute Pixelstruktur und Auflösung, ein sehr guter Kontrast, eine sehr gute Betriebstemperatur, ein geringer Stromverbrauch und niedrige Kosten. Außerdem gibt es keine Mindestbestellmenge. Wir warten darauf, dass Good Display wieder DES-Displays auf Lager hat, um eines zu kaufen, zu testen und die Ergebnisse mit E-Ink, RLCD und so weiter zu vergleichen.

RLCDs stellen eine reflektierende Display-Technologie dar, die vor allem interessant ist, weil sie billiger als E-Ink ist, keine speziellen Waveforms/Firmware/Controller benötigt, sehr lange hält und - das ist am spannendsten - 60 fps kann! Die Firmen Sharp und BOE sind die führenden Hersteller von RLCDs.

RLCDs stecken unter anderem in Mikrowellen und TI-Taschenrechnern. Sie befanden sich aber auch in Gameboys und der Pebble Watch. Wer heute eine Smartwatch von Garmin besitzt, hat wahrscheinlich ein RLCD mit Hintergrundbeleuchtung - ein "transflektives RLCD".

Transflektive RLCDs wurden durch das "Ein Laptop pro Kind"-Projekt (One Laptop per Child, OLPC) und die Pixel-Qi-Technologie bekannt und sind nun in vielen Smartwatches zu finden. Allerdings gibt es derzeit keinen Massenmarkt für hochauflösende transflektive RLCDs in Tablet-/Monitorgröße. Der größte Vorteil transflektiver RLCDs ist, dass sie auch im Freien gut abzulesen sind. Bei Smartwatches ist dieser Nutzen offensichtlich, bei Tablets und Monitoren nicht so sehr.

Vermeintlicher Mangel an Anwendungen und Nachfrage

Der vermeintliche Mangel an Anwendungen und Nachfrage (und damit der Mangel an Anbietern, die solche Displays produzieren), ist der Grund, dass es hier selbst im Jahr 2021 immer noch keine erprobte Technologie gibt. Der Begriff des "Augenkomforts", der vor allem in China und dort vor allem durch Hisense etabliert wurde, um Displays zu beschreiben, die die Augen nicht belasten, hat jedoch eine Nische und damit eine quantifizierbare Marktchance für transflektive RLCDs geschaffen.

Allerings gibt es da immer noch das Problem, dass es genügend Nachfrage geben muss, um die Mindestbestellmenge eines Herstellers zu erfüllen, damit er tatsächlich solche Displays produziert. Wenn aber genug Menschen Interesse daran zeigen, würde das vielleicht dazu führen, dass RLCDs oder andere nicht-strahlende Displays endlich auch in Tablet-/Monitor-Größe hergestellt werden.

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 DIY-Projekt: Lasst uns einen Open-Source-E-Ink-Laptop bauen!Wie kann die Schnittstelle zu einem E-Ink-Display aussehen? 
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FreiGeistler 25. Jun 2021

Ich arbeite auf meinem Laptop mit 20 FPS (weniger schafft der Controller nicht), spart...

FreiGeistler 25. Jun 2021

Problem ist da eher, dass PDF eine Lösung aus dem letzten Jahrhundert ist, um Dokumente...

dbettac 25. Jun 2021

Gerade bei Laptops stimmt das nicht. Die werden oft mit Maus-Ersatzlösungen bedient...

DigitalMe 23. Jun 2021

8 sind mir leider zu klein. 11/12 wäre klasse.



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