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DIY: Bastler entwickelt kleine Makro-Tastatur für unter 3 Euro

Maker verteilen gerne Visitenkarten aus Platinen, die beispielsweise leuchten. Toby Chui hat eine preiswerten Makro-Tastatur im Kartenformat entwickelt.

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Die Makro-Visitenkarte von Toby Chui (Bild: Toby Chui)

Der Bastler Toby Chui hat eine Makro-Tastatur mit vier programmierbaren Tasten entwickelt, die kaum größer als eine Visitenkarte ist. Aufgrund eines preiswerten Mikroprozessors kostet Chui der Bau der Tastatur unter 3 Euro, weswegen er plant, sie als Visitenkarten auf Maker-Veranstaltungen zu verteilen.

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Die Tastatur verwendet einen CH552G als Microcontroller und nicht den bei derartigen Projekten üblichen ATmega32u4. Der CH552G kann zwar weniger, ist für eine kleine Makrotastatur aber völlig ausreichend und wesentlich günstiger. Der Chip ist begrenzt Arduino-kompatibel und hat eine eingebaute USB-Unterstützung, weshalb Chui keinen Serial-Konverter benötigt.

Als Platine verwendet Chui ein 1 mm starkes Board, das er über einen Dienstleister drucken lässt. Normalerweise sind derartig kleine Boards relativ günstig – zum Vergleich: Unser Lochkartenleser (g+) besteht aus vier Platinen, die kleinste Bestellmenge von fünf Sets kostete uns mit Versand 15 Euro. Chuis Platine dürfte wohl noch preiswerter gewesen sein.

Chuis Version kommt mit Beleuchtung

Optional können die LEDs bei dem Makro-Keyboard auch weggelassen werden, was das Projekt noch günstiger machen dürfte. In der von Chui gezeigten Version hat das Board eine Beleuchtung auf der Rückseite, die in einer anderen Farbe strahlt, wenn eine Taste gedrückt wird. Damit man das Licht sieht, ist das Board in einen 3D-gedruckten kleinen Ständer eingelegt.

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Die Programmierung des Boards ist aufgrund des verwendeten Microcontrollers nicht ganz so unkompliziert wie bei einem ATmega-Chip. Deshalb entwarf Chui ein Webinterface, über das die vier Tasten einfach mit Makros oder anderen Funktionen belegt werden können. Die Webseite produziert eine Datei, die über das Arduino-SDK auf das Board geflasht werden kann.

Eine Teileliste sowie die notwendige Software hat Chui in seinem Github-Profil veröffentlicht. Theoretisch kann das Pad auch mit mehr als vier Tasten gebaut werden.