DIY: Bastler lässt Minecraft-Server auf LED-Lampe laufen

Der Bastler und Youtuber Vimpo hat einen Minecraft-Server auf einer günstigen Smart-Home-Lampe installiert. Die Lampe hatte er zuvor auf Aliexpress erstanden. Im Video(öffnet im neuen Fenster) wird für ihn aber nicht die LED selbst interessant. Stattdessen schneidet er sie mit einem Messer auf, um an den darin verbauten Microcontroller zu gelangen.
Das ist laut Vimpo ein BL602(öffnet im neuen Fenster) , der normalerweise über 2,4-GHz-WLAN oder BLE 5.0 mit einer App verbunden wird. Der Controller verwendet eine 32-Bit-RISC-CPU mit einer Taktrate von 192 MHz. Außerdem sind hier 276 KByte RAM und 128 KByte ROM verbaut. Das würde als Hardware für einen Standard-Minecraft-Server normalerweise nicht ausreichen.
Vimpo installiert deshalb den stark komprimierten Ucraft-Server(öffnet im neuen Fenster) . Das ist ein in C geschriebener Minecraft-Server, dessen Binaries etwa 46 Kilobyte groß sind. Laut der Projektseite auf Github benötigt ein so aufgesetzter Server etwa 70 Kilobyte RAM bei zehn gleichzeitig aktiven Spielern. Allerdings integriert Ucraft nur notwendigen Code und kann beispielsweise kleine Minispiele hosten. Ein vollwertiger Minecraft-Server mit allen Blöcken und Features ist hier nicht möglich.
USB-Controller angeschlossen
Um Ucraft auf den BL602 zu kopieren, verband Vimpo vorher einen USB-Controller mit dem Board. Anschließend konnte der Code übertragen werden. Im Video zeigt der Bastler auch eine kurze Spielsession, bei der er sich auf dem Minecraft-Server der Lampe anmeldete. Interessanter Nebeneffekt: Die Lampe leuchtet auf, sobald Eingaben der Clients verarbeitet werden.
Eine Person schreibt in den Videokommentaren: "Mit den Lichtblitzen will die Lampe sagen: Tötet mich. Schaut, was sie mit mir gemacht haben. Tötet mich!" Eine weitere Person will, dass Vimpo einen Kubernetes-Cluster auf der Lampe installiert.



