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DIY-PC: Framework Desktop wird von iFixit auseinandergebaut

Das Team von Framework beantwortet auch unter anderem die Frage, warum der Desktop mit verlötetem RAM und nicht mit modularem CAMM2 kommt.
/ Oliver Nickel
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iFixit hat sich den Framework Desktop bereits näher anschauen können. (Bild: iFixit)
iFixit hat sich den Framework Desktop bereits näher anschauen können. Bild: iFixit

Der Framework Desktop ist womöglich eines der spannendsten neuen Geräte von Framework. Er ist zudem der erste Desktop-PC des Unternehmens. Doch wie lässt sich das System auseinanderbauen? Schließlich ist einfache Reparierbarkeit das primäre Motto von Framework. Der Reparaturspezialist Shahram Mokhtari ist für iFixit im Büro des Herstellers gewesen und konnte einen ersten Blick(öffnet im neuen Fenster) auf den Framework Desktop werfen.

Ein erstes Zwischenfazit: Der Framework Desktop lässt sich wohl sehr einfach und wie versprochen mit nur einem einzelnen Schraubendreher auseinanderbauen. Größtenteils werden Philips-Schrauben genutzt. Einzelne Teile sind allerdings mit Sternkopfschrauben befestigt. Das finale Produkt wird deshalb wohl einen Schraubendreher mit einem Doppelkopfbit enthalten. Das ist bei anderen Produkten von Framework ebenfalls so.

Der Zugang zum Innern des Gehäuses ist größtenteils sogar ohne Werkzeug möglich. So lassen sich das Frontpanel und das obere Panel mit der Hand abnehmen. Zwei Handschrauben halten die Abdeckungen fest und werden dafür locker gedreht.

Das Frontpanel ist modular aufgebaut und besteht aus diversen Kacheln. Die können von den Usern durch beliebige andere Kacheln ausgetauscht werden. So kann das Gehäuse an die eigenen Wünsche angepasst werden. Entsprechende 3D-Dateien für den 3D-Druck werden von Framework später zur Verfügung gestellt. Darunter sind zudem die beiden Anschlussmodule zu finden, mit denen User die Front-Anschlüsse bestimmen können.

Verlöteter RAM merklich schneller

Das Mainboard selbst wird mit einigen Schrauben festgehalten. Laut iFixit sind diese durch ein passendes Gehäusedesign leicht erreichbar und entsprechend einfach zu lösen. Außerdem müssen die ATX-Stromstecker des 400-Watt-Netzteils gelöst werden. Das Mainboard selbst hat drei M.2-Slots: Zwei 2280-Slots sind für SSDs gedacht. Ein weiterer 2230-Sockel kann etwa für WLAN-Module verwendet werden.

Allerdings ist der LPDDR5x-RAM auf dem Mainboard direkt verlötet und deshalb nicht austauschbar. Das ist ein Rückschritt im Vergleich zu anderen Produkten von Framework. Allerdings gibt es dafür auch einen Grund. Ursprünglich hatte Framework die Idee gehabt, hier etwa den CAMM2-Standard zu verwenden. Laut iFixit hätte das aber einen merklichen Performanceverlust von ungefähr 50 Prozent gekostet. Die AMD-APU nutzt den RAM dabei nicht nur als Zwischenspeicher für Applikationen. Die GPU verwendet ihn auch als Videospeicher.

Eine solche Shared-Memory-Lösung profitiert besonders von schnellem RAM und soll vor allem bei KI-Anwendungen von Vorteil sein. Da der Framework Desktop mit maximal 128 GByte RAM bestellt werden kann, füllt er hier eine Nische, die sonst größtenteils der Mac Studio füllen konnte: ein kompaktes Desktop-Gerät mit viel Videospeicher.


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